Fitdroid

Gesund und leistungsfähig zu bleiben ist gerade für Menschen, die mit ihrem Kopf ihr Geld verdienen, eine ständige Herausforderung. Der Arbeitsalltag steht oft dazu in direktem Widerspruch: Sitzen vor dem Computer, sitzen in Meetings und Besprechungen –  und dazwischen mal eben schnell noch Fastfood reinziehen, weil in 10 Minuten schon wieder die nächste Sitzung beginnt.

Ich gehöre zu der gar nicht so kleinen Fraktion, die versucht, dem aktiv entgegenzuwirken z.B. mit Ausgleichssport. Aber in diesem Begriff liegt auch schon die Tücke verborgen: Der Ausgleich findet eben – wenn überhaupt – dann nur abends statt in der eh schon knappen Freizeit. Also will ich diese Zeit wenigstens effektiv nutzen und dabei kann ein wenig Planung nicht schaden. Und damit finde ich nun endlich den Bogen zu meinem Android Handy, denn das kann mir ja vielleicht dabei helfen.

Ein wichtiger Punkt, den ich mir aus irgendeinem Ratgeber abgekuckt habe, ist, dass ich Fitnessstudio und Sport so behandle wie jeden anderen wichtigen beruflichen und persönlichen Termin auch: Er kommt in den Terminkalender und wird nur, wenn es unvermeidbar ist, abgesagt. Und in den Terminkalender bedeutet seit neuestem eben, dass er im Google Kalender eingetragen wird, der mit meinem Handy synchronisiert wird. Somit kann ich mich geistig-moralisch besser drauf einstellen, dass ich mich an bestimmten Tagen nach der Arbeit zum Sport und nicht aufs Sofa begebe. Vielleicht vermeide ich ja so, irgendwann so auszusehen wie ein ehemaliger Bundeskanzler.

MuscleTrainer listet Übungen mit Gerätecodes

Ich bin schon seit mehreren Jahren Mitglied bei McFit, aber nicht wegen der makaber geendeten Loveparade-Werbung, sondern weil ich keine Lust habe, für Dinge zu zahlen, die ich gar nicht nutze. Und McFit verzichtet eben auf diese ganzen Animateure und Aerobic Kurse und bietet stattdessen einfach die Geräte und ein wenig – durchaus gute und professionelle – Anleitung und Einführung. Letztlich muss ich aber selbst entscheiden, was ich wie oft und wie intensiv damit mache. Das kommt mir sehr entgegen, denn ich organisiere mir meine Übungen lieber selber, als dass ich mich herumkommandieren lasse. Für solche Leute wie mich gibt es auch eine App: MuscleTrainer. Die App ist ziemlich minimalistisch, aber immerhin kann ich mir so die wichtigsten Einstellungen und Gewichte für die verschiedenen Geräte und Übungen notieren. Grundsätzlich wäre sie mit jedem Fitnessstudio zu verwenden, aber bei McFit ist sie am praktischten, denn sie benutzt die gleichen Buchstaben/Zahlencodes, die auch bei McFit Verwendung finden. Leider enthält sie keine weiteren Bilder oder Erklärungen zu den Übungen – ich bin also weiter auf die Trainer vor Ort, die Schaubilder an den Geräten oder auf den Muskelnavigator auf der Webseite angewiesen, wenn ich mal nicht sicher bin, wie ein crunch und oder ein Latzzug genau geht.

VirtuaGym bringt schöne Animationen

Für das Muskeltraining gibt es noch viele weitere, meist englischsprachige Apps, die den perfekten Körper versprechen. Ein Beispiel ist Jefit, ein ziemlich professionell wirkendes Tool für Bodybuilding-Profis. Es ist wohl für Leute gedacht, die jeden zweiten Tag schwere Gewichte stemmen, sich von Buttermilch ernähren und täglich mit dem Maßband ihre Fortschritte messen. Das geht weit über das hinaus, was ich mir antue. Aber wer’s braucht für den ist diese App sicher das Richtige.

Die App VirtuaGym spielt da schon eher in meiner Liga. Sie zeigt nett animierte Übungen und Übungsreihen mit und ohne Geräte. Dabei läuft dann eine Stoppuhr mit und zwischendurch gibt es noch ein paar ermunternde Worte. Den etwas belehrenden Ton („toller Einsatz! Sie erreichen Ihre Ziele!„) höre ich mir ein-, zweimal an und dann schalte ich ihn doch lieber ab. Aber ansonsten ist das Ding richtig gut gemacht und ersetzt so manches Übungsbuch.

Jetzt habe ich nur noch ein Problem: Wie nehme ich das Android-Gerät eigentlich mit zum Sport, ohne das es zu Schaden kommt? Auch dafür gibt es in unseren modernen Zeiten eine weitere nützliche Erfindung: Die Armtasche fürs Handy bzw. den MP3 Player. Mein Android ist beides in einem und bietet dazu nun auch noch computergestütztes Training. Eine passende und preiswerte Tasche ist im Internet schnell gefunden – es muss wirklich nicht der teure Markenartikel aus dem Handy-Shop sein. So am Oberarm befestigt wird mein Android-Handy nun tatsächlich die perfekte kybernetische Erweiterung meines Fitness-gestählten Bodys. An letzterem muss ich allerdings noch ein wenig arbeiten.

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2 Kommentare - “Fitdroid”

  1. hodyshoran Says:

    Würde ja prima in meinen Diätblog passen, Fitnesstudio (mit wieviel „s“ eigentlich, ist mir aber irgendwie zu trocken…

  2. Johnk959 Says:

    Hi there! Would you mind if I share your blog with my myspace group? There’s a lot of people that I think would really appreciate your content. Please let me know. Many thanks egdkdfddgbfg


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