Android goes cloud

Einer der Vorteile der neuen vernetzten Medienwelt ist die Verfügbarkeit und Synchronisierung der eigenen Daten auf verschiedenen Geräten. Das bedeutet praktisch, dass ich von jedem Ort, wo ich mich gerade aufhalte, Dateien, Notizen, Bilder, .. abrufen kann, die ich an einem anderen Ort mit einem anderen Gerät eingeben bzw. hochgeladen habe. Mir persönlich ist der Vorteil erst so richtig durch den Google Kalender bewußt geworden: ein Terminkalender im Netz, den ich von überall her abrufen und auf den neuesten Stand bringen kann.

Doch die Möglichkeiten gehen weit über bloße Synchronisation hinaus. Ich kann heutzutage meine ganze Fotosammlung ins Netz stellen, kann Medien und Texte dort bereitstellen, auf die ich zu jederzeit Zugriff haben will, kann meine persönliche Projekte online auf dem neuesten Stand halten. Ich kann flexibel entscheiden, auf welche Daten nur ich Zugriff habe, welche ich eventuell mit Freunden oder Kollegen teile, und was ich im Web oder in sozialen Medien veröffentlichen will. Ich kann auch Software direkt aus dem Netz ohne Installation anwenden und kann damit meine Daten von jedem Ort der Welt aus bearbeiten und pflegen. Das alles läuft unter dem Stichwort „cloud“ (Englisch für Wolke). Möglich wurde die Cloud durch die sogenannte Virtualisierung.  Dabei laufen mehrere oder sogar viele virtuelle Computer (die genauso bedient werden wie ein echter und fast genausoviel können) auf ein und der selben Hardware. Das kann ich im kleinen sogar zu Hause auf meinem eigenen Windows- oder Linux-Computer ausprobieren. Um es im großen Stil für hundertausende von Kunden zu machen, brauchte es allerdings eine neue Generation von

  • Servern (Computer, die in Rechenzentren stehen), sogenannten Blades,
  • Software (z.B. von VMware)
  • und Speichermedien.

Diese sind inzwischen bei fast allen großen Internetanbietern installiert und in Betrieb genommen. Wo man früher für jeden einzelnen neuen Kunden einen großen, schweren und stromfressenden Computer hinstellen mußte, genügt nun ein Click um einen virtuellen Platz und Service in der Cloud zu erzeugen. Und weil alle Anbieter gleich große Kapazitäten aufgebaut haben und kräftig konkurrieren, purzeln nun die Preise, so dass das ganze auch für Privatleute erschwinglich wird oder sogar kostenlos ist.

Soweit die Theorie, aber wie sieht es in der Praxis aus? Welche von diesen Diensten kann ich tatsächlich auf meinen Android-Phone nutzen? Dabei bevorzuge ich natürlich kostenlose Dienste, zumindest solange bis ich mich für einen Anbieter entschieden habe und einen echten Mehrwert für einen kostenpflichtigen Clouddienst sehe. Die Frage der Sicherheit und des Datenschutzes stelle ich mir natürlich auch, doch dazu schreibe ich nochmal gesondert was. Jetzt will ich erstmal ausprobieren, was überhaupt geht, inwieweit das mehr als nur eine Spielerei ist und auch einen praktischen Nutzen hat.

Der Übersicht halber schreibe ich mal für jeden Dienst und Anbieter einen eigenen kleinen Artikel. Wenn ich dann mit einigen durch bin, kann ich ja nochmal einen Vergleich erstellen.

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