Archive for the ‘Sicherheit’ category

Zoner Antivirus

8. September 2012

Schutz gegen Viren und bösartig programmierte Täuschungssoftware ist leider inzwischen auch auf dem Smartphone unverzichtbar. Es sind schon eine ganze Reihe von Fällen bekannt geworden, wo sich User Spionagesoftware u.ä. aus dem Google Play Store eingefangen haben. Deswegen habe ich schon ein paar Antivirenprogramme ausprobiert – die meisten sind ja gegenwärtig noch frei. Allerdings kann ich als Anwender (bevor es zu spät ist) kaum beurteilen, welcher Schutz etwas taugt und welcher weniger. Gut also, dass es inzwischen auch Tests für Android gibt, wie etwa der von AV-TEST – The Independent IT-Security Institute vom März 2012.

Zoner Test

Die Test-App wird erkannt und einer Warnung ausgeben.

In diesem Test hat ein kostenloses Produkt eines in der Computerwelt eher unbekannten Herstellers ziemlich gut abgeschnitten: Zoner Antivirus für Android. Und nachdem ich die App nun eine Weile ausprobiert habe, bin ich auch sehr angetan.

  • Die Software ist ausgesprochen Ressourcen-schonend. Sie verbraucht nur 1,8 MB Speicher und macht das Handy nicht spürbar langsamer.
  • Einfache und klar verständliche Bedienung
  • Als einziges mir bekannte Schutzsoftware bietet das Programm auch eine Testmöglichkeit. Man kann eine spezielle (harmlose) Test-App herunterladen, die bei jedem installierten Schutzprogramm alle Alarmglocken schrillen lassen sollte.
  • Mit an Bord sind Zusatzfunktionen, die bei anderen Herstellern Geld kosten: Positionsfindung und Remotesteuerung per SMS, automatische Benachrichtigung bei SIM-Wechsel, Möglichkeit diverse Informationen von remote abzufragen.

Dementsprechend fühle ich mich mit dieser App inzwischen recht sicher und hab die anderen wieder runtergeschmissen. Der geringe Speicher- und CPU-Verbrauch ist ein gutes Argument, gerade dieses Programm als Grundschutz auch auf älteren, weniger leistungsfähigen Smartphones zu installieren.

Allerdings sehe ich auch eine Missbrauchsmöglichkeit: Die App erlaubt es, sich mit Hilfe eines zuvor gesetzten Passwortes per SMS die letzten 10 Anrufe auf ein anderes Handy zuschicken zu lassen. Dies kann vielleicht nützlich sein, um einen Dieb zu identifizieren, aber es ermöglicht auch eine heimliche Überwachung durch nahestehende Personen. Also wenn euer chronisch eifersüchtiger Lebensabschnittspartner euch diese App auf dem Handy installiert hat, dann seht zu, dass Zugriff nur von eurem eigenen Zweithandy möglich ist und ihr das Passwort ändert!

Diebstahlschutz und Backup

22. Juni 2011

Neben der Gefahr durch böswillig programmierte Apps gibt es noch eine weitere denkbare Bedrohung für aktive Smartphonenutzer: Was, wenn ich das Handy verliere oder es gestohlen wird? Dann bekommt womöglich der (unehrliche) Finder oder Dieb Zugriff auf die persönlichen Daten incl. Kontakte, Fotos, Telefonnummern und gespeicherte Passwörter. Dieser nicht so weit hergeholten Gefährdung wollen sich eine ganze Reihe von Apps und Diensten annehmen.

Von vielen empfohlen und auf den ersten Blick überzeugend wirkt das Konzept von Lookout Mobile Security. Neben der Funktion neu installierte Apps und Nachrichten zu scannen, haben die Macher hier noch diverse Funktionen für Backup/Restore und Schutz bei Verlust oder Diebstahl eingebaut:

  • Backup von Telefondaten, Fotos und Kontakten in einer Datenbank im Internet. Jederzeit Möglichkeit diese wieder herzustellen oder auch über die Webseite auszulesen
  • Lokalisieren von verlorenen gegangenen Handys mit Hilfe von Mobilfunkdaten und GPS. Das funktioniert erstaunlich gut bis auf ca. 50 m aber natürlich nur, wenn das Handy eingeschaltet ist.
  • ein lautstarker Alarm  kann über die Webseite ausgelöst werden. Zusammen mit der Lokalisierung sollte das auf jeden Fall genügen ein noch im öffentlichen Raum (Kneipen, Parks, Straßen) rumliegendes Handy wiederzufinden.
  • Sperren des Handys und Möglichkeit alle privaten Daten endgültig ferngesteuert zu löschen.

Soweit ich dies getestet habe, funktioniert es alles ganz gut und wie versprochen. Die zuletzt erwähnten Sperr- und Löschfunktionen allerdings sind nach dem 14 tägigen Testzeitraum der Premium-Version vorbehalten. Und die kostet stolze $29.99  pro Jahr oder $2.99 pro Monat. Das finde dann doch etwas happig und kucke erstmal weiter, was es sonst so noch gibt.

Das Top-Konkurrenzprodukt scheint Theft-Aware zu sein. Es kostet in der Vollversion einmalig 9,99 €. Klingt nicht nur gut, sondern besser. Es hat offenbar ähnliche Funktionen, aber noch einiges zusätzlich:

  • komplett unsichtbar (für Diebe und Finder), bzw. kann unter einem frei wählbaren Namen getarnt werden,
  • kann auch über SMS aktiviert werden,
  • übermittelt bei SIM Karten Wechsel automatisch die neue Nummer.

Die Bewertungen der meisten Nutzer sind positiv und auf einem Internetforum gibt es einen ausführlichen, ebenfalls positiven Test.

Aber jetzt denk ich doch noch mal nach, wie das im Ernstfall abläuft. Und dazu finde ich in der Diskussion zu obigem Test folgende bedenkenswerte Zeilen:

Eine Sperre ist das denkbar Bloedeste, es bringt den Finder erst recht auf die Idee im Netz zu suchen was nach akku raus und wieder rein so moeglich ist. und findet sicherlich Anleitungen fuer zu booten und eben auch zu flashen.
..
Es muss def einiges sehr gut laufen sein Tel.auf die Art wiederzubekommen. Das beste daran wenn ueberhaupt ist die uebermittlung der Nummer bei Simwechsel mehr nicht.

Spielt doch mal den Ernstfall im Kopf durch, Handy weg, schnell Ersatz suchen damit sms schreiben geht, dann zur angegebenen rückrufnummer gehen oder anrufen er solle die sms an deine email schicken weil du grade nicht in der nähe bist und das genutzte Handy leider kein smartphone ist das dir die Kordinaten auf Map anzeigen könnte.

Dann an einen Rechner gehen (einen suchen) email nachschauen ob GPS und all das übertragen wurde , dann dahin fahren auf 70 Meter genau und laut rufen wer hat mein Handy.
Naja also das mit der Nummerübermittlung macht einfach am meisten Sinn, Nummer des diebes anrufen und nett bitten er solle es dir doch wiedergeben.

Sinn macht das Programm nur wenn das Handy in einer dunkelen Ecke liegt, weil verloren und es sonst auch wirklich keiner findet und mitnimmt.

Die letztere Funktion habe ich schon mit der kostenlosen Variante von Lookout. Für ein Löschen des Handys kann ich sorgen, indem ich eine Sperre bei SIM Wechsel einrichte. Dies wird einen Dieb oder unerhrlichen Finder dazu zwingen das Handy komplett inklusive Firmware und Daten zu löschen, damit es für ihn wieder einen (Wiederverkaufs-)Wert bekommt. Gut, man sollte halt keine allzu privaten Fotos auf der SD-Karte haben.

Ob ich ein Programm wie Theft-Aware brauche, hängt also letztlich davon ab, ob ich im Schadensfall daran glaube, dass die Polizei die Sache ernst nimmt. Und genug Sachverstand besitzt, um mit Hilfe der Telefonnummer einen kleinen Dieb zu schnappen und mir mein Handy wiederzubeschaffen. Oder, ob ich das Risiko eingehen will, mich ohne Einschalten der Polizei mit dem Dieb zu treffen, um mein Handy (vielleicht) so schneller wieder zu kriegen. Das kann auch ins Auge gehen und teurer werden als der Verlust des Handys! Ich überleg mir das nochmal, denke aber, dass 9,99 € grundsätzlich ein fairer Preis ist. Ich denke, ich werde es kaufen, aber ohne Illusionen. Absolute Sicherheit gibt es nicht, weder auf dem Handy noch in der Gesellschaft, und schon gar nicht ohne einen Preis und ohne Risiko.

Virengefahr auf dem Handy?

9. Juni 2011

Ein Android-Handy ist wie ein kleiner Computer. Und Computer werden leicht Opfer von Viren und anderen Schadprogrammen. Nur mit dem Unterschied, dass mein kleiner Computer auch noch konzentriert wichtige und persönliche Daten wie Freunde, Telefonnummern, vielleicht auch Passwörter und Bankdaten enthält. Es ist daher sinnvoll, dass ich mir von Anfang an Gedanken über Sicherheit mache und Vorkehrungen treffe.

Wie groß ist die Gefahr nun wirklich? Android ist anders als Windows ein UNIX/Linux-System mit genau definierten Zugriffsrechten. Das bedeutet, dass ein Virus nicht so leichtes Spiel hat sich selbständig zu verbreiten. Aber Gefahren gibt es trotzdem vor allem durch sogenannte Trojaner (Programme, die sich zwar nicht selber vermehren aber ein Ausspionieren und Fernsteuerung ermöglichen).

Prinzipiell stellt sich erstmal die Frage: Wie kommt die böswillig programmierte Software denn auf mein Handy? Hierfür gibt es prinzipiell folgende Möglichkeiten:

  • Ein Angriff über das Internet, wenn das Handy gerade verbunden ist. Bei einem Computer kann dies z.B. über offene Ports erfolgen. Bei einem Handy ist dies aber so gut wie ausgeschlossen, da das Handy nur über den Provider oder über ein Wireless LAN mit zwischengeschalteter Firewall/Router angeschlossen ist, also nicht direkt am Internet hängt.
  • Ein Angriff über Bluetooth oder lokale Wireless Netzwerke. Hier ist bereits über ein paar Schwachstellen und ausnutzbare Tricks berichtet worden. Schützen kann man ich mich, indem ich Bluetooth immer abschalte, wenn ich es nicht gerade benutze, und in öffentlichen WLAN Netzen generell vorsichtig bin. Hier sollte ich z.B. Passwörter grundsätzlich nur über gesichterte Verbindungen (https://) eingeben.
  • Ein Angriff über eine böswillig programmierte oder gehackte Webseite. Diese Infizierungsart – sozusagem im Vorbeisurfen – ist bei Windows-Computern inzwischen die größte Gefahr. Einigermaßen schützen kann ich mich unter Windows durch Antivirenwächter und durch Browser-Schutzfilter wie z.B. NoSscript. Auf Handys, speziell Android Handys hat allerdings der Browser deutlich weniger Rechte als unter Windows. Zumindest bisher habe ich noch von keinem derartigen Fall gehört. Aber Vorsicht, das kann durchaus noch kommen!
  • Ein Angriff über eine böswillig programmierte App, die ich selber herunterlade und installiere. Dabei wird mir durch die Beschreibung der App eine nützliche oder lustige Funktion vorgetäuscht, während das Programm im Hintergrund noch ganz andere Dinge macht.

Man kann zur Zeit davon ausgehen, dass nur die letztgenannte Infizierungsart reale Bedeutung hat. Diese allerdings hat es in sich. Es gibt schon eine lange Liste von solchen böswilligen Versuchen und offenbar bereits 10000e von Opfern. Aber wie kann ich denn sichergehen, dass eine App nicht böswillig programmiert ist? Oder soll ich gleich ganz auf das Herunterladen von Apps verzichten und damit auch auf viele Möglichkeiten, die mir mein Smartphone bietet? Immerhin gibt es ein paar Dinge, die ich tun kann:

  • Apps nur aus vertrauenswürdigen Quellen herunterladen! Eine grundsätzlich vertrauenswürdige Quelle ist zunächst mal Googles Android Market (Auch hier gab es schon Fälle von böswilligen Apps aber zumindest werden die irgendwann bekannt und dann wieder entfernt). Einigermaßen sicher downloaden kann man auch von Webseiten der Handy-Hersteller selber, also Samsung, HTC, … sowie von namhaften Softwareherstellern und Providern. Alles andere ist zumindest mal fragwürdig. Warum stellt der Programmierer seine App nicht in den allgemeinen Market ein, wenn sie gut programmiert ist und nur das tut was sie soll?
  • Nur Apps, die bereits eine Weile auf dem Markt sind, installieren. Über solche Apps existieren zumeist Erfahrungsberichte, die man im Market nachlesen kann. Sind viele Kommentare vorhanden, kann man davon ausgehen, dass auch technisch versierte Nutzer dabei sind, die eine illegitime Funktion merken würden.

Welche Berechtigungen verlangt eine App bei der Installation?

  • Beachten, welche Zugriffsrechte eine Applikation bei der Installation verlangt. Android besitzt ein ausgeklügeltes Zugriffsystem, dass jeder App nur die Funktionen erlaubt, die sie für ihre Aufgabe braucht. Entscheiden was gebraucht wird, tut aber der Programmierer. Der Anwender kann nur zustimmen oder ablehnen, was dazu führt, dass die App gar nicht installiert wird. Hier prüfe ich zumindest immer, ob die Zugriffsrechte, die gefordert werden, plausibel sind. Wenn z.B. ein Spiel Zugriff auf mein Telefonbuch verlangt und gar rauswählen können will, ist wohl etwas faul. Hingegen ist es einzusehen, dass eine Navigationssoftware Zugriff auf GPS braucht.
  • Eine Antivirensoftware installieren, die zumindest bekannte Schädlinge erkennt und spätestens beim Installieren davor warnt.

Ich entscheide mich nach einer kurzen Recherche für das kostenlose Tool Anti-Virus Free von AVG. Dies läuft nun ständig im Hintergrund, datet sich regelmäßig ab und scannt neuinstallierte Apps. AVG hat generell einen guten Ruf und das Tool scheint sauber, ohne Leistungseinbußen und Störungen seinen Dienst zu verrichten. Immerhin gibt es mir ein bißchen mehr Sicherheitsgefühl. Es schützt zwar nur gegen bereits bekannte Böslinge aber gegen neue Gefahren hilft sowieso nur Aufmerksamkeit und sich technisch auf dem Laufenden halten. Ich nehme mir vor, dabei nicht nachlässig zu werden.

AVGs Anti-Virus free bietet die wichtigsten Optionen

Emails lesen mobil

7. Juni 2011

Ein Großteil unserer Kommunikation läuft heutzutage über Emails. Sowohl beruflich als auch privat. Einladungen, Ankündigungen, Rückfragen, Angebote – vieles kann sicher warten, ist oft nur Werbung oder noch schlimmer Spam. Aber manches ist eben auch dringend und wichtig. Das gilt gerade auch für die privaten Emails.

Private Emails am Arbeitsplatz zu empfangen ist problematisch. Wenn man die Emailadresse des Arbeitplatzes für private Zwecke benutzt sowieso. Aber auch das Lesen der eigenen Email-Post per Webbrowser vom Computer des Arbeitgebers aus ist nicht überall erlaubt und gern gesehen. Ein Email-fähiges Smartphone, dass mir eine vom Arbeitsplatz unabhängige Möglichkeit bietet, unterwegs oder in der Mittagspause meine Mails zu checken, ist also keine schlechte Idee. Aber ist es auch praktikabel?

Ich probiere es zunächst mal mit dem Google Mail Konto aus. Einen Google-Account brauche ich sowieso, sonst komme ich nicht in den Android Market. Und die passende App ist bereits vorinstalliert. Ich schicke mir also selber mal ein paar Testmails um es auszuprobieren. Leider bin ich bald ziemlich enttäuscht. Das Email-Konto zickt rum und oft kann ich mich vom Computer aus nicht einloggen. Ich stelle bald fest woran das liegt: Wenn das Smartphone an und mit dem WLAN Netz verbunden ist, ist es auch bei Google eingeloggt. Und dann geht das Einloggen über den Webbrowser nicht. Und umgekehrt! Dazu kommt dass die Möglichkeiten Emails zu sortieren nicht allzu gelungen sind. Es funktioniert über sogenannte Labels, die man mit Themen wie „Arbeit“, „Freizeit“, „Hobby“, „Liebe“ usw belegen kann. Und dann muss man ziemlich umständlich zu den „Labels“ wechseln um überhaupt zu sehen, dass da was ist. Außerdem wird noch zwischen normalen und archivierten Mails im Postfach unterschieden. Und man kann mehrere Konten haben, aber sich dennoch immer nur einmal einloggen. Es ist alles ziemlich konfus und undurchsichtig. Ich glaube ich werde doch kein Googlemailer.

Aber es gibt ja noch viele ander Emailprovider. Um diese zu nutzen, hat mein Samsung ein einfach getricktes E-Mail Programm standardmäßig vorinstalliert. Dieses erkennt immerhin weitgehend automatisch die nötigen Einstellungen. Ich muss nur email-Adresse und Passwort eingeben. Allerdings nutzt es den POP3 Server, was den Nachteil hat, dass ich die Emails nicht auf dem Server bearbeiten kann, sondern die Emails heruntergeladen werden. Und standardmäßig holt es Emails unverschlüsselt ab. Das geht natürlich gar nicht, also unbedingt unter Menu-TasteOptionenKontoeinst. – Eingehende EinstellungenSicherheitstyp „SSL“ einstellen! Das Abrufen der Mails dauert auch erstaunlich lang, fast eine Minute. Immerhin löscht es in der Standardeinstellung nicht die Emails auf dem Server, so dass man sie später immer noch auf den Computer holen kann. Nett ist auch das Feature, dass neue Emails in der ausklappbaren Leiste obem am Touchscreen angezeigt werden.

web.de APP: übersichtlich

Deutlich bequemer und performanter sind die speziell optimierten Apps der großen Emailprovider wie GMX, WEB.DE, Hotmail, .. alle haben offenbar ganz gute Apps am Start. Web.de bietet sogar gleich drei Apps an: „Mail“, „SMS“ und „Radar“. Ich lade mir die „Mail“ App von WEB.DE herunter und sie funktioniert hervorragend. Sie erkennt alles automatisch und stellt zur Sicherheit auch gleich SSL ein. Man kann damit alles drei machen: Mails, SMS und Meldungen von der WEB.DE Seite lesen. Insofern sind die anderen beiden Apps eigentlich überflüssig. Die „Radar“ App, die wohl eine ähnliche Oberfläche wie im Webbrowser bieten und Lokalinformation liefern soll, kann ich nicht empfehlen. Bei mir stürzt sie dauernd ab, aber ich brauche sie eh nicht. Die Mail App hingegen läuft stabil und beißt sich auch offenbar gar nicht mit dem Standard-email Programm von Android – beide können koexistieren.

Grundsätzlich ist es sinnvoller mit einem Email-App über ein sogenanntes IMAP Konto zuzugreifen. Was ist der Unterschied? Bei IMAP bleiben die Daten immer beim Provider und ich kann sie gewissermaßen direkt auf dem Server lesen und bearbeiten.  Ich kann sie also auch verändern, einzelne z.B. offensichtliche Spammails löschen oder in einen Ordner schieben. Wenn ich mich später wieder vom Computer einlogge und meine Emails abhole, sind die Emails natürlich immer noch da (nur die, die ich bewußt gelöscht habe, sind im Papierkorb). Das ist das was ich brauche: Von unterwegs schnell die Emails checken, evtl ein wenig damit arbeiten oder was dringendes beantworten. Dann am Abend alle herunterladen und bei Bedarf archivieren. Komfortabel Emails zu lesen und zu bearbeiten ist auf jeden Fall eine sinnvolle Anwendung für ein Smartphone und ein Mehrwert gegenüber einem normalen Handy.

auf Einkaufstour im Android Market

2. Juni 2011

Zu den verführerischten Anreizen, sich ein Smartphone zu zulegen, gehören wohl die Programme oder auch Apps (kurz für „applications“). Diese kann man theoretisch auch direkt von den Programmierern im Internet beziehen. Besser ist es aber auf jeden Fall am Anfang sich auf die Auswahl des jeweiligen „market“ oder „store“ des Betriebssystem-Herstellers zu beschränken. Dort findet zumindest eine minimale Qualitätskontrolle statt, so dass die Gefahr, sich ein schlechtes oder gar bösartiges Programm herunterzuladen, geringer ist.

Ich begebe mich also in den für mein Handy zuständigen Supermarkt: Googles „Android Market“. Um den zu nutzen muss  ich mir ein Konto bei Google zulegen. Aber keine Angst: weder kostet das Konto Geld noch bedeutet es automatisch, dass ich für die Apps Geld ausgeben müssen. Es ist eigentlich nur eine Anmeldung.

Ich kann auf zwei Arten in den Market einsteigen:

  • über eine bereits auf dem Handy vorinstallierte App „Market“. Einfach anklicken und dann wird erklärt, wie es weitergeht
  • über meinen Computer und Internet auf die Webseite https://market.android.com/ Dies tue ich aber nur um mich – mit größerem Bildschirm – umzusehen. Zum Herunterladen direkt auf das Handy ist die App praktischer.

Der Market startet mit einem Eingangsbildschirm, auf dem mir einige Apps vorgestellt werden. Das ignoriere ich und sehe mir eher die Menupunkte an:

  • Apps: Hier bekomme ich (mehr oder weniger) nützliche Programme
  • Spiele: für Leute, die Zeit totschlagen müssen
  • Meine Apps: Eine Liste der Programme, die ich schon installiert habe, samt Möglichkeit zum Update

zu jedem Interessengebiet gibt es viele Apps

Ich gehe nun auf Apps und bekomme die nächste Auswahl:

  • Alle Anwendungen
  • Bücher & Nachschlagewerke
  • Comics
  • Effizienztools
  • Finanzen
  • Geschäftlich
  • Gesundheit & Fitness
  • Kommunikation
  • Lernen
  • Lifestyle
  • Live Hintergrund
  • Medien & Videos
  • Musik & Audio
  • Nachrichten & Magazine
  • Personalisierung
  • Reisen & Lokales
  • Shopping
  • Soziale Netze
  • Sport
  • Unterhaltung
  • Verkehr
  • Widgets
  • Bibliotheken & Demos

Das sind doch schon mal ein paar Kriterien und Interessengebiete! Wenn ich auf eines der Themen klicke, bekomme ich zunächst eine Liste der kostenpflichtigen Apps angezeigt. Ich klicke gleich weiter auf den zweiten Reiter, der die kostenlosen Apps auflistet. Ich stelle schnell fest, dass es zumindest im Android-Market für so gut wie jeden Fall eine kostenlose App gibt oder zumindest eine etwas eingeschränkte kostenlose Version. Man kann also erstmal, ohne Geld auszugeben, in Ruhe ausprobieren und Erfahrung sammeln.  Das Stöbern dort macht auf jeden Fall einigen Spaß! 🙂 Toll ist auch die Funktion, dass man die Qualität der App bewerten kann und Erfahrungsberichte hinterlassen kann – bzw. die von anderen Benutzern lesen kann. Ist auch sicher kein Fehler bei ganz neuen Apps erstmal andere ausprobieren zu lassen und abzuwarten, bis dort Kommentare erscheinen.

hält die App was sie verspricht?

Wenn ich schon genauer weiß, was ich suche (z.B. aufgrund einer Empfehlung von Freunden oder aus einer Zeitschrift), gibt es auch eine Suchfunktion. Diese finde ich rechts oben mit dem Lupen-Symbol. Generell halte ich mich gerne, gerade am Anfang, an Empfehlungen von Fachleuten und Fachzeitschriften. Programmierer sind wie alle anderen Menschen auch fähiger oder weniger fähig, sorgfältiger oder schlampiger. Ich will nicht wirklich erstmal 20 schlecht programmierte Programme, die mein Handy zum Absturz bringen oder mich nur mit Werbung zumüllen, ausprobieren, nur um die eine Perle zu finden. Listen wie etwa „die zwanzig besten Apps“ finde ich zu Hauf im Internet, z.B. auf den Seiten von renommierten Online-Fachzeiten wie tecchannel, magnus oder cnet.

Nachdem ich meine App ausgewählt habe, klicke ich darauf und erhalte die Möglichkeit sie zu installieren. Nun kommt noch ein Bildschirm, der mir anzeigt, welchen Zugriff die App auf die Funktionen meines Geräts verlangt. Hier achte ich darauf, ob die angeforderte Berechtigung für die Programmfunktion wirklich Sinn macht. Klar, ein Navi-Programm braucht Zugriff auf GPS. Aber muss es auch SMS lesen und schreiben können? Soweit mir das bei einigen Apps merkwürdig vorkommt, lasse ich lieber die Finger davon.

Wenn die App installiert ist, ist sie zunächst mal nur in dem Bildschirm mit der Programmliste. Auch von dort aus kann ich sie starten und ausprobieren. Aber diejenigen, die ich häufiger benutze, installiere ich nun auch auf dem Standby Bildschirm. Dazu mehr im nächsten Beitrag.

mit einem WLAN Netz verbinden

1. Juni 2011

Theoretisch könnte ich die Internetfunktionen meines Smartphones auch nur mit Hilfe des Mobilfunknetzes (heute oft UMTS oder G3 genannt) nutzen. Das macht aber gerade bei einem Android Handy keinen Sinn:

  • Immer wenn man das Handy in der eigenen Wohnung (oder auch bei guten Freunden mit Internetanschluss) nutzt, würde man unnötig Teile der meist begrenzten Download Freimenge verbrauchen. Ist die einmal verbraucht gehts auch bei einer Flat rate den Rest des Monats nur noch im Schneckentempo.
  • Um Apps herunterzuladen und auf dem Gerät sinnvoll zu installieren, ist es am besten einen schnellen Internetzugang zu haben, bei dem man sich über die Download Menge keine Gedanken machen muss.

Daher ist einer meiner ersten Schritte mein Handy mit meinem heimatlichen WLAN (englisch: WiFi) Netz zu verbinden. Heutzutage sollte ein WLAN Netz natürlich unbedingt mit WPA2 Verschlüsselung betrieben werden und daher muss das Handy das auch können.

Mein Samsung zumindest kann es ohne Probleme. Ich gehe einfach auf Einstellungen – Drahtlos und Netzwerk – WLAN Einstellungen. Dort setze ich einen grünen Haken  bei WLAN. Nun sehe ich nach einer Weile die in  der Umgebung verfügbaren Netze (eventuell gibt es noch weitere deren Namen/SSID nicht angezeigt wird). Normalerweise finde ich mein Netz in der Liste und klicke drauf. Und schon werde ich aufgefordert das Zugangskennwort einzugeben. Das ist nun gerade bei einem längeren Kennwort mit der Samsung Touch Tastatur nicht ganz einfach, weil man sich leicht vertippt. Ich setze mal vorsichtshalber den Haken bei Passwort anzeigen, um eine Fehleingabe zu vermeiden. Übrigens habe ich es hier schon bei anderen „Smart“-Phones erlebt, dass es nicht möglich war ein längeres Passwort hier einzugeben oder bestimmte Sonderzeichen nicht möglich waren. Mein Samsung macht hier glücklicherweise keinerlei Probleme.

WLAN Passwort eingeben

Nach kurzer Zeit bin ich mit meinem Netz verbunden. Normalerweise ist in einem WLAN Netz DHCP aktiviert. Das ist ein Mechanismus um einem neu angeschlossenen Gerät eine IP Adresse zuzuteilen. Falls nicht, muss ich die IP Adresse selbst eingeben. Anschließend kann ich mir die IP Adresse (z.B. 192.168.1.34) anzeigen lassen – bei meinem Gerät geht das durch Klicken auf das entsprechende WLAN Netz.

Zu beachten ist, dass mein Smartphone nun öfter mal mit dem Internet verbunden sein kann, ohne dass mir das unbedingt bewußt ist. Das Gerät merkt sich das Passwort und wird sich ab nun immer mit dem Netz verbinden – wenn die WLAN Funktion grundsätzlich eingeschaltet ist und das Netz in erreichbarer Nähe ist. Wenn ich das nicht will, muss ich WLAN deaktivieren. Das empfiehlt sich, wenn man das Handy längere Zeit nicht nutzt. Sonst kann jede installierte App ins Internet funken und auch der Akku wird mit der Zeit leer gesaugt, da WLAN viel Strom verbraucht. Einschalten kann ich die WLAN Funktion ja immer schnell und nach 1 min bin ich wieder online.

Eine nette Spielerei und vielleicht sogar manchmal nützlich sind verschiedene Tools, die ich im Google Android market (dazu später mehr) gefunden habe. z.B. der „WiFi-analyser„, der die erreichbaren Netze mit Kanalbelegung und Signalstärke grafisch anzeigt. Damit kommt man möglicherweise auch Kanalkonflikten mit dem WLAN in der Nachbarwohnung auf die Spur.

WiFi-Analyser zeigt die verfügbaren WLAN Netze an

Fremde Bilder auf der SD Karte

30. Mai 2011

Um zu erkunden, was auf dem Smartphone bisher so an Daten drauf ist, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Als erstes probiere ich eine standardmäßig installierte Anwendung, die als  „Galerie“ bezeichnet wird. Ich weiß nicht, wer sich diese Bezeichnung ausgedacht hat, aber sie scheint allgemein gebräuchlich – ich kenne sie schon von meinem weit weniger komplexen Nokia 6300. Dort bezeichnet sie allerdings eine Art Filemanager. Hier sehe ich hingegen nur Bilder und Fotos aus verschiedenen Anwendungen ohne Hinweis, wo genau sie abgelegt sind.

Ich klicke also Galerie und stoße zu meinem Erstaunen auf mehrere Fotos einer jungen Frau. Keine Nacktfotos, aber doch immerhin eindeutig privat. Wo kommen die denn her? Offenbar hat der Vorbesitzer das Handy nicht richtig gelöscht! Ich probiere das Handy ohne SD Karte zu starten (was kein Problem ist) und die Fotos sind verschwunden. Offenbar liegen sie nicht im Handyspeicher, sondern auf der SD Karte. Der Vorbesitzer hat wohl auf dem Gerät selbst einen Factory reset gemacht aber vergessen die SD Karte zu säubern.

Das will ich mir nun genauer ansehen. Ich schalte das Samsung aus und entnehme die Micro-SD Karte. Mit Hilfe des mitgelieferten Adapters mounte ich die Karte in einem SD Slot meines Computers. Nun sehe ich die Karte wie ein Festplattenlaufwerk mit allen Ordnern und Dateien. Die Fotos finde ich einem Ordner DCIM-Camera. „DCIM“ kenne ich schon von meinem Digitalkamera. Es steht für „Digital Camera IMages“ und ist der Standard-Ordner für aufgenommene Fotos – unverschlüsselt als .jpg Files. Löschen allein reicht hier noch nicht, denn wie auf einem Festplattenlaufwerk auch gibt es Möglichkeiten und Programme, um gelöschte Dateien wieder herzustellen. Aber in diesem Fall hat der Vorbesitzer die Daten auf der SD Karte noch nicht einmal gelöscht.

Ich beende meine Recherche und formatiere die SD Karte neu. Nach Neustart und Initialisierung sind die Fotos nun hoffentlich endgültig weg. Der Vorbesitzer hat nochmal Glück gehabt. Wenn er mit seiner Unvorsichtigkeit an den Falschen gerät, kann das ganz schön Ärger mit der Freundin geben. Auch wenn es keine Nacktfotos sind – mit Privatfotos läßt sich im Internet viel Unsinn anstellen. z.B. tauchen in Sozialen Netzwerken immer wieder gefakte Identitäten auf, für die offenbar von fremden Festplatten geklaute Privatfotos benutzt wurden.