screenshot auf LG smartphone

Verfasst 18. April 2012 von Andreas Waibel, Frankfurt
Kategorien: Android, Apps, Fotografie, Hardware

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Da ich jetzt ein neues Androidgerät habe, muss ich mir natürlich – speziell als Blogger – nochmal Gedanken machen, wie ich den Bildschirminhalt für die Dokumentation abgespeichert kriege. Bei meinem vorigen Samsung Handy gab es ja dafür eine Geräte-eigene Funktion durch gleichzeitiges Drücken der Zurück und Home Taste. Praktischer allerdings war die kostenlose App Screen Capture Shortcut Free, mit der man verzögert einen screenshot machen konnte und die auch ohne root funktionierte. Ich hole mir also gleich mal diese bewährte App und installiere sie auf meinem LG. Doch leider: Gegenwärtig scheint dieses Programm nur die Samsung Galaxy Serie zu unterstützen.

Also kucke ich erstmal im Handbuch nach, ob das LG-P990 eine ähnliche Funktion intern eingebaut hat. Auf Seite 38 werde ich fündig:

Screenshot erstellen

Wenn Sie gleichzeitig auf die Home- und die Ein-/Austaste/ Sperrtaste drücken wird von dem aktuellen Bild ein Screenshot erstellt. Sie hören das Auslösegeräusch einer Kamera. Dieses Bild wird dann auf dem Speicher abgelegt. Sie finden es in der Galerie. (Beachten Sie, dass Sie keine Screenshots von Videos erstellen können.)

Das probiere ich gleichmal. Ist genauso fummelig und umständlich wie es klingt, aber es funktioniert immerhin. Das Bild finde ich schnell über die Systemapp Galerie, den eigentlichen Pfad sehe ich aber dort nicht. Den kriege ich raus mit Hilfe des bereits früher bewährten ES Datei Explorer. Den Pfad zu wissen ist immer dann wichtig, wenn ich das Screenshot-Bild woanders hin kopieren oder weiterverarbeiten will, also eigentlich immer. Ich kriege dann raus, dass der Screenshot auf der internen SD Karte im Verzeichnis /sdcard/CapturedImages/ abgelegt wird.  Wenn ich das Handy per USB an den Computer anschließe, wird mir auch die interne Karte als Laufwerk geöffnet; ich kann das Bildschirmfoto also bequem rüberkopieren.

Allerdings ist mir der Auslösevorgang zu umständlich und zu wenig flexibel. Durch mein vorher genutztes Capture-Tool bin ich verwöhnt und hätte gerne etwas ähnliches, speziell mit der Funktion, mit einer einstellbaren Verzögerung einen Screenshot zu machen. Ich forsche also mal bei Google Play nach, ob es auch etwas gibt, was mein LG Handy unterstützt. Dabei kommen für mich nur Tools ohne root Zugriff in Frage, weil ich wirklich nicht einsehe, irgendeinem mir unbekannten Programmierer wegen so einer banalen Funktion vollständigen und unkontrollierbaren Zugriff auf mein System zu geben.

Screenhot UX hat viele nützliche Optionen

Das an und für sich kostenpflichtige Tool Screenshot UX verspricht, dass es auf vielen Geräten auch ohne root läuft und hat immerhin eine kostenlose trial Version, mit der man 15 Screenshots machen kann. Mein LG-P990 ist unter den Geräten, die ohne root supportet werden, daher probiere ich das gleich mal aus. Und in der Tat: Die App tut, was sie verspricht, und bringt auch all die Funktionen mit, die man erwartet, und sogar noch einige mehr:

  • screenshot über einen Button auslösen, den man auf dem Bildschirm verschieben und sogar in der Größe verändern kann
  • screenshot durch Schütteln auslösen
  • screenshot mit einstellbarer Verzögerung auslösen
  • countdown anzeigen oder verbergen
  • wählbare Aktion nach dem screenshot
  • Bildschirm ausschnitte auswählen
  • Größe des Screenshot-Bildes auswählen
  • Pfad wählen, unter dem das Bild abgespeicher wird, (z.B. auf der externen SD-Karte)
  • usw.

Soweit ich das versucht habe, funktioniert alles anstandslos. Diese App ist also eine sinnvolle Ergänzung zu der Systemfunktion über die Tastenkombination. Für jemand wie mich, der öfter den Bildschirminhalt festhalten muss, sind die 3,13 €, die die Vollversion kostet, sicher gut investiertes Geld.

interner und externer Speicher

Verfasst 15. April 2012 von Andreas Waibel, Frankfurt
Kategorien: Android, Apps, Hardware

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Ein besonders herausragendes Merkmal meines neuen Handy, LG-P990, ist der große interne Speicher. So schreibt etwa der Focus in einem Artikel, der das Gerät in den höchsten Tönen lobt: „Das interne Gedächtnis fasst acht Gigabyte, von denen im Auslieferungszustand noch 6,8 Gigabyte frei sind.“ In den Herstellerspezifikationen des Geräts heißt es hingegen: „Speicher intern/extern Ca. 5.5GB interner Speicher, microSD Speicher-Slot für bis zu 32GB“.

Das will ich jetzt doch etwas genauer wissen. Unter Einstellungen – Speicherverwaltung finde ich folgende Auflistung:

  • Speicherkarte: Hiermit ist offensichtlich die externe SD Karte gemeint, die ich zusätzlich hineingesteckt habe. Von dem Nennwert 16 GB werden hier immerhin 14,90 GB als verfügbarer „Gesamtspeicher“ angeben.
  • Interne Speicherkarte: Hierbei handelt es sich offenbar um eine festeingebaute Flash-Karte, die bei dem offiziell angegeben internen Speicher mitgerechnet wird. Der verfügbare Gesamtspeicher wird hier mit 5,51 GB angegeben.
  • Telefonspeicher: Der „verfügbare Speicher“ wird hier im Auslieferungszustand mit 1,20 GB angeben.

Die Angabe verfügbarer Speicher ist zumindest unvollständig, denn es wird nicht mitgeteilt, wieviel Telefonspeicher das Gerät ingesamt hat, inklusive des Teils der bereits durch vorinstallierte Apps oder anderes belegt ist. Um dem auf den Grund zu gehen nutze ich wieder mal mein bewährtes Tool Android System Info. Dieses zeigt mir folgendes an:

  • Internal Memory: 1487 ,62 MB, davon 1229,11 MB frei
  • SDCard: 5638,59 MB, davon 5409,03 MB frei
  • External SDCard: 15261,25 MB, davon 15261,06 MB frei
  • RAM: 372 MB, davon 76 MB frei

Das kann schon alles ganz schön verwirren. Die Speicherverwaltung unterscheidet zwischen TelefonspeicherSpeicherkarte (=extern) und interner Speicherkarte, mein Tool hingegen zwischen Internal Memory, SDCard (=intern) und External SDCard. Aber nachdem jetzt die Begriffe klar sind, kann ich die Werte vergleichen und sie stimmen einigermaßen überein.

Ich finde dann auch im weiteren heraus, dass sich Apps erstmal nur in dem Internal Memory installieren lassen. Nutzt man das (nicht bei allen Programmen mögliche) Verschieben der App auf die SD Karte (kurz: App2SD), dann wird das Programm ganz oder teilweise auf die interne SDCard verschoben. Die External SDCard ist nur für Daten nutzbar und das auch nur, wenn man in den Einstellungen der App einen Pfad angeben kann.

Somit müßte die korrekte Beschreibung der Speicherfähigkeiten des LG-P990 also eigentlich lauten:

  • 1,5 GB interner Speicher (direkt für Apps nutzbar)
  • dazu eine interne SD Karte mit 5,5 GB (für App2SD nutzbar)
  • Erweiterungsmöglichkeiten mit externer SD bis zu 32 GB (nur für Daten nutzbar)

Mein Gerät hat also in Wahrheit viel weniger direkt nutzbaren Speicher als die offiziell angebenen 5,5 GB (wobei freilich auch 1,5 GB für meine App Sammlung reichen sollte). Auch andere Hersteller flunkern beim Speicher offenbar ganz gern, also sollte ich beim Kauf eines Smartphones schon aufpassen, wieviel davon ich wirklich für welchen Zweck nutzen kann.

Software update und Branding

Verfasst 11. April 2012 von Andreas Waibel, Frankfurt
Kategorien: Android, Hardware, PC-Software

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Beim Kauf meines LG Smartphones habe ich natürlich darauf geachtet, dass es simlock-frei ist, d.h. ich es mit jedem beliebigen Netz, Vertrag oder Prepaid nutzen kann. Davon zu unterscheiden ist nochmal ein sogenanntes Branding. Darunter versteht man eine festeingestellte Vorkonfiguration der Geräte-Soft(Firm)ware für ein bestimmtes Netz, bzw. einen bestimmten Provider. Mein LG Gerät stammt offenbar ursprünglich aus einem Vodafone Vertrag und kommt daher mit einem Vodafone-Branding daher. Branding hat meist einige Nachteile, u.a.

  • Software Updates sind oft erst später oder gar nicht verfügbar
  • meist sind einige Applikationen vorinstalliert, die sich nicht entfernen lassen. Diese kosten auch dann Speicher und Systemresourcen, wenn ich sie gar nicht nutze.
  • oft sind bestimmte Links und Funktionen fest mit speziellen Online-Diensten des ausliefernden Providers verbunden. Wenn ich mich aber nun in einem anderen Netz befinde, kann ich diese meist gar nicht sinnvoll nutzen.

Grundsätzlich läßt sich das Branding entfernen. Dazu müsste ich allerdings das Betriebssystem zuerst durch ein spezielles Custom ROM Betriebssystem ersetzen und könnte anschließend die Orginal-Android-Software des Herstellers LG ohne Branding zurückspielen. Sinnvoll ist es, vorher mal im Internet nachzuforschen, ob das schon jemand für genau dieses Gerät versucht hat und das problemlos gelaufen ist. In der Tat finde ich einige Hinweise im Internet für genau meinen Fall.

Ich komme aber dann zu der Schlußfolgerung, dass der ganze Aufwand gar nicht nötig ist. Das Branding macht sich fast nur durch das Vodafone Symbol als Animation beim Einschalten bemerkbar. Das Gerät hat so viel Speicher, dass die paar vorinstallierten (und meist sinnvollen) Apps kaum stören. Alle anderen Voreinstellungen lassen sich löschen oder verändern. Und vor allem: Das unbedingt sinnvolle Update auf Gingerbread (Android 2.3.4) ist auch für die Vodafone Version bereits erhältlich.

Ich mache mich also gleich als erstes daran, die Software auf den neuesten Stand zu bringen. Dazu installiere ich auf meinem Windows PC von der LG Seite den USB Treiber und die „PC Suite“. Anschließend verbinde ich mein Gerät per USB-Kabel. Die Anleitungen und Hinweise in den Software-Menus wirken etwas wirr und widersprüchlich und der ganze Prozess läuft komplizierter als nötig ab. Eine Software startet eine andere, dann kommt wieder die Nachfrage, ob ich die USB Treiber installiert habe. ??? Zwischendurch dann nochmal die Meldung, dass die Kommunikation unterbrochen wurde und ich das Handy trennen und wieder anstecken soll. Das tue ich mal besser nicht, denn genau das soll ich ja während eines Updates tunlichst vermeiden. Ich drücke wiederholen und nun klappt es endlich. Schließlich startet mein LG Gerät von selber neu und eine Überprüfung der Softwareversion (über Telefoninfo in den Einstellungen) zeigt, dass ich nun Android 2.3.4. mit LGE-Version LGP990-V20e habe. „LGE“ heißt hier wohl LG Edition und das „V“ in V20e steht wohl für Vodafone.

Jedenfalls habe ich nun einen halbwegs aktuellen Softwarestand, der wohl auch schon einige Bugfixes (=Fehlerbereinigungen) für Version 2.3.4 enthält. Das wird mir hoffentlich eine Reihe von kleineren und größeren technischen Problemen, über die in diversen Foren berichtet wird, von vornherein ersparen.

Optimus Speed hardware

Verfasst 10. April 2012 von Andreas Waibel, Frankfurt
Kategorien: Hardware

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Oh Mann, das ist vielleicht ein Riesen-Drum! Irgendwie hatte ich mir das (bei ebay ersteigerte) Androidphone LG Optimus Speed P990 etwas kleiner vorgestellt. Und nun kann ich es gerade noch in der Handfläche halten. Die Maße betragen 126,4 x 63,8 x 10,9 mm bei einer Bildschirmdiagonale von 10,16 cm (4,0″) . Etwas kleiner als das Galaxy S2 (4,27″) aber immer noch gut 25% mehr als ich bisher hatte.

Schon beim ersten Ausprobieren stelle ich fest, dass das Arbeiten mit so einem beinahe-Tablet deutlich mehr Spaß macht als das manchmal knifflige Tippen auf dem kleinen Touchscreen meines vorigen Smartphones. Dazu hat das LG eine hohe Auflösung (800 x 480 Pixel) mit brillianten Farben. Das Arbeiten ist flüssig, die Reaktion auf Tastendruck und Ziehen schnell, ja manchmal sogar fast zu schnell.

Am unteren Rand befinden sich 4 Touchscreenknöpfe: Menu, Homescreen, Zurück und Suchen. Hier vermisse ich die als Druckknopf ausgeführte Startbildschirmtaste meines Samsung etwas, mit dem ich den Bildschirm schnell anschalten konnte. Beim LG muss ich das Gerät immer erst mit dem Ein/Ausschalter Oben rechts aus dem Schlaf erwecken. Etwas umständlich, aber ich werde mich schon dran gewöhnen.

Positiv fällt mir auch noch das Ladekabel auf; dieses besteht aus einem Stromstecker, in den ich ein Standard micro-USB-auf-USB Kabel einstecke. Alternativ kann ich dieses Kabel direkt an den PC stecken, so dass ein gesondertes Kabel zur Datenübertragung entfällt. Bevor ich jetzt irgendetwas anderes mache, gebe ich dem Handy erstmal Saft und beschäftige mich einstweilen mal mit dem kleinen Handbuch. Außerdem suche und finde ich die zuständige Support Seite des Herstellers LG.  Kann ich nur jedem empfehlen beim Neukauf eines Gerätes wenigstens kurz diese Infos zu überfliegen. Ich lerne eigentlich immer etwas nützliches dabei, was ich andernfalls vielleicht übersehen oder erst viel später bemerkt hätte.

Nun stecke ich noch meine SIM Karte und eine externe micro-SD Karte hinten in das Gerät ein.  Als SD Karte habe ich mir eine kostengünstige 16GB class 6 besorgt (siehe auch früheren Artikel dazu). Ich brauche mehrere Versuche, bevor die Karte einrastet, aber dann habe ich den Dreh raus. Das Einstecken der SIM ist noch kniffliger. Den kleinen Pfeil mit Symbol für die richtige Einschubrichtung übersehe ich zuerst und das wieder Rausholen schaffe ich nur mit einem Schraubenzieher. Aber schließlich werden meine Mühen belohnt und mein LG erkennt nach dem Einschalten sowohl Netz als auch externen Speicher.

Somit habe ich die Hardware nun erstmal vorbereitet und kann mich der Software und der eigentlichen Funktion zuwenden.

Neues Handy neues Glück

Verfasst 7. April 2012 von Andreas Waibel, Frankfurt
Kategorien: Android, Hardware

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Jetzt habe ich ziemlich lange nichts geschrieben, obwohl ich Android täglich benutze und ich einige Funktionen aus meinem Alltag gar nicht mehr wegdenken mag. Für viele Aufgaben war mein bisheriges, sehr günstiges Handy (Samsung Galaxy Gio) auch völlig ok. Aber vor allem die Begrenztheit des internen Speichers (150 MB) hat mich doch beim Testen und damit auch beim darüber Schreiben ziemlich ausgebremst. Inzwischen sollten ja einige besser ausgestattete Modelle deutlich billiger geworden sein. Ich mache mich mal an die Recherche …

Mein erster Gedanke ist natürlich das Samsung Galaxy S2; das gilt ja nach wie vor als das beste Android-Smartphone überhaupt, hat 16 GB Speicher (von dem allerdings nur 2G für Apps nutzbar sind), einen besseren Bildschirm und auch sonst lauter gute Noten. Aber ein Blick in die Angebote zeigt, dass das Gerät auch preislich immer noch top ist. Selbst gebrauchte Geräte sind kaum unter 300 € zu haben.

Als erste Alternative fallen mir da die verschiedenen Varianten des HTC Desire bzw. des HTC sensation ein, die galten mal als direkte Konkurrenten des Galaxy S2. Allerdings stoße ich bei meinen Recherchen auch auf Berichte, wonach es gerade in Bezug auf den internen Speicher (500 – 768 MB) beim desire einige technische Probleme geben soll, die dazu führen, dass man keine weiteren Apps installieren kann. Vor allem aber scheinen die HTC Smartphones immer noch echte Kulthandys zu sein, die auch gebraucht noch Spitzenpreise erzielen.

Ich habe generell wenig Lust, mehr Geld als nötig nur für eine Modemarke zu bezahlen; für mich zählt ganz pragmatisch das Preis-Leistungs-Verhältnis. Am besten wäre also ein Gerät, das eigentlich technisch gut ist, aber (eventuell aus Gründen, die für mich weniger wichtig sind) eher unbeliebt und unterschätzt ist. Mal sehn …

Das LG-P990 - ein unterschätztes Smartphone?

In der Tat finde ich schnell ein solches Modell: das LG-P990 Optimus Speed. Das hat satte 5,5 GB internen Speicher, einen schnellen Dualcore Prozessor und soll einen hervorragenden Bildschirm haben. Beim Erscheinen letztes Jahr wurde es offenbar in allen Test knapp hinter den Spitzenmodellen von Samsung und HTC eingeordnet.

Das Problem mit diesem Handy war aber bisher offenbar, dass es kaum Software-Upgrades gab, so dass die Benutzer weiter auf die alte Android 2.2. (Froyo) Version angewiesen waren. Wohl deswegen klagen viele auch über hohen Stromverbrauch bzw. kurze Akkulaufzeiten. Aus Erfahrung mit meinem Gio weiß ich aber, dass sich gerade die Akkulaufzeit mit Android 2.3 (Gingerbread) deutlich verbessert. Die jammernden Klagen scheinen auch alle noch von 2011 zu sein, hat sich vielleicht seitdem etwas verändert? In der Tat, nun scheint es endlich das lang ersehnte Upgrade zu geben. Und damit fällt für mich das wichtigste Gegenargument gegen den Kauf dieses Handys weg.

Glücklicherweise scheinen die meisten Schnäppchenjäger die neue Sachlage noch nicht mitgekriegt zu haben. Die Gebrauchtpreise für das Optimus Speed sind richtig zivil im Vergleich zu den Spitzenmodellen von Samsung und HTC. Ich beobachte mal eine Weile bei ebay einige Angebote und dann gelingt es mir doch tatsächlich ein gut erhaltenes Gerät für knapp über 160 € zu ersteigern. Etwas mehr als ich eigentlich ausgeben wollte, aber dafür technisch sicher ein Quantensprung. Nun bin ich gespannt, ob meine theoretischen Überlegungen zum Preis-Leistungs-Verhältnis sich auch in der Praxis bewähren.

3-2-1 ebay auf dem Handy

Verfasst 28. November 2011 von Andreas Waibel, Frankfurt
Kategorien: Apps, soziale Aspekte

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Dank ebay ist das Versteigern und Ersteigern von gebrauchten oder falsch gekauften Dingen ist inzwischen ja auch in Deutschland zum Volkssport geworden. Bisher wurden die meisten derartigen Geschäfte vom PC aus abgewickelt, wobei offenbar auffallend ist, dass die besten Preise oft zu Uhrzeiten erzielt werden, wo viele potentielle Käufer eigentlich im Büro sitzen. Aber diese Frage will ich jetzt nicht weiter erörtern …

Mich interessiert jetzt: Macht es tatsächlich Sinn typische ebay-Aktivitäten wie:

  • selbst neue Angebote einstellen
  • interessante Angebote finden, prüfen und beobachten
  • Fragen zu den Produkten stellen und beantworten
  • mitsteigern
  • in der Endphase einer Versteigerung andere überbieten und erfolgreich Dinge ersteigern
  • Bezahlung und Bewertung nach erfolgreichem Ersteigern

auf einem Android-Handy abzuwickeln?

eBay selbst bietet für Android eine offizielle app. Diese macht gleich einen guten Eindruck. Nachdem ich einmal meine eBay-Benutzerdaten eingegeben habe, lande ich auf einer Startseite, die die wichtigsten Optionen bietet. Direkter Zugriff u.a. auf

  • „Mein eBay“, wo ich z.B. Angebote, die ich unter Beobachtung gestellt habe, aufgelistet finde.
  • Nachrichten
  • die Ergebnisse von gespeicherten Suchanfragen
  • aktuelle Schnäppchenangebote

Ich kann sowohl eine neue Suche nach Artikeln starten, als auch einen eigenen Verkauf starten. Letzteres macht wohl vor allem bei Artikeln Sinn, die wenig Text zur Beschreibung brauchen (sonst mache ich das doch lieber am PC). Dafür kann ich bei solchen Artikeln schnell mit dem Handy ein Foto schießen und es direkt hochladen. Wenn es mal schnell gehen muss, werde ich das ausprobieren.

Im Moment aber interessiert mich mehr die Kauf-Option. Das Problem bei ebay ist ja oft, dass ich oft gerade dann, wenn eine interessante Auktion endet, unterwegs bin. Wenn ich wirklich etwas haben will, klappt es irgendwie selten schon vorab zu bieten. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es nur dann günstig wird, wenn ich in letzter Minute (oder sogar Sekunde), quasi überraschend für alle Mietbieter, bis zu meinem Maximalpreis gehe. Ob das auch vom Handy aus klappt? Immerhin könnten sich durch den Verbindungsaufbau über das Telefonnetz Verzögerungen ergeben, die mich aus dem Rennen werfen.

Ich suche also am PC in Ruhe ein Angebot aus, das mich interessiert (was genau wird erst in einem der nächsten Beiträge verraten) und stelle es auf „Beobachten“. In der ebay App kann ich unter Einstellungen – Benachrichtigungen sicherstellen, dass ich 15 min vor Schluss über die Android Infoleiste informiert werde. Das klappt auch auf Anhieb, nur ein eigene Melodie speziell für ebay wäre noch gut, um die Erinnerung von anderen Messages zu unterscheiden. Es ergibt sich, dass das Ende der Auktion mich genau in der S-Bahn erreicht. Ich gebe also einige Minuten vor dem Showdown mein Angebot ein (das deutlich über dem letzten Gebot liegt) und warte. 20 Sekunden vor dem Ende drücke ich dann auf bieten – und gewinne in der Tat die Auktion. Der Preis, den ich so erzielt habe liegt rund 10% unter dem niedrigsten Preis für ein vergleichbares Angebot in der letzten Zeit – also habe ich wohl dank meiner mobilen Bietstrategie wirklich ein Schnäppchen gemacht.Den endgültige Abschluss des Kaufs mache ich dann wieder zu Hause vom Computer aus – Kontotransaktionen will ich nicht unbedingt von einem Mobilgerät aus machen. Aber wenn ich die Auktion erstmal gewonnen habe, eilt es ja auch nicht mehr.

Fazit: Die ebay App ist wieder so ein typischer Fall, wo eine Kombination von PC und Mobiler Anwendung Sinn macht. Klar ist es nicht besonders bequem, auf dem Minibildschirm lange Listen zu durchscrollen. Und komplexe Artikelbeschreibungen gebe ich doch lieber auf einer richtigen Tastatur ein. Aber wenn es schnell gehen muss von unterwegs, dann macht die ebay App unbedingt Sinn.

Androidtricks

Verfasst 1. November 2011 von Andreas Waibel, Frankfurt
Kategorien: Android, Bedienung

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Artikel über Androidphones beschränken sich meist auf mehr oder weniger objektive Tests von Leistung, Optik oder Bedienkomfort. Oder aber es wird die hundertste Liste von Apps, die angeblich jeder haben muss, ins Netz gestellt. Es geht aber auch anders: Die Welt hat mal „15 clevere Tipps für Android Smartphones“ zusammengestellt. Dabei hat der Autor sich vor allem auf weniger bekannte, aber nützliche Funktionen des Android-Betriebssystems konzentriert:

  • mit dem Taskmanager zuletzt genutzte Apps anzeigen
  • Sprachsteuerung durch langes Drücken auf das Lupensymbol (Suche-Taste) starten
  • Verknüpfungen auf dem Bildschirm anlegen
  • mit Ordnern für Ordnung sorgen
  • Kontextmenu von Internetaddressen
  • aus der Kontaktliste verschiedene Aktionen starten
  • Mit dem Foto verzögert und mit Autofokussierung ein Selbstporträt aufnehmen
  • durch Doppeldruck auf die Leertaste den Satz mit Punkt und Abstand beenden
  • eine Webseite nach einem Wort durchsuchen
  • Umlaute durch längeres Drücken auf den Stammbuchstaben herbeiholen
  • bestimmte Anrufer automatisch zur Mailbox umleiten.
  • Internetadressen direkt bei Facebook einstellen
  • Datum in der Statuszeile
  • Das Klingeln eines störenden Anrufs schnell stumm schalten
  • Listenansicht für Favoriten und besuchte Seiten im Browser durch längeres Drücken der zurück-Taste

Na, da sind ja auch für mich noch ein paar Dinge dabei, die ich so noch nicht wußte. Und dafür gilt dann in der Tat: „Wenn man es weiß, ist es einfach„.