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Bloggen unterwegs

4. Juli 2011

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Das darf natürlich bei einem Android Blog nicht fehlen: die App zum Bloggen! Ich benutze hier die von WordPress, die sowohl mit einem Blog bei wordpress.com als auch mit einem eigenen Server funktioniert. Andere Dienste haben ihre eigenen Apps.
Das ganze funktioniert gut und ist erstaunlich übersichtlich. Ich kann nicht nur Texte und Kommentare lesen und editieren, sondern auch Statistiken abrufen. Nur das 10-Fingersystem klappt nicht auf dem Touchscreen. Und das ist ja sonst mein Vorteil. Da heißt es dann: Fasse dich kurz!

Soweit mein Text, den ich direkt vom Handy mit der App WordPress Version 1.4.1 hochgeladen habe. Leider zeigen sich dann beim Ergebnis doch ein paar Probleme. Insbesondere scheint das Programm versteckte Probleme mit deutschen Umlauten zu haben. Wenn ich ü,ö,ä usw eintippe und dann den Artikel nochmal aufrufen, werden mir die als kryptische Zeichen angezeigt. Der WordPress-Server scheint aber damit klar zu kommen – im Endergebnis, werden die Umlaute auf dem Blog richtig angezeigt. Trotzdem ziemlich irritierend.

Auch das Hochladen von Bildern ist nicht ganz einfach. Zwar kann ich über die Media – hinzufügen Funktion die Bilder online stellen. Aber die Einbindung in den Text geschieht dann nur über HTML code

<img style=“display:block; margin-right:auto …

Will ich die Position des Bildes verändern kann ich das nur über HTML. Das geht zwar prinzipiell, aber mit der Handy-Tastatur ist das nicht gerade ein Vergnügen. Einfach die Größe von Bildern ändern wie im üblichen WordPress-Editor ist auch nicht.

Solchermaßen enttäuscht begebe ich mich auf die Suche nach Alternativen. Ich stoße auf ein Blog, das eine App namens wpTogo anpreist. Doch von der Seite des Entwicklers erfahre ich, dass das wohl nur die Vorgängerversion meiner offiziellen WordPress App ist.

Im Market finde ich zunächst nur noch eine Alternative, die mit WordPress Blogs umgehen kann und die ist noch in der Beta Version: Blogaway Lite(Beta). Die App wurde wohl ursprünglich für den Blogger Dienst programmiert und wird jetzt auf WordPress erweitert.

Ich teste sie mal. Das Anlegen eines Accounts und der Zugriff auf das Blog funktioniert einwandfrei. Ich kann mir auch alle meine bisherigen Postings auflisten lassen. Offenbar habe ich darauf aber nur read-only Zugriff – bearbeiten und somit nachträgliches Fehlerkorrigieren von unterwegs ist nicht. Auch die grundsätzlich vorhandene Funktion Drafts funktioniert noch nicht ebenso wie Settings. Zugriff auf Statistiken u.ä. fehlt ganz.

Ich teste die Funktion New post, was ja von unterwegs auch das wichtigste ist. Dazu schreibe ich einen kurzen Text mit Umlauten und hänge ein Bild an. Das Ergebnis sieht folgendermaßen aus:

Dies ist ein Test. Umlaute? äöüß

.. also gut. Auch das Bild wird korrekt hochgeladen, wobei ich wie bei der Standard App keine Möglichkeit habe, die Positionierung direkt zu beeinflußen. Allerdings wird der Text direkt veröffentlicht, obwohl ich ein Häkchen Save to drafts angeklickt habe. Ach ja – die Draft Funktion geht ja noch nicht 😦

Fazit: diese alternative App ist durchaus ausbaufähig. In der derzeitigen – wohl frühen – Beta Version ist das Ding aber noch nicht wirklich brauchbar. Muss ich jetzt abwarten ob die Programmierer der Standard-Wordpress-App schneller sind mit der Lösung der Probleme oder der Programmierer von Blogaway sein Programm zu Ende entwickelt?

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schlicht aber funktioniert: Postbot

Ich kucke nochmal und finde in dem Blog einen Hinweis auf ein älteres minimalistisches App für WordPress: Postbot. Ich finde es auch unter diesem Namen im Market. Scheint in der Tat etwas älter zu sein. Auch die letzten Nutzerbewertungen sind von 2010. Egal, das probiere ich jetzt auch noch aus.

Und oh Wunder: Der Postbote kann das, was die anderen nicht (richtig) können.

Die App

  • läßt mir (ganz zu Beginn beim Anlegen des Blogs) die Wahl, mit welcher align Methode (links, rechts, zentriert) ich Bilder einfüge.
  • kann mit Umlauten umgehen.
  • speichert neue Beiträge optional als draft ab, so dass ich sie dann auch nochmal aufrufen und weiterbearbeiten vor dem Hochladen. Das Hochladen selber geht aber nur mit publish (=Veröffentlichung).

Nun habe ich also zumindest ein Programm, das einigermaßen tauglich für kurze Beiträge von unterwegs ist. Die offizielle WordPress App wäre natürlich besser, weil sie viel mehr kann. Vielleicht werden ja die Fehler in der nächsten Version beseitigt. Man soll die Hoffnung nicht aufgeben.

Sinn und Zweck dieses Blogs

23. Mai 2011

Dieses Blog ist in mehrfacher Hinsicht ein Selbstversuch, an dem ich euch teilhaben lasse. Zum einen ein erster Gehversuch in Sachen Bloggen (mit einem technischen und daher relativ unverfänglichen Thema 🙂 ), zum anderen ein Selbstversuch in Sachen Smartphone.

Bisher gehörte ich zu den Menschen, die immer beteuert haben, dass sie kein Smartphone brauchen, dass das nur ein modischer Schnickschnack sei ohne wirklichen Nutzwert. In der Tat fand ich es bisher immer noch praktischer und sicherer, Adressen und Telefonnummern in einem Notizbuch aufzuschreiben und meine Termine mit einem altmodischen Terminkalender zu verwalten. Und Programme laufen bei mir bevorzugt auf einem schnellen und superleisen Desktopcomputer, wo ich einen großen Bildschirm habe und sie auch mit Maus und Tastatur halbwegs bequem bedienen kann. Immerhin habe ich inzwischen auch einen kleinen leichten Eee-PC, mit dem ich nun auch unterwegs schreiben und ins Internet kann. An diesem beeindruckt mich besonders die lange Akku-Laufzeit von 8 Stunden.

Als Telefon nutze ich seit Jahr und Tag ein Nokia 6300. Es tut was es soll, hat eine gute Klangqualität und läßt sich sogar zum Fotografieren, Radio-hören und Abspielen von Hörbüchern überreden. Weitere sinnvolle „Apps“ habe ich noch nie vermißt.

Ihr seht: ich bin zwar kein Technologieverweigerer, aber doch ein schwieriger Fall für die Smartphoneindustrie, die mir ihre Geräte und Verträge aufdrängen will. Die Frage ist also nun: Was bringt mir ein Smartphone ganz konkret zusätzlich zu dem, was ich schon habe? Läßt es sich sinnvoll nutzen und wenn ja wie? Was muss man dabei beachten und wo lauern Fallen? Sind die Geräte und Servicemodelle tatsächlich schon ausgereift oder kann man getrost warten, bis die Preise niedriger, die Leistung höher und die Akkulaufzeiten länger sind?

Trotz meiner Skepsis bin ich ein neugieriger und technikinteressierter Mensch. Daher starte ich jetzt den Selbstversuch in Sachen Smartphone. Ich lade euch ein, hier an dieser Entdeckungstour teilzunehmen und hoffe, dass auch für Euch die eine oder andere nützliche Erfahrung abfällt.