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Melodien ausschneiden

20. Juli 2011

Hier nun – wie versprochen – der zweite Teil für fortgeschrittene Klingeltonenthusiasten.

Ich nehme jetzt mal an, ich habe in der Musikbibliothek keine geeignete Melodie gefunden. Stattdessen bilde ich mir ein, dass es unbedingt ein ganz bestimmter Song sein muss, der aber leider als Klingelton viel zu lang ist. Eigentlich möchte ich sogar nur eine kurze Sequenz aus diesem Song nehmen, vielleicht ein Gitarrensolo oder den Refrain .. Dafür gibt es eine Lösung: die App Ringdroid.

Nachdem ich sie heruntergeladen und gestartet habe, findet sie selbsttätig alle mp3 Stücke, die ich inzwischen auf meine SD-Karte kopiert habe. Als legale Quelle für solche Musik nehme ich z.B. den Amazon Musikstore oder gekaufte CDs, von denen ich einzelne Stücke ins mp3 Format gerippt habe. Diese Stücke erscheinen nun im Auswahlfenster von Ringdroid. Ich wähle nun eine bekannte Filmmusik, wo es dann im weiteren Verlauf heißt: „Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise, das mit seiner 400 Mann starken Besatzung fünf Jahre lang unterwegs ist, um neue Welten zu erforschen„.

Den Text möchte ich aber eigentlich lieber nicht – mich interessieren nur die Sternenklänge, die ersten paar Sekunden, bevor die Ansage kommt. Die will ich rausschneiden. Auf dem Bildschirm sehe ich die grafische Darstellung der Tonausschläge und kann mit zwei Schiebereglern Anfang und Ende festlegen. Mit dem Play Button kann ich mir den so gewählten Tonschnipsel vorspielen lassen. Sobald es passt, kann ich das kurze Stück mit dem Disketten-Symbol abspeichern (Ich könnte wetten, dass dieses Symbol immer noch im Gebrauch sein wird, wenn längst niemand mehr eine Diskette mit eigenen Augen gesehen hat). Beim Abspeichern hängt Ringdroid automatisch „Rufzeichen“ an den Namen des Musikstücks dran, damit das Orginal nicht überschrieben wird. Ich kann aber auch einen beliebigen anderen Namen wählen. Nach dem Speichern werde ich gefragt, ob ich die Melodie zum Standard machen will oder sie einem Kontakt zuweisen will. Das kann ich aber auch später aus den Einstellungen heraus machen.

Nun habe ich also die neue Tonsequenz zum Klingelton gemacht und probiere sie aus. Ich rufe mich einfach mal selber an. Das klingt schon ganz gut und richtig spacig. Das einzige Problem ist, dass das Ende meines Klingeltons nun ein wenig abgehackt klingt – wäre vielleicht besser die Lautstärke gegen Ende ein wenig runterzuregeln, aber dass kann Ringdroid leider nicht. Also begebe ich mich wieder auf die Suche. Im Android Market finde ich hier gleich hinter Ringdroid ein weiteres App, das verspricht das Ein- und Ausblenden (fade in/fade out) zu beherrschen: Ringtone Maker. Das lade ich mir, starte es und stelle erstaunt fest, dass es genauso aussieht wie Ringdroid. Aber halt, da sind ein paar neue Buttons und Einstellmöglichkeiten. Der runde grüngelbe Knopf mit den Pfeilen öffnet mir ein Fenster, in dem ich fade in und fade out in Schritten von 1 Sekunde einstellen kann. Das probiere ich gleich mal bei meinem StarTrek-Klang aus. Klingt doch gleich viel besser! Ringtone Maker ist anscheinend eine bloße Erweiterung des orginalen Ringdroid, unter Info erscheint sogar noch der Name Ringdroid. Warum die Programmierer des Orginals nicht selber auf die Idee gekommen sind, weiß ich nicht. Ringtone Maker ist jedenfalls die bessere Wahl zum extrahieren von Klängen für Klingeltöne.

Und nun noch ein Hinweis, der vielleicht nützlich sein kann: Die so erzeugten Dateien werden im Ordner /mnt/sdcard/media/audio/ringtones abgepeichert. Dies entspricht dem Verzeichnis /media/audio/ringtones auf der Micro-SD Karte. Könnte ja sein, dass ich die Schnippsel später wieder löschen, umbenennen oder weiterverarbeiten will. All dies geht dann z.B. mit meinem File manager.

Klingeltöne

19. Juli 2011

Der Klingelton eines Handy sagt sehr viel über den Charakter seines Besitzers aus. Zumindest hab ich das mal in irgendeiner Frauenzeitschrift gelesen, in der ich mal zufällig beim Warten geblättert habe. Demnach kann die moderne Frau sogar den optimalen Traumpartner finden, indem sie sich bei der Suche von der individuell eingestellten Klangkulisse des Mobiltelefons leiten läßt. Empfohlen wird dort vor allem der klassische Typ, weil er für Treue, Verlässlichkeit und gute Manieren steht. Erkennen könne frau ihn – ob im Büro oder in der U-Bahn – daran, dass das Handy mit einer Melodie aus der klassischen Musik klingelt.

Ob Ihr dies nun (sei es als suchende Frau oder als Mann, der gut rüberkommen will) berücksichtigen wollt, müßt Ihr selber entscheiden. Ich bin da eher skeptisch. Aber einen persönlichen Klingelton mit einer Melodie, die ich mag und die sich von anderen abhebt, will ich schon auch haben. Moderne Handys bieten diesbezüglich ja viele Möglichkeiten; die Zeiten wo nur einzelne Piepstöne herauskamen, sind schon lange vorbei. Auch gibt es große Bibliotheken mit Melodien, Tonfolgen und Geräuschen, so dass wohl für mich etwas dabei ist (Ich kann mir natürlich auch selber einen Klingelton zurechtschneiden oder komponieren. Das will ich auch noch ausprobieren, kommt aber erst im zweiten Teil dieses Blogeintrags).

Die erste Wahl bei vorgefertigten Klingeltönen ist für mich wiederum die Zedge App, aus der ich auch schon mein Hintergrundbild habe. Nach dem Starten der App gehe ich auf Klingeltöne. Dort sehe ich aber vor allem die Beiträge, die aktuell FEATURED sind – eine bunte Mischung, die laut Zedge wohl die aktuell beliebtesten sind. Statt mich durch diese lange Liste zu suchen nehme ich lieber gleich die Optionen Taste und lasse mir dort die Categories anzeigen. Dort habe ich nun die Wahl zwischen:

  • Alternative
  • Blues
  • Bollywood
  • Children
  • Christian & Gospel
  • Classical
  • Comedy
  • Country
  • Dance
  • Electronica
  • Entertainment
  • Games
  • Hip Hop
  • Holiday
  • Jazz
  • Message Tones
  • News & Politics
  • Other
  • Pets & Animals
  • Pop
  • R&B/Soul
  • Reggae
  • Rock
  • Sayings
  • Sound Effects
  • World

Damit kann ich nun schon eher eine sinnvolle Vorauswahl treffen. Ich mache nun das Häkchen vor alle Kategorien, die mich interessieren und bekomme eine neue Liste angezeigt. Weil mir das aber immer noch zu viele Titel sind, reduziere ich die Anzahl der ausgewählten Kategorien auf jeweils eine und gehe dann die Listen eine nach der anderen durch. Wenn ich dann ein Stück antipppe, wird es gleich geladen und abgespielt. Nun habe ich über die eingeblendete Buttonleiste mehrere Optionen:

  • Pfeil nach unten: lädt die Melodie auf mein Handy herunter
  • Brief: ermöglicht mir das Versenden per Email
  • Herz: fügt die Melodie meiner Favoritenliste hinzu
  • i: zeigt mir Informationen über das Stück an, einschließlich Name und Interpret

Musikstücke, die ich heruntergeladen habe, stehen mir nun auf meinem Handy unter EinstellungenTonTelefonklingelton zur Verfügung. Dort habe ich dann die Wahl zwischen den voreingestellten Systemtönen oder denen von Zedge.

So und nun ganz zum Schluß noch die Auflösung, welchen Klingelton ich denn gewählt habe. Das läßt sicher psychologisch tief blicken. Hart im Rennen war die Filmmelodie von Pippi Langstrumpf – mache mir die Welt wiedewiede wie sie mir gefällt … Aber dann habe ich mich doch für das Instrumental Pirates Guitar entschieden. Aber beides würde ja vielleicht bei der Bewertung durch besagtes Frauenmagazin in die selbe Kategorie fallen.