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Market Ladeproblem

27. Oktober 2011

Zum neuen Design des Google Android Market hatte ich ja schon ein paar kritische Anmerkungen gemacht. In letzter Zeit kommen aber dazu auch noch manchmal technische Probleme. Konkret passiert nach dem Starten der market App oft gar nichts, bzw. die Anwendung bleibt im Lade Bildschirm hängen. Irgendwelche aussagekräftige Fehlermeldungen gibt es nicht. Der Aufruf des Optionen-Menus der App und die Anzeige der bereits installierten Anwendungen ist immer noch möglich. Daher handelt es sich wohl um ein Problem bei der Synchronisierung über das Internet. Da ich immer nur über WLAN auf den Market zugreife, kann es am Internetzugang oder mangelnder Bandbreite eigentlich nicht liegen. Der Internetzugriff klappt ja bei allen anderen Anwendungen einwandfrei.

Natürlich könnte es sich wieder einmal um ein Speicherproblem handeln. Vielleicht will ja die market App gleich beim Laden ne Menge Daten und Bilder aufs Handy laden und bleibt hängen, wenn das nicht geht. Das wäre dann freilich zumindest schlampige Programmierung, denn ein Programm sollte in so einem Fall zumindest einen Hinweis geben, woran es liegt und was ich dagegen tun kann. Ohnehin führt bei mir das Freimachen von Speicher durch Deinstallieren von ein paar Apps und Neustart des Telefons noch nicht zum Erfolg.

Ich konzentriere mich also jetzt bei der Fehlersuche auf das Synchronisieren mit dem Market. Einloggen tue ich mich da ja mit dem Google-Konto. Unter Einstellungen – Konten und Synchronisierungseinstellungen finde ich die Optionen zu diesem Konto. Bei Synchronisierungsproblemen mit anderen Konten (z.B. Mail) hat hier das Entfernen und Neuanlegen des jeweiligen Kontos schon mal geholfen. Beim Google Konto aber geht das nicht – ich kann nur die Synchronisierung aus- und einschalten. Dies ändert aber nichts am Fehlerbild. Ebensowenig hilft der Hinweis auf den Google Hilfeseiten weiter, wonach ich eine Verbindung mit Google Talk probieren soll. Das klappt einwandfrei, nur der market funzt immer noch nicht.

Also greife ich wieder einmal zu meinem altbewährten Tool Android System Info. Dort habe ich bei der Auflistung der Apps nicht nur die üblichen Task start/stop Funktionen sondern auch eine Funktion manage. Und die gibt mir die Möglichkeit, speziell zu dieser App alle Daten zu löschen. Nachdem ich das gemacht habe, starte ich die market App neu und nun sieht es anders aus: Ich bekomme eine neue Anfrage den Google Geschäftsbedingungen zuzustimmen. Und voila! anschließend startet der Android Market doch tatsächlich wieder erfolgreich.

Das Problem konnte ich also bis auf weiteres lösen, aber es wirft kein so gutes Licht auf die Google Software und Android. Manchmal komme ich mir schon vor, wie bei Windows 95 („Standardverkäuferspruch damals: „Soll ichs ihnen einpacken oder wollen sie`s gleich wegschmeißen?“). Normale Handybenutzer ohne größeren technischen Hintergrund sind mit so einem Problem mit Sicherheit überfordert. Und Google bzw. die Software selbst liefern keine ausreichenden Hilfen zur Fehlerbeseitigung. Aber irgendwann, spätestens in Android Version 5.3 wird sicher alles besser.

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Probleme mit der Aktualisierung

28. September 2011

Langsam wird die Begrenztheit des internen Speichers bei meinem Samsung Gio wirklich lästig. Jedes Mal, wenn ich eine neue App ausprobieren will, muss ich erst kucken, was ich von den früher installierten wieder löschen kann. Aber auch schon das regelmäßig erforderliche Aktualisieren der Apps macht Probleme. Automatisches Aktualisieren oder die im Market angebotene Funktion, mehrere Updates parallel herunterzuladen, habe ich mir eh schon abgewöhnt. Wenn überhaupt geht es nur einzeln und manuell. Aber auch dann erscheint regelmäßig eine Meldung, dass ein Update wegen zu wenig internem Speicher gescheitert ist. Was dann hilft, ist das Deinstallieren einer anderen App, wobei oft auch noch ein Neustart des Handys nötig ist, bevor das wirksam wird.

Aktualisieren mehrerer Apps gleichzeitig klappt nur selten

Was in diesem Zusammenhang wirklich nützlich ist, ist das Tool Android System Info. Anders als der Standard Taskmanager oder der Market zeigt es mit einem kleinen Symbol an, welche Apps ich bereits auf die SD Karte verschoben habe. Somit kann ich mich bei meinen Speicherbefreiungsaktionen auf diejenigen Apps konzentrieren, die sich leider nicht (ohne Funktionsverlust) verschieben lassen. Dazu gehören leider auch einige der größten und wichtigsten Apps wie Google Maps und Jorte (bei Jorte funktionieren die Kalender-Widgets nicht, wenn es auf der SD-Karte liegt).

Nun, immerhin habe ich es bisher doch immer noch geschafft, eine App zu finden, die ich tatsächlich nach dem ersten Ausprobieren kaum mehr benutzt habe. Vielleicht sollte ich dieses Prinzip ja in anderen Lebensbereichen auch mehr anwenden, dass ich Dinge, die ich eigentlich nicht brauche, wieder loswerde. Dann sähe womöglich auch meine Wohnung aufgeräumter aus.

 

Android Market mit neuem Design

25. September 2011

Android ist ja als Betriebssystem für Smartphones eine schöne Erfolgsstory. In einem Punkt allerdings äußerten sich bisher die meisten Kommentatoren kritisch: Der Android-Market für APPs wird immer wieder als unübersichtlich und unlogisch strukturiert kritisiert. Ich persönlich kann das nicht so richtig beurteilen, denn als Vergleich dient ja immer der Apple Market fürs iPhone, den ich nicht aus eigener Erfahrung kenne. Meine bisherigen Versuche, die richtige App für einen bestimmten Zweck zu finden, waren allerdings auch nicht immer erfolgreich und meist führten Empfehlungen aus Zeitschriften oder Foren eher zum Ziel als eine direkte Suche im Marktplatz.

Das neue Market Design (Menu-Einstellungen ausgeklappt)

Doch nun scheint Google ein Einsehen gehabt zu haben. Bei meinem neuesten Besuch zeigte sich der Market zumindest optisch mit neuem, frischer wirkenden Gesicht. Der Marktplatz besteht nun aus mehreren Reitern bzw. nebeneinander liegenden Seiten. Zunächst vermisse ich die Liste meiner bereits installierten APPs, aber die finde ich dann doch, indem ich den Menu-Knopf drücke (siehe Bild). Schickes Design und die Farbgebung wirkt gleich deutlich moderner. Aber erleichtert die neue Optik auch das Auffinden und Bewerten von Apps? Die Darstellung der stark vermehrten Reiter bzw. Kategorien ist zumindest auf meinem Handy sowohl in der Hochkant(Portrait)darstellung wie auch der Querformat(landscape)Darstellung  etwas unübersichtlich. Aber dafür immerhin deutlich bunter als früher.

Google hat offenbar neben den weiter existierenden Themen-orientierten Kategorien einige neue Rubriken eingeführt, darunter:

  • Vorgestellt: „tolle Apps, die vom Android Market-Team ausgewählt wurden.“ Hmm, wer ist wohl dieses Market-Team? Jedenfalls produzieren sie unter diesem Reiter gleich zwei Sorten von Empfehlungen, nämlich: Unsere Auswahl mit einer Liste von offenbar relativ neuen interessanten Apps und Empfehlungen der Redaktion (etwas versteckt, wenn ich  weiter runterscrolle). „Redaktion“ und „Market-Team“ scheinen identisch zu sein. Der Unterschied  liegt wohl darin, dass bei den Empfehlungen die „allerbesten“ Apps (also nicht unbedingt nur neue) gelistet werden. Empfohlen werden dort derzeit 32 Apps aus recht verschiedenen Kategorien.
  • Erfolgreichste: Die ist eine neue Kategorie – hier dient offenbar der Umsatz als Maßstab. Da die Käufer ja die Apps während einer kurzen Testphase (15 Minuten) zurückgeben können, zeigt dies zumindest eine gewisse Qualität an. Auffallend finde ich, dass hier einige relativ teure Apps (10 € und mehr) auftauchen.
  • Top kostenlos: gab es auch schon bisher
  • Top kostenlos – neu: „beliebte kostenlose Apps, die weniger als 30 Tage alt sind.“ „Neu“ klingt ja immer spannend, allerdings kann das auch ein Nachteil sein. Fehlerhafte Programmierung oder sogar Malware kann sich leichter einschleichen, wenn noch nicht allzuviele erfahrene User vor mir das Teil ausprobiert haben.
  • Top kostenpflichtig: gab es auch schon bisher
  • Top kostenpflichtig – neu: gilt das selbe wie oben. Nicht jeder will ein Tester am eigenen Handy sein.
  • Trends: Das müssen wohl die in den letzten Tagen besonders oft heruntergeladene Apps sein.

Die letzte Kategorie Trends wird nirgendwo genau definiert oder erklärt. Stattdessen tauchen in der Hilfe-Funktion weitere Kategorien auf, die zumindest bei mir aber gar nicht dargestellt werden:

  • Beliebteste Apps: Hier sollen diejenigen erscheinen, „deren Installationsrate in den letzten 24 Stunden rasant angestiegen ist“. Vielleicht identisch mit „Trends“
  • Top-Entwickler: ausgewählt vom Android Market-Team. Na, die Kandidaten werden sich ja freuen. Aber wäre grundsätzlich keine schlechte Idee sich an Programmierern zu orientieren, die bereits gezeigt haben, dass sie gute Ideen und sauber ausgeführte Produkte haben.

Möglicherweise sind diese weiteren Kategorien ja erst noch geplant. Allerdings finde ich insgesamt  alle diese nicht nach Themen aufgeschlüsselten neuen Kategorien wenig brauchbar. Da werden zu viele ganz verschiedene Anwendungen und Spiele durcheinander alphabetisch aufgelistet. Das ist höchstens was für Neulinge, die mal ein wenig rumprobieren wollen. Bei der gezielten Suche ist man auf die schon etablierten Themenbereiche oder die Volltextsuche angewiesen.

Persönlich finde ich weiterhin die Funktion „Ähnliche“ am brauchbarsten. Ich suche mir erstmal eine APP, die eine ähnliche Funktion oder ein ähnliches Prinzip wie das gewünschte hat. Und dann sehe ich mir die Funktionsbeschreibungen und Kommentare der Konkurrenz an. Auf diese Weise habe ich schon so manche App gefunden, die richtig gut ist, aber aus unerfindlichen Gründen in den Top-Listen und Empfehlungen niemals auftaucht.

Insgesamt kann ich nur sagen, dass das neue Design des Markets eher noch verwirrender und unübersichtlicher geworden ist als das alte. Aber ich würde das auch nicht überbewerten. Mit ein bisschen Übung komme ich aber trotzdem zu brauchbaren Ergebnissen. Und vor allem ist es ja einfach ein wunderbare Sache, dass Google überhaupt dieses Angebot hat, mit dem ich schnell und in vielen Fällen kostenlos mein Handy um nützliche Funktionen erweitern kann.

Systemvergleich

14. Juli 2011

Durch Zufall bin ich auf einen Artikel in einem Apple-orientierten Magazin gestoßen. Der Autor – bekennender iPhone-Anhänger testet dort im Selbstversuch für ein paar Tage ein Android-Handy: das Samsung Galaxy S2. Dieses Gerät kenne ich selber nicht aus eigener Erfahrung, weiß nur, dass es um einiges stärker (und teurer) ist als mein eigenes Samsung Galaxy Gio. Aber dennoch kommt mir so einiges bekannt vor.

Der Autor erkennt an, dass das Samsung-Gerät in einigen Punkten von der Hardware und den Funktionen her besser ist. Und er findet auch zu seiner eigenen Überraschung einige Konzeptideen von Android im Vergleich zu Apples iPhone gar nicht schlecht. Aber dann kommt es faustdick. Und seine Kritik ist sehr konkret und nachvollziehbar. Besonders interessant finde ich folgende Erfahrungen, die ich auch für mein Gio bestätigen kann:

  • Android-Market „weder ansehnlich noch übersichtlich“
  • verschachtelte Systemeinstellungen
  • Micro-USB-Kabel anschließen „Lösung tief in den Systemeinstellungen verborgen und alles andere als intuitiv“
  • Display-Drehung „holprig“
  • Bildschirm-Entsperrung „funktioniert selten auf Anhieb“
  • Scroll-Verhalten „unorganisch und in der Geschwindigkeit oft nicht analog zur Bewegung des Fingers“

All diese Punkte sind richtig und gegenwärtig Schwachstellen, die wohl keineswegs nur die Samsung Handys sondern alle Android Handys betreffen. Wenn das beim iPhone wirklich besser ist, sind das wichtige Argumente.

Der Schlußfolgerung des Autors aber, dass das iPhone nach wie vor sein Favorit bleibt, kann ich dennoch nicht folgen. Denn es geht hier nicht um einen Schönheitswettbewerb, sondern um eine Philosophie. Ich will mir nicht von Steve Jobs vorschreiben lassen, was ich mit meinem Handy machen darf und was nicht. Mir ist eine etwas komplizierte USB-Synchronisation mit dem PC tausendmal lieber als eine über iTunes kastrierte. Technische Holprigkeiten von Android wird man sicher in den nächsten Versionen noch ausbügeln können. Die Tendenzen bei Apple aber, den Kunden zu entmündigen und Medieninhalte zu zensieren, sitzen weit tiefer und disqualifizieren in meinen Augen die Produkte dieser Firma. Jedenfalls bis auf weiteres – man soll die Hoffnung auf ein Umdenken auch bei Firmen und Managern nie aufgeben.

App Empfehlungslisten

12. Juli 2011

Das schöne am Android-Market ist, dass ich mir gewissermaßen mein eigenes Gerät mit genau den Funktionen, die ich brauche, zusammenstellen kann. Aber wie finde ich unter der riesigen Anzahl von Apps genau die, die stabil laufen und für mich wirklich nützlich sind? Die Stichwort- oder Themen-basierte Suche im Android Market mit anschließendem Test kann ganz schön viel Arbeit mit sich bringen und führt nicht immer zum Ziel. Gerade für Anfänger ist es einfacher, sich an Empfehlungslisten zu halten.Viele PC-Zeitschriften und Online-Magazine haben hier ihre Top 10 oder gar Top 100 Listen im Angebot:

  • Magnus.de präsentiert Praktische Apps für Android. Gute Liste, aber leider scheint die Navigation auf der Webseite etwas gestört zu sein – die erklärenden Texte erscheinen bei mir nicht, wenn ich zur nächsten App klicke. Vielleicht liegt das aber auch an meinem Werbeblocker-Plugin im Browser. Ich helfe mir, indem ich einfach oben in der Url am Ende die fortlaufenden Nummer verändere: ..?Media_Bildergalerie_Offset=1 , ..?Media_Bildergalerie_Offset=2, usw Dann geht es.
  • Die PC-Welt listet nur 15 „Top Apps“. Der Artikel ist auch schon etwas veraltet, kann man sich sparen.
  • Chip.de stellt hier die „50 besten Gratis Apps“ vor. Die Auswahl beinhaltet die Standardprogramme, die eh jeder kennt, plus einige Spiele, die niemand braucht. Ob diese Auswahl wirklich die Liste der Pflicht-Programme darstellt, wage ich zu bezweifeln.  
  • Mit der Liste von tecchannel.de verhält es sich umgekehrt. Hier tummeln sich mehr unbekannte und originelle Apps, wobei ich freilich auf die meisten gut verzichten kann.
  • cnet listet gleich 100 „beste“ Apps und zusätzlich nochmal 5o Spiele für Android. Die Liste ist zwar nicht mehr ganz taufrisch aber dennoch eine der interessantesten.
  • Der Focus bringt seine Liste in Form eines Artikels. Zwar nur eine kurze Liste, aber die Tipps sind gut.
  • Computerbild testet wöchentlich „die besten Apps“. Man kann natürlich auch noch die Apps der Vorwochen abrufen. Allerdings tauchen hier Apps fürs iPhone und für Android bunt gemischt auf und eine Indexierung nach Thema oder Betriebssystem scheint es nicht zu geben. Das ist mir zu mühsam. Schließlich entdecke ich doch noch eine Unterseite, wo Apps thematisch getestet werden. Aber auch dort findet sich nicht viel. Offenbar wollen die Macher von Computerbild in erster Linie ihre Zeitschrift und die dort mitgelieferten Premium-Apps bewerben. Für Android-User ist da nicht viel dabei.
  • bild.de aus dem gleichen Verlag hat auch eine Liste, die aber nichts neues bringt.

Generell fällt bei den Listen der Zeitschriften auf, dass immer wieder dieselben Standard-Apps genannt werden und meist kein Vergleich zwischen verschiedenen Apps für den gleichen Zweck stattfindet. Das ist den Journalisten, die pro Zeile (meist schlecht) bezahlt werden, wohl zu aufwendig.  Interessanter sind hier Berichte in Blogs und semi-professionellen Technikmagazinen:

  • Eines der führenden Blogs zum Thema Android ist zweifellos Android-Pit.de. Dort findet ich viele professionelle Testberichte und oft auch direkten Kontakt zu den Programmierern.
  • 24android.com will nach eigenen Angaben mit ihrer Kategorie Beste Android Apps „etwas Licht ins Dunkel zu bringen“ und „Hilfestellung bei der Wahl aus verschiedenen Alternativen zu geben“. Das gelingt diesem Blog in der Tat sehr gut: eine der besten Vergleichslisten überhaupt.
  • Eine kurze aber orginelle Liste gibt es unter areamobile.de.
  • Noten für Apps vergibt blog-android.de. Gute Liste, allerdings schon von 2009.
  • Sehr übersichtlich präsentiert sich die 95 Einträge starke Liste von Rockbär.de
  • appguide.de testet hauptsächlich iPhone Apps, hat aber auch eine Unterseite für Android.
  • all4phones hat nur eine kurze Liste, diese aber ausführlich getestet.
  • der Macher von Karrierebibel.de ist zwar bekennender iPhone Fan, hat aber dennoch eine gute Liste für Android zusammengestellt.
  • boris-koch.de  listet neben Altbekanntem auch ein paar orginelle Apps mit Schwerpunkt auf Kommunkation und sozialen Netzwerken.
  • androidapptests.com ist eine sehr professionell gemachte Seite mit vielen Empfehlungen.
  • Die Blogger bei t3n.de hatten die selbe Idee wie ich und haben eine Liste der Listen mit App-Empfehlungen zusammengestellt.

Wenn mir diese Auswahl immer noch nicht reicht und ich vielleicht noch nach etwas ausgefalleneren Apps suche, kann ich mir mir die menschliche Natur zu Nutze machen, konkret: das Mitteilungsbedürfnis. Denn wer sich letztendlich mit viel Mühe sein persönliches Android Phone zusammengebastelt hat, will oft auch seine Erkenntnisse mit anderen teilen. Speziell dafür haben einige Foren und Magazine Rubriken eingerichtet:

So, ich hoffe diese Liste reicht Euch erstmal als Überblick. Natürlich gibt es noch weit mehr Empfehlungen im Internet mit Apps, die angeblich auf jedes Handy gehören. Viele davon sind aber schon veraltet oder nur Wiederholungen der obengenannten. Es spricht im Übrigen nichts dagegen hier bei den Kommentaren auf weitere Listen und App-Tests hinzuweisen. Macht mal!

links zum Market

9. Juli 2011

Ein freundlicher Kommentarschreiber hat ja angeregt, dass ich bei den von mir besprochenden Apps den Link zum Android Market hinzufüge. Macht Sinn. Nur woher bekomme ich diesen Link eigentlich? In der Market App unter Android wird mir ja keine URL angezeigt.

Der Android Market im Webbrowser

Ich versuche das mal über den Aufruf der Android-Market Seite vom PC aus. Ich suche mir dort einige Apps heraus, über die ich geschrieben habe und kucke nach der URLs. Diese verändert sich offenbar, je nachdem, wie ich die App gefunden habe:

urls von Apps kann man mit Market direkt öffnen

Ich schließe daraus, dass ich den letzten Teil ab &feature=… einfach weglassen kann. Ich probiere mal, was passiert, wenn ich das in einem Blog Artikel verwende und dann die URL von meinem Android Handy aus anklicke.

Ich öffne also vom Android-Browser aus mein Blog und suche die verlinkte Stelle. Und tatsächlich: Nachdem ich auf den Link geklickt habe, öffnet sich das Fenster und ich werde gefragt, mit welcher Applikation ich das öffnen will. Die Market-App ist auch dabei und ich komme direkt an die Stelle, wo ich das App herunterladen kann. Perfekt! Jetzt muss ich nur noch alle bisherigen Artikel überarbeiten und die Links nachtragen. Da hab ich ja einiges zu tun :-/

Nachrichtenjunkie

1. Juli 2011

Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern. Dieses deutsche Sprichwort ist schon längst wieder veraltet. Inzwischen wird die Aktualität von Nachrichten eher in Stunden als in Tagen gemessen. Ich ertappe mich selbst dabei, dass ich bei manchen Ereignisse und Stories mehrmals täglich bei Google News nachsehe, ob es schon eine neue Entwicklung gibt. Also macht es durchaus Sinn Nachrichten und vielleicht sogar Foto- und Videoreportagen vom Handy abrufen zu können.

Google News: nur eine Zeitung pro Nachricht

Erste Wahl ist dabei natürlich auch wieder das bei Android schon vorinstallierte Google News. Etwas überraschend ist, dass bei der App auf der ersten Karte erst einmal das Wetter angezeigt wird (Google Weather). Aber vielleicht ist das ja auch in Zeiten von Klimawandel und Hurrikankatastrophen die in Zukunft wichtigste Nachrichtenrubrik. 😉

Ich wechsle einstweilen auf die zweite Registerkarte Schlagzeilen. Anders als beim Internet Dienst Google News findet sich dort pro Thema nur der Link auf jeweils eine einzige Zeitung bzw. einen Artikel. Zwar gibt es auch noch weitere Rubriken wie International, Deutschland, Wirtschaft, Wissen/Technik, Gesundheit und ich kann auch eigene Kategorien definieren. Aber immer wird mir nur eine Zeitung pro Nachrichtenthema angezeigt. Das finde ich nicht so toll – der Vorteil von Google News war doch bisher gerade, dass ich viele verschiedene Stimmen und Meinungen zum selben aktuellen Thema gezeigt bekam. Auch in dieser Auswahl lag schon eine gewisse Willkür aber immerhin konnte ich noch mehrere Zeitungen und Autoren vergleichen. Wenn nun nur noch jeweils eine Online-Zeitung zum Zug kommt, dann wird der Dienst von Google endgültig eine subjektive Auswahl, wenn nicht sogar ein fragwürdiges Monopol.

Welche anderen Möglichkeiten habe ich noch? Es gibt gleich zwei Apps, die einen Überblick über die  deutschsprachigen Zeitungen mit Online-Auftritt anbieten: Zeitungen free und Deutsche Zeitungen. Beide leisten mit unterschiedlicher Optik das gleiche: Es wird eine Liste von Zeitungen angezeigt von Berliner Morgenpost bis Kicker. Durch Drücken auf den Namen wird man zur Startseite der jeweiligen Online-Ausgabe weitergeleitet. Wie gut das auf dem Handy lesbar ist, hängt natürlich von der Gestaltung der jeweiligen Zeitung ab. Sympathisch ist, dass man bei Deutsche Zeitungen auch selber noch weitere Medien und Webseiten hinzufügen kann – es soll ja Zeitungen in Deutschland geben, die noch nicht so viele Leser haben und trotzdem interessant sind. Was aber bei beiden Apps nicht geht ist die Inhalte automatisch zu durchsuchen. Dafür kann ich nur – relativ mühsam – die Suche nutzen, die die jeweilige Redaktion auf ihrem Webangebot selber anbietet.

So ganz überzeugen mich aber die Auftritte all dieser Zeitungen auch nicht. Sie sind kaum mehr als ins Netz verfrachtete Papierausgaben und nutzen nur unzureichend die Möglichkeiten des neuen Mediums. Besser machen es die Apps der führenden Nachrichtensendungen bzw Sender. Mir gefällt hier vor allem die App der Tagesschau und die von ntv. Irgendwie scheinen die die Videos so zu komprimieren, dass sie auf meinem Gerät auch unterwegs flüssig laufen. Journalistisch sind diese Nachrichtenhäppchen allerdings etwas fragwürdig, weil die Bilder oft nur über die wenigen handfesten Informationen und fehlenden Hintergründe hinwegtäuschen. Bilder suggerieren oft etwas, was die Tatsachen gar nicht hergeben. Sie können leicht einen falschen Eindruck erwecken oder gar im Zeitalter des embedded journalism Propaganda darstellen. Nun, ich muss dabei ja nicht stehenbleiben und habe die anderen Quellen auch noch zur Verfügung – siehe oben.

Neben den allgemeinen und politischen Nachrichten interessieren mich auch noch Spezialthemen z.B. Computer und Technik. Für die gibt es zahlreiche englischsprachige Apps – von Engadget bis Technews. Weil ich aber diese Nachrichten doch lieber auf Deutsch lesen will, lade ich mir die App von Heise Online herunter. Diese bietet auch noch Zugriff auf Inhalte der Zeitschriften c’t und iX, Technology Review, Heise Open Source, Telepolis, Heise Security und andere Angebote aus dem Heise Verlag. Man bekommt also ne ganze Menge mit einer einzigen App und das kostenlos. Da will ich über die gelegentlichen Verweise auf weiterführende Infos in der Druckausgabe und die teilweise etwas schlichte Optik nicht meckern.

Nun bin ich also informiert und als Nachrichtenjunkie auch unterwegs ausreichend mit Nachschub ausgestattet. Ob das mich glücklicher macht, weiß ich nicht. Die alten Chinesen hatten dafür ja auch ein hochaktuelles Sprichwort: „Mögest Du in interessanten Zeiten leben.“ Dies war als üble Verwünschung gemeint.

P.S.: Die App Deutsche Nachrichten ist nach Erscheinen diese Blog Beitrags offenbar aus dem Market verschwunden. Der Dateiname lautet: com.barisefe.germanynewspapers. Vielleicht hilft das ja bei der Suche nach einer alternativen Downloadquelle.