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Bilder bearbeiten

30. Juni 2011

Normalerweise kann ich Fotos und Screenprints, die ich mit meinem Handy aufnehme, auf dem Computer weiterbearbeiten. Das ist auf jeden Fall komfortabler als dies auf dem kleinen Handy-Bildschirm zu tun. Allerdings gibt es Situationen, wo ich doch schon unterwegs was machen will, z.B. wenn ich live von einem Ereignis berichte/blogge und dazu ein Foto anhängen will. In solchen Fällen genügen natürlich einfache Bearbeitungsschritte wie:

  • ein zu dunkel geratenes Foto aufhellen
  • ein Bild auf einen Ausschnitt zuschneiden
  • ein Bild drehen

Fotos ansehen kann ich auch mit der schon erwähnten Standard-Samsung-App Galerie. Ich kann sie sogar drehen, aber leider gibt es keine Möglichkeit diese Veränderung dann dauerhaft abzuspeichern. Also brauche ich wohl noch eine Bildverarbeitung extra.

Ich lade mir die App QuickPic herunter, die eigentlich nur als Bildbetrachter angeboten wird. Zuerst denke ich, dass sie auch nicht mehr kann als die Galerie. Aber in der Beschreibung steht, dass auch Zuschneiden und Drehen möglich ist. Aber wie speichere ich das Ergebnis anschließend ab? Schließlich finde ich es heraus: Wenn ich mich im Zuschneide-Modus befinde und dann auf den Screen drücke, erscheint rechts oben ein Diskettensymbol. Wenn ich das drücke wird der aktuelle Zustand auf die SD Karte gebannt. Das funktioniert allerdings nicht beim Drehen eines Bildes. Also versuche ich einen naheliegenden Trick: Ich drehe das Bild zuerst und gehe dann in den Zuschneide-Modus. Wenn ich es jetzt abspeichere (mit oder ohne Zuschneiden), wird die Drehung mit abgespeichert. Immerhin geht so die gerade für den Foto-Upload besonders wichtige Drehfunktion, wenn auch ein wenig kompliziert. Damit sind die Möglichkeiten aber auch schon erschöpft. Ich kucke nochmal weiter, was es an Alternativen gibt.

Ich suche im Market nach „Foto bearbeiten“ und stoße auf Pic Paint. Das Programm startet mit einem etwas ungewöhnlichen Menu. Ich habe zur Auswahl:

  • Nehmen Sie ein Bild
  • Verwenden Sie vorhandene Bild
  • Leere Leinwand
  • Upgrade auf PRO Pic Paint

Pic Paint benutzt offenbar Funktionen anderer Apps

Naja, an der deutschen Übersetzung wird wohl noch gearbeitet. Aber wichtiger ist, ob das Bearbeiten von Bildern damit funktioniert.Ich wähle also den zweiten Menupunkt und bekommen zu meinem Erstaunen eine Auswahl, ob ich Galerie oder QuickPic verwenden will. Benutzt dieses Programm etwa andere Programme um die Bilder zu laden? Wenn ich hier Galerie wähle sehe ich auch nur die wenigen Verzeichnisse, die diese Systemapp wahrnimmt. Mit QuickPic geht es besser – damit bekomme ich Zugriff auf alle Ordner, die Bilder enthalten. Ich wähle ein Foto von einer Tasse, das ich aufgenommen habe, und spiele damit herum.

Ich drücke erstmal den Optionen-Button und der liefert mir folgende Möglichkeiten:

  • Rückgängig machen
  • Transformieren
  • Speichern/Senden
  • Programm beenden

Das klingt schon mal gut! Ich wähle Transformieren und erhalte eine neue Auswahl:

  • Zuschneiden
  • Resize
  • Drehen gegen den Uhrzeigersinn
  • Im Uhrzeigersinn drehen

Das Drehen funktioniert schon mal ohne Probleme. Bei Zuschneiden bekomme ich wieder die merkwürdige Auswahl angezeigt. Hier stelle ich fest, dass ich besser Galerie wähle. Denn mit QuickPic kann ich nur in einer vordefinierten Größe zuschneiden, während ich mit Galerie die Kanten frei verschieben kann. Die Pfeile dazu erscheinen, sobald ich auf eine Kante drücke.

Nun kucke ich mir die Optionen zur Bildbearbeitung genauer an. Ich habe vier Symbole im Bild:

  • ein Pfeilkreuz: dient offenbar dazu den gezeigten Bildabschnitt auf dem Screen zu verschieben
  • einen Stift: offenbar die Wahl des Effektes
  • eine Lupe mit +: bewirkt Hineinzoomen
  • ein Lupe mit – : bewirkt Herauszoomen

Mit dem Stift kann ich verschiedene Optionen anwählen: Text, Kunst, Pic Wiz, Kugelschreiber und Form. Ich probiere mal Text aus und bin angenehm überrascht über die Möglichkeiten. Zuerst tippe ich ein Wort ein. Dabei kann ich mir den Schrift-Font aussuchen indem ich Schriftgröße ändern anklicke (noch so eine wohl durch die Übersetzung bedingte Merkwürdigkeit). Als nächstes lande ich auf einer Tafel namens Farbe wählen. Oben kann ich auch tatsächlich in einem Farbkreis mit dem Finger die Farbe wählen. Mit dem Balken Strich darunter kann ich  nun doch noch die Schriftgröße wählen. Die anderen drei Balken dienen der Farbabstimmung. Der Button Effect bringt nur zwei Optionen: Prägen und Sprühfarbe. Wenn ich eine wähle oder im vorherigen Menu auf den grünen Haken drücke komme ich wieder in meinem Foto an. Und dort – oh Wunder – kann ich nun durch Ziehen mit dem Finger in beliebiger Weise meinen Text auf das Bild draufpappen. Auch schräg und rückwärts geht ohne Probleme. Das ist mehr als so manches einfaches Bildbearbeitungsprogramm am PC leistet.

Weitere Bildeigenschaften, die in der Praxis wichtig sind, sind Helligkeit und Kontrast. Den Regler dazu finde ich etwas versteckt unter Pic Wiz – Helligkeit Kontrast. Wenn ich das aber einmal weiß, ist es ganz einfach: Regler hoch und runter ziehen bis es paßt, dann den grünen Haken drücken, paßt! An der gleichen Stelle finde ich noch viele andere Effekte, die ich vielleicht irgendwannmal brauchen kann.

drehen und beschriften

Zum Schluß kann ich das Ergebnis meiner kreativen Bemühungen mit Optionen – Spe ichern/Senden – Bild speichern abspeichern. Dabei kann ich zwar den Namen wählen (standardmäßige Vorgabe ist das Datum und eine Nummer) aber nicht das Verzeichnis. Das veränderte Bild wird offenbar immer im Fotoverzeichnis auf der SD Karte abgelegt, egal wo die Ursprungsdatei lag. Na gut, jetzt wo ich es weiß …

Insgesamt gesehen ist Pic Paint ein tolles Programm, dass interessante Möglichkeiten bietet und die Fingerbedienung von Android intelligent nutzt. Die Menuführung ist allerdings uneinheitlich und teilweise verwirrend, die Übersetzung ins Deutsche manchmal schlicht falsch. Aber diese kleinen Macken nehm ich gern in Kauf, da das Programm ja tut, was es verspricht und sogar noch mehr. Nach einer kurzen Eingewöhnung komme ich gut damit zurecht und kann meine Fotos unterwegs nun anpassen. Diese App werde ich behalten! Vielleicht lohnt sich sogar die kostenpflichtige Version, die ja offenbar noch mehr kann.

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Dateien managen

26. Juni 2011

Ein Android-Handy ist – zumindest dem Betriebssystem nach – ein kleiner Computer, der mit Linux läuft. Und wie auf den meisten modernen Computern werden die Daten und Programme in Form von Dateien und Ordnern organisiert. Ich habe also ein ganzes Dateisystem auf meinem kleinen Gerät und will das heute mal ein bißchen durchforschen.

Einen ersten Eindruck davon bekomme ich, wenn ich die vorinstallierte App Galerie aufrufe. Allerdings sehe ich hier nur ganz bestimmte Ordner, z.B.

  • Kamera: Ein Ordner mit meinen selbst aufgenommen Fotos
  • video: einen Ordner mit meinen selbst aufgenommen Videos
  • ScreenCapture: der Ordner, in dem meine App die Bildschirmfotos speichert
  • wallpapers: hier sind bisher nur die Hintergrundbilder drin, die ich über die App von Zedge geladen habe.

Dazu noch einige wenige mehr, die Daten von bestimmten Apps enthalten. Offenbar sehe ich so nur Dateien, die von bestimmten Anwendungen zur Weiterverwendung und -verarbeitung angelegt worden ist.

Zumindest die Mikro-SD Karte kann ich mir etwas ausführlicher anschauen, indem ich das Handy als USB Laufwerk an meinen C0mputer anschließe. Dabei ergibt sich folgende Ordnerstruktur:

  • .android_secure
  • .downloadTemp
  • Android
  • data
  • DCIM
  • download
  • Lazylist
  • LOST.DIR
  • Sounds
  • svox
  • tmp

Aufgrund meiner UNIX Kenntnisse weiß ich, dass Ordner, die mit einem Punkt beginnen, versteckte bzw. Systemordner sind. Das soll ich also eigentlich gar nicht sehen. Ein Grund mehr es sich anzusehen 😉

Der Ordner Android enthält einen Unterordner data. In diesem wiederum sind zahlreiche Unterordner, die alle mit com. beginnen, z.B. com.google.android.apps.maps. Aha, das sind also wohl Daten, die etwas mit den installierten Apps zu tun haben, in diesem Fall mit der Google-App maps.

Der Ordner DCIM enthält einen Unterordner Camera und dort meine Fotos.

Im Ordner download werden offenbar Apps, die ich aus anderen Quellen als dem Android Market heruntergeladen habe, gespeichert. Die haben dann offenbar immer die Dateiendung .apk

Der Ordner LazyList enthält einige Dateien, die nur 4-stellige Zahlen als Namen haben: 5476, 5523, 5556, … Vielleicht sind das Apps oder Prozesse, die gerade schlafen? Eine kleine Recherche im Internet ergibt, dass es sich wohl um einen cache Ordner für Grafikdateien, die von Apps genutzt werden handelt. Jedenfalls nichts schlimmes und man kann ihn bei Platzbedarf ohne Schaden leer machen.

Der Order Sounds ist leer – hier würde ich mal spontan Klingeltöne hineinschieben. svox enthält mehrere Dateien, die offenbar etwas mit Sprachen zu tun haben. Darauf deuten Dateinnamen wie de-DE-gl0_sg.bin,  en-GB_kh0_sg.bin hin. Könnte für Spracheingabe sein?

Der Ordner tmp enthält nur Unterverzeichnisse, die dem Namen nach von installierten Apps angelegt wurden. tmp steht dabei sicher für temporär.

Außerdem haben offenbar einige von mir installierte Apps weitere Ordner im Stammverzeichnis bzw Unterordner in einem der bereits vorher vorhandenen Ordner angelegt:

  • .meinestadt
  • .thinkfree
  • data – topdeals
  • zedge

Soweit geht es also zumindest auf der SD-Karte ganz übersichtlich zu. Hauptsächlich Ordner, die zur Speicherung von Daten irgendwelcher Programme da sind.

Kann ich mir dies (und anderes) nicht nur über den Computer, sondern auch direkt auf dem Gerät selbst ansehen? Ja, dafür brauche ich allerdings eine App, einen Dateimanager. Damit sollte ich dann auch in der Lage sein, Dateien unmittelbar (durch die geeignete Anwendung) zu öffnen, zu kopieren, zu verschieben und zu löschen. Und auch für schreibgeschützte Systemdateien will ich mindestens den Inhalt und sonstige Dateieigenschaften sehen können.

Ich entscheide mich erstmal für den AndExplorer, weil der in vielen Artikeln und Blogs gelobt wird. Und optisch macht der auch wirklich einiges her: sehr übersichtlich und schön gemacht. Für die meisten Dateitypen auf meiner SD Karte, Texte, Musik, Videos findet er auch automatisch die richtige Applikation. Kopieren, verschieben und löschen kann ich, indem ich die Datei(en) zuerst markiere und dann das Optionen-Menu aufrufe. Ich kopiere dann z.B. eine Datei in die Zwischenablage, wechsele dann in ein anderes Verzeichnis und lasse sie wieder raus. Soweit funktioniert alles, was die meisten User wohl machen wollen.

Der AndExplorer kann Deutsch aber kennt nicht alle Dateitypen

Nun will ich mir aber auch noch die Innereien meines Geräts ansehen. Ich wechsele vom Reiter SD-Karte auf Gerät. Dort sehe ich nun, dass meine SD-Karte aus Gerätesicht nur einer von mehreren Ordnern ist. Außerdem gibt es auch noch

/cache

/data

/system

Wenn ich auf sdcard drücke sehe ich dass der eigentliche Pfad /mnt/sdcard lautet. Auch das kenne ich von UNIX: externe Datenträger werden im Verzeichnis /mnt „gemounted“(=eingebunden) und werden so zu einem Teil der Verzeichnisstruktur.

Mit dem Ordner System erhalte ich offenbar Zugriff auf das Betriebssystem. Dort finde ich UNIX-typische Verzeichnisse wie bin, etc, lib, usr. Außerdem ein Verzeichnis app, in dem offenbar meine installierten Apps liegen, sowie ein Verzeichnis media, in dem ich Unterverzeichisse audio, video, TTS finde. In audio sind Klingeltöne und Systemklänge; in video offenbar ein shutdown Filmchen (wird mir wohl beim Ausschalten angezeigt); unter TTS steht etwas mit ..langpak.. – hat wohl mit Sprachausgabe zu tun.

Im Stammverzeichnis sehe ich noch Order bzw Weiterleitungen, die Namen haben wie:

  • Audio (extern)
  • Audio (intern)
  • Bilder (extern)
  • Bilder (intern)
  • Video (extern)
  • Video (intern)

Klicke ich die mit extern bezeichneten Links an, z.B. Audio (extern), sehe ich, dass ich unter content://media/external/audio/media lande. Die Dateien, die angezeigt werden sind aber auf der SD Karte im Ordner Musik. Audio (intern) bringt mich nach content://media/internal/audio/media. Dies ist also ganz offensichtlich nicht die wirkliche Ordnerstruktur im externen oder internen Speicher, sondern nur eine Art Bibliothek, die alle Dateien eines bestimmten Typs im internen oder externen Bereich auflistet.

Mit dieser Liste kann ich aber nun schon ein bißchen etwas anfangen. z.B. kann ich eine Musikdatei (extern oder intern) anklicken und bekomme automatisch die passende App Musik zum Abspielen angeboten. Es ist also wie bei einem Computer: Bestimmte Dateitypen sind registriert und mit geeigneten Programmen, die sie öffnen können, verknüpft. Zumindest .txt kann ich auch im system Pfad anstandslos öffnen – dazu wird mir ein Datei-Editor angeboten. Abspeichern (auch anderswo) und verändern geht aber nicht. Viele Dateien aber wie .xml oder .conf kann ich noch nicht einmal ansehen. Schade.

Sehr viele Optionen habe ich beim AndExplorer auch nicht. Gleich als erstes schalte ich über Optionen – Ansicht die Darstellung Details(Name+Größe+Datum) ein (Es ist immer nützlich zu sehen, wann eine Datei angelegt wurde – dadurch kann ich oft Standard-Betriebssystem-Einstellungen von später hinzugekommenen und möglicherweise falschen Daten unterscheiden). Viel mehr Einstellungen hab ich allerdings mit dieser App nicht.

Ich forsche noch ein bißchen rum mit den begrenzten Möglichkeiten dieser App. Dabei finde ich im Verzeichnis /system/etc eine gezippte Datei NOTICE.html.gz . Nach dem Anklicken erhalte ich die Möglichkeit sie auf der SD Karte zu entpacken. Das tue ich und sehe mir den Inhalt anschließend an. Da es sich um eine html Datei handelt, kann ich sie mit dem HTML Viewer ankucken. Sie enthält aber offenbar nur Copyrights für einige Systembibliotheken. Immerhin: entzippen kann die App.

Der Linda Manager meint es gut

Soweit also der AndExplorer. Kucken wir, ob wir mit einem anderen Dateimanager weiterkommen. Als nächstes lade ich mir den Linda Manager. Auch hier stelle ich wieder die Anzeige des Dateidatums ein (über views nicht über Optionen). Der Linda bietet mir erstmal den gleichen Zugriff auf SD-Karte, Galerie usw. Außerdem hat er auch noch einen Menupunkt Anwendungen, wo ich mir meine Apps anschauen kann und einen Taskmanager. Beides etwas ausführlicher als anderswo, aber nicht das, was mich im Moment interessiert. Die Optik finde ich weniger schön als beim vorherigen Kandidat, es ist alles etwas unübersichtlicher. Vor allem aber finde ich nicht raus, wie das Kopieren von Dateien funktioniert. Die Hilfefunktion und die Webseite sind auch keine große Hilfe. Für dieses Programm bin ich zu blöd.

Kann ich damit wenigstens das interne Dateisystem etwas besser erforschen? Hierfür bietet mir Linda einen Punkt My Phone an. Beim Draufklicken gleich eine Warnung, dass das gefährlich sein könnte, Dateien zu modifizieren. Will ich doch gar nicht, zumindest nicht im Moment. Anschließend zeigt mir Linda wirklich ein wenig mehr als der AndExplorer. Im internen Stammverzeichnis finde ich nun weitere UNIX typische Verzeichnisse wie /config, /d, /dev, /sbin, /sys, /init, … Schon interessanter! Durch langes Drücken auf Ordner oder Dateien öffne ich ein Menü, dass mir viele Möglichkeiten, auch kopieren und verschicken über Email anbietet. Ich schicke mir selber eine .snd Datei und das klappt ganz gut.

Beim Draufklicken auf eine Datei kann ich mir eine Applikation wählen, z.B. den Dateieditor, und kann den Inhalt dann problemlos ansehen. Der Linda Manager zeigt mir offenbar alles an, was mich interessiert. Schreiben kann ich natürlich ohne root Zugriff nicht, aber das ist vielleicht im Moment auch besser. Wenn ich es nicht kann, kann es auch nicht jede x-beliebige Applikation – das ist Teil der UNIX-Sicherheitsphilosophie.

Astro-Manager: machmal ganz schön umständlich

Probieren wir noch einen Dateimanager aus: Der Astro Datei-Manager wird am meisten empfohlen und kommt mit einem Riesensatz an Zusatztools, Optionen und Möglichkeiten. Er ist allerdings in der kostenlosen Version werbefinanziert und das nervt schon etwas. Die Steuerung über eine Leiste, die den oberen Teil des screens verdeckt finde ich eher unpraktisch. Die Bildschirmdarstellung ist in der Standardeinstellung unübersichtlich. Erst wenn man unter Optionen – Aussehen und Verhalten – Schriftgröße  „klein“ einstellt, wird es erträglich. Das Kopieren ist etwas kompliziert. Man klickt lang auf die Datei, öffnet dann Open Cotaining Folder und dann kann ich ein Art cut & paste machen. Wirklich Spaß macht das nicht.

Auch die Anzeige von Systemdateien ist ein wenig komplizierter als beim Linda Manager, dafür kann ich aber viel mehr ansehen. Man muss zuerst lang auf die Datei drücken, dann öffnen als, dann Text auswählen und schließlich einen Editor wählen. Tatsächlich kann ich damit alle möglichen Datein im Editor öffnen, auch die, die nur binären Code enthalten. Dafür hat der Astro aber interessante Zusatzfeatures:

  • man kann sogenannte MIME Typen für die Dateiendungen auswählen und somit steuern, mit welcher Applikation eine Sorte von Dateien standardmäßig geöffnet wird.
  • es gibt eine Funktion für das Sichern von heruntergeladenen Apps auf der SD-Karte.
  • es gibt ein Zusatzmodul für Bluetooth, mit dem man offenbar auf diesem Weg Dateien zwischen Handy und anderen Geräten übertragen kann. Das werde ich mir ein andermal noch anschauen.
  • es gibt ein SMB Modul, mit dem man übers (WLAN) Netzwerk auf Windows oder Samba Freigaben zugreifen kann. Somit könnte man dann auf dem Handy auch Dateien öffnen oder abspielen, die auf dem Computer liegen. Die Funktion werde ich auch nochmal gesondert testen.

übersichtlich und kann alles: ES-Manager

Bis jetzt hat mir kein Dateimanager so richtig gefallen. Also suche ich weiter im Market. Als nächstes ist der ES File Explorer dran. Werbefrei und kostenlos – das ist schon mal sympathisch! Die Optik ist mir in der Standardeinstellung zu grobklotzig, aber das kann man ändern. Ich stelle um auf Listendarstellung und kleine Icons und schon wird es übersichtlich. Ich habe sogar eine kleine Auswahl an Themes und Farben. Das Kopieren geht auch ähnlich elegant wie beim AndExplorer. Entweder mit lange drücken oder mit Mehrfachauswahl über markieren und Optionen – Aktionen. Dort drücke ich dann kopieren und am Zielort wieder einfügen. Auch der nächste Test, der Zugriff auf die Systemdateien klappt einwandfrei und ohne Umwege. Dazu muss ich im Einstellungsmenu nur noch Verstecke Dateien anzeigen (kleiner Deutschfehler) anhaken. Macht also alles was ich will und sieht gut aus! Zusatzfunktionen wie ein App-Manager sind auch noch dabei. Was will ich mehr? Anscheinend habe ich meinen Dateimanager gefunden!

Doch zu gefreut? Nachdem ich die vorherigen Zeilen geschrieben habe, taucht doch noch ein Problem auf. Wenn ich mp3 Dateien direkt aus dem Dateimanager heraus starten will, geht das nur mit der Standard App Musik. Wähle ich hingegen zum Abspielen die App Songbird, bekomme ich nur einen schwarzen Bildschirm. Starte ich Songbird für sich allein, läuft es ohne Probleme. Ich teste das mal eben mit den anderen Dateimanagern:

  • Der Astro-Manager zeigt genau die gleichen Symptome
  • der kleinere AndExplorer kann mp3 samt Songbird ohne Probleme starten

Das bringt mich also auch nicht wirklich weiter. Es könnte ja durchaus gar nicht am Dateimanager sondern an der Programmierung von Songbird liegen. Oder es hat was mit dem Speicherplatz zu tun haben. Aber laut den abgelesenen Werten sollte eigentlich im RAM mit 62 MB noch genug Platz sein. Ich setzte daher erstmal eine Problembeschreibung und Anfrage in mehrere Android-Hilfeforen. Mal sehen, was die Experten sagen. Einstweilen bleibe ich erstmal beim ES-Manager und benutze halt zum Abspielen die App Musik. Und vielleicht probier ich bei Gelegenheit doch nochmal nen anderen Musikplayer aus.  Wenn Du auf Deinem Weg nicht weiterkommst, versuche einen anderen!

kleine Tastenkunde

5. Juni 2011

Der wichtigste Teil eines Handbuches ist meist die Erklärung der Tasten. Manchmal macht es auch später noch mal Sinn sich die anzuschauen. Ich habe mich z.B. schon die ganze Zeit gefragt, wie ich das Handy denn sperre. Sperren ist wichtig, denn jeder von uns ja wohl schon mal Anrufe bekommen von Handys, die ohne Wissen des Besitzers bzw der Besitzerin los telefoniert haben. Das verschafft dann gelegentlich interessante Einblicke 😉 Grundsätzlich sperrt sich mein Samsung automatisch nach ein paar Sekunden Untätigkeit. Wenn man es aber schnell einstecken will, ist selbst das zu viel.

Tastenerklärung im Handbuch

Bei Nokia Handys ist für das schnelle Sperren ja die Kombination Menuknopf – * zuständig. Aber wie geht das beim Samsung Galaxy Gio? Hier hilft mir doch nochmal das Handbuch auf die Sprünge. Ein kurzer Druck auf den Ein/Auschaltknopf am oberen Rand rechts tut es. Dieser schaltet den Bildschirm auch gleich ganz aus, so dass Strom gespart wird. Ein erneuter Druck auf Ein/Aus oder ein Druck auf die zentrale Startbildschirmtaste, stellt das Bild wieder her – allerdings immer noch gesperrt. Entsperren geht dann über ein sanftes Verschieben des Reglers auf dem Touchscreen nach rechts. Darüberhinaus dient der Ein/Ausschaltknopf natürlich auch noch wirklich zum Ein- und Ausschalten des Geräts. Dazu muss man sie etwas länger drücken. Das Ausschalten läuft immer über ein vorgeschaltetes Menu – auch noch längeres Drücken allein bewirkt nicht mehr. Das Menu bietet mir außer dem Ausschalten auch noch die Optionen, dass Handy stumm zu schalten, Datennetze auszuschalten und einen Offline Modus für den sicheren Betrieb im Flugzeug.

Das Samsung Galaxy Gio und seine Tasten

Auch bei den anderen Tasten lohnt es sich nochmal genauer hinzuschauen.

Die zentrale Startbildschirmtaste bringt mich eben dahin immer wieder zurück – egal in welcher Anwendung ich gerade festsitze. Das ist praktisch, manchmal aber auch ungewollt. Wie komme ich denn in meine Anwendung wieder zurück, falls ich die Taste irrtümlich betätigt habe? Offenbar nur, indem ich das Programm erneut aufrufe. Zumindest lande ich dann immer wieder an der selben Stelle im Programm.

Die Menütaste links bietet in jeder Lebenslage alle möglichen Optionen. Gerade auch, wenn kein Programm sondern der Homescreen/Startbildschirm aktiv ist. Dann nämlich komme ich damit schnell in die auch durch das Zahnrad symbolisierten Einstellungen. Diese sind ja so eine Art Schaltzentrale für das ganze Gerät. Über Bearbeiten komme ich mit einem Klick in die Übersichtsdarstellung der bis zu 7 Seiten meines Homescreens. So kann ich mir schnell die passende Seite durch Drücken auswählen (wenn ich mich auf den Bildschirmen meines eigenen Gerät auskenne !).

Die Zurück-Taste ist in den Homescreens funktionslos. Nur bei der Übersichtsdarstellung bringt sie einen zum Ausgangsbildschirm zurück. Ihre Stärke spielt diese Taste innerhalb der Programme aus. Dort bringt sie einen aus Untermenus und Tastatureingabefeldern wieder zurück. Sie ist offenbar auch der einzige Weg ein Programm sauber zu beenden. Drückt man nämlich einfach die Startbildschirmtaste läuft das Programm im Hintergrund weiter, was nicht immer erwünscht ist und wohl auch Strom kostet. Die meisten Apps haben offenbar keine Beende-Funktion. Das hat mich zuerst ganz schön verwirrt, aber dann habe ich im Netz nachgelesen, dass das tatsächlich eine Eigenschaft von Android-Programmen ist.

Schließlich gibt es noch die Lautstärke-Taste auf der linken Seite als Kippschalter mit + und – Regler. Mit dieser stelle ich im Homescreen nur die Klingellautstärke ein. Auf weitere Funktionen innerhalb von Programmen und Anwendungen gehe ich dann bei der jeweiligen Gelegenheit nochmal gesondert ein.

Für mich hat sich die kleine Tastenerkundung jedenfalls gelohnt. Die eine oder andere Funktion ist mir jetzt klarer und ich finde mich schneller zurecht.