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Software update und Branding

11. April 2012

Beim Kauf meines LG Smartphones habe ich natürlich darauf geachtet, dass es simlock-frei ist, d.h. ich es mit jedem beliebigen Netz, Vertrag oder Prepaid nutzen kann. Davon zu unterscheiden ist nochmal ein sogenanntes Branding. Darunter versteht man eine festeingestellte Vorkonfiguration der Geräte-Soft(Firm)ware für ein bestimmtes Netz, bzw. einen bestimmten Provider. Mein LG Gerät stammt offenbar ursprünglich aus einem Vodafone Vertrag und kommt daher mit einem Vodafone-Branding daher. Branding hat meist einige Nachteile, u.a.

  • Software Updates sind oft erst später oder gar nicht verfügbar
  • meist sind einige Applikationen vorinstalliert, die sich nicht entfernen lassen. Diese kosten auch dann Speicher und Systemresourcen, wenn ich sie gar nicht nutze.
  • oft sind bestimmte Links und Funktionen fest mit speziellen Online-Diensten des ausliefernden Providers verbunden. Wenn ich mich aber nun in einem anderen Netz befinde, kann ich diese meist gar nicht sinnvoll nutzen.

Grundsätzlich läßt sich das Branding entfernen. Dazu müsste ich allerdings das Betriebssystem zuerst durch ein spezielles Custom ROM Betriebssystem ersetzen und könnte anschließend die Orginal-Android-Software des Herstellers LG ohne Branding zurückspielen. Sinnvoll ist es, vorher mal im Internet nachzuforschen, ob das schon jemand für genau dieses Gerät versucht hat und das problemlos gelaufen ist. In der Tat finde ich einige Hinweise im Internet für genau meinen Fall.

Ich komme aber dann zu der Schlußfolgerung, dass der ganze Aufwand gar nicht nötig ist. Das Branding macht sich fast nur durch das Vodafone Symbol als Animation beim Einschalten bemerkbar. Das Gerät hat so viel Speicher, dass die paar vorinstallierten (und meist sinnvollen) Apps kaum stören. Alle anderen Voreinstellungen lassen sich löschen oder verändern. Und vor allem: Das unbedingt sinnvolle Update auf Gingerbread (Android 2.3.4) ist auch für die Vodafone Version bereits erhältlich.

Ich mache mich also gleich als erstes daran, die Software auf den neuesten Stand zu bringen. Dazu installiere ich auf meinem Windows PC von der LG Seite den USB Treiber und die „PC Suite“. Anschließend verbinde ich mein Gerät per USB-Kabel. Die Anleitungen und Hinweise in den Software-Menus wirken etwas wirr und widersprüchlich und der ganze Prozess läuft komplizierter als nötig ab. Eine Software startet eine andere, dann kommt wieder die Nachfrage, ob ich die USB Treiber installiert habe. ??? Zwischendurch dann nochmal die Meldung, dass die Kommunikation unterbrochen wurde und ich das Handy trennen und wieder anstecken soll. Das tue ich mal besser nicht, denn genau das soll ich ja während eines Updates tunlichst vermeiden. Ich drücke wiederholen und nun klappt es endlich. Schließlich startet mein LG Gerät von selber neu und eine Überprüfung der Softwareversion (über Telefoninfo in den Einstellungen) zeigt, dass ich nun Android 2.3.4. mit LGE-Version LGP990-V20e habe. „LGE“ heißt hier wohl LG Edition und das „V“ in V20e steht wohl für Vodafone.

Jedenfalls habe ich nun einen halbwegs aktuellen Softwarestand, der wohl auch schon einige Bugfixes (=Fehlerbereinigungen) für Version 2.3.4 enthält. Das wird mir hoffentlich eine Reihe von kleineren und größeren technischen Problemen, über die in diversen Foren berichtet wird, von vornherein ersparen.

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Netzclub verändert Tarif

19. Juni 2011

Bisher bin ich mit dem speziellen werbefinanzierten Netzclub-Tarif ganz gut gefahren. Keine monatlichen Raten, nur Prepaid fürs Telefonieren. Und das Surfen ist kostenlos und bis zu einer Datenmenge von 200 MB sogar mit UMTS High-Speed. Das hat mir wider Erwarten sogar gereicht, weil ich unterwegs keine sehr Daten-lastigen Anwendungen wie Videos aufgerufen habe.

Nun erhalte ich eine SMS, die mir mitteilt, dass Telefonieren nun nur noch 9 Cent statt 11 Cent pro Minute kostet. Das ist erfreulich! Weiter heißt es: „Sichere dir weiterhin deine kostenfreie Internetflatrate (200 MB ohne Geschwindigkeitsreduzierung), indem du bis zum 31.07.2011 einmalig Guthaben auflädts.“ Ich kucke auf der Netzclub-Seite nach und entdecke, dass der Tarif zumindest für Neukunden deutlich verändert wurde. Nun gibt es nur noch 100 MB, bevor die Geschwindigkeit gedrosselt wird. Eine größere Datenmenge kriegt man nur, wenn man den „Sponsored Surf – Pro“ für monatlich 5 € Zuzahlung wählt. Das ist natürlich für Leute, denen es vor allem ums mobile Surfen geht, deutlich weniger attraktiv. Aber immerhin: die Regelung für „Kunden der ersten Stunde“ wie mich ist fair. Die 10 € werde ich aufladen.

Aus einem Computer-Presseartikel erfahre ich weiter, dass „ab sofort das mobile Bezahlsystem mpass zur Verfügung“ zur Verfügung steht“. Damit könnte man dann kleinere Artikel in Online-Shops direkt bezahlen. Wäre durchaus sinnvoll – es ist ja ziemlich unsicher auch für Minibeträge immer die Kreditkartennummer rauszurücken. Komischerweise ist davon auf der Netzclub-Seite noch nichts zu lesen. Na ja, warten wirs ab.

welcher Mobilfunkvertrag?

26. Mai 2011

Bei der Anschaffung eines Internet-fähigen Smartphones stellt sich schnell die Frage nach dem Mobilfunkvertrag. Natürlich könnte ich in mein Handy irgendeine Prepaidkarte stecken, mit der ich lediglich telefonieren kann. Damit könnte ich dann das Internet nur nutzen, wenn ich gerade in einem Wifi/WLAN Netzwerk eingeloggt bin. Aber viele der potentiell nützlichen Features kommen eigentlich nur zur Geltung, wenn ich wirklich mobil, von unterwegs auf Informationen und Services aus dem Netz zugreifen kann.

Nicht zuletzt deswegen entscheiden sich ja viele Nutzer auch für einen – oft teuren –  Mobilfunkvertrag, bei dem sie eine Internetflatrate und das Handy selbst zusammen bekommen. Der Nachteil liegt auf der Hand: Man zahlt ab sofort jeden Monat teure Raten an den Mobilfunkbetreiber. Man ist auf das jeweilige Netz für lange Zeit festgelegt und wenig flexibel, wenn man ein anderes Handy oder andere Leistungen will.

Ich suche also nach einer offeneren und günstigen Lösung. Dabei lege ich auf eine Telefonie-Flatrate weniger Wert. Generell telefoniere und simse ich nicht so viel vom Handy aus und bin bisher mit einem Prepaid Tarif gut gefahren. In Bezug auf das Internet wäre es jedoch schon schön ein wenig Reserve zu haben. Viele angebliche Flatrates drehen den Saft schon nach relativ geringen Download-Mengen runter und dann geht es nur noch im 64 kbit/s Schneckentempo. Bei manchen lauern sogar Kostenfallen, weil nach Erreichen der Freigrenze jedes weitere MByte teuer berechnet wird.

Ich konsultiere also nun einschlägige Telefontarifvergleichseiten wie z.B. teltarif.de. Und stoße bald auf ein interessantes Angebot: O2 bietet eine werbefinanzierte Surfflatrate: Netzclub.de Man bekommt bis zu 30 Werbe-SMS pro Monat und soll auf mindestens eine reagieren (wobei offenbar klicken auf das Angebot ausreicht). Dafür bekommt man eine Surf-Flatrate immerhin bis 200 MB (Die genauen Konditionen sind etwas versteckt: dafür muss man auf die kleine hochgestellte 1 beim Surftarif klicken). Handy Telefonate kosten 11 Cent/min in alle Netze, was zwar etwas teuer als die günstigsten Angebote ist aber immer noch im Rahmen. Das wichtigste ist: ich kann es jederzeit wieder abbestellen. Die preisgegebenen Daten scheinen ungefährlich und gegen passende Angebote für Dinge, die mich potentiell interessieren, ist ja an sich nichts zu sagen. Das scheint das richtige zu sein, um mobile Internetnutzung mal praktisch auszuprobieren.

Also registriert und bestellt und per email-Link bestätigt. Die Lieferung ist superschnell, schon 2 Tage später habe ich die SIM Karte – noch bevor mein Handy eintrifft. Nun bin ich gerüstet.