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screenshot auf LG smartphone

18. April 2012

Da ich jetzt ein neues Androidgerät habe, muss ich mir natürlich – speziell als Blogger – nochmal Gedanken machen, wie ich den Bildschirminhalt für die Dokumentation abgespeichert kriege. Bei meinem vorigen Samsung Handy gab es ja dafür eine Geräte-eigene Funktion durch gleichzeitiges Drücken der Zurück und Home Taste. Praktischer allerdings war die kostenlose App Screen Capture Shortcut Free, mit der man verzögert einen screenshot machen konnte und die auch ohne root funktionierte. Ich hole mir also gleich mal diese bewährte App und installiere sie auf meinem LG. Doch leider: Gegenwärtig scheint dieses Programm nur die Samsung Galaxy Serie zu unterstützen.

Also kucke ich erstmal im Handbuch nach, ob das LG-P990 eine ähnliche Funktion intern eingebaut hat. Auf Seite 38 werde ich fündig:

Screenshot erstellen

Wenn Sie gleichzeitig auf die Home- und die Ein-/Austaste/ Sperrtaste drücken wird von dem aktuellen Bild ein Screenshot erstellt. Sie hören das Auslösegeräusch einer Kamera. Dieses Bild wird dann auf dem Speicher abgelegt. Sie finden es in der Galerie. (Beachten Sie, dass Sie keine Screenshots von Videos erstellen können.)

Das probiere ich gleichmal. Ist genauso fummelig und umständlich wie es klingt, aber es funktioniert immerhin. Das Bild finde ich schnell über die Systemapp Galerie, den eigentlichen Pfad sehe ich aber dort nicht. Den kriege ich raus mit Hilfe des bereits früher bewährten ES Datei Explorer. Den Pfad zu wissen ist immer dann wichtig, wenn ich das Screenshot-Bild woanders hin kopieren oder weiterverarbeiten will, also eigentlich immer. Ich kriege dann raus, dass der Screenshot auf der internen SD Karte im Verzeichnis /sdcard/CapturedImages/ abgelegt wird.  Wenn ich das Handy per USB an den Computer anschließe, wird mir auch die interne Karte als Laufwerk geöffnet; ich kann das Bildschirmfoto also bequem rüberkopieren.

Allerdings ist mir der Auslösevorgang zu umständlich und zu wenig flexibel. Durch mein vorher genutztes Capture-Tool bin ich verwöhnt und hätte gerne etwas ähnliches, speziell mit der Funktion, mit einer einstellbaren Verzögerung einen Screenshot zu machen. Ich forsche also mal bei Google Play nach, ob es auch etwas gibt, was mein LG Handy unterstützt. Dabei kommen für mich nur Tools ohne root Zugriff in Frage, weil ich wirklich nicht einsehe, irgendeinem mir unbekannten Programmierer wegen so einer banalen Funktion vollständigen und unkontrollierbaren Zugriff auf mein System zu geben.

Screenhot UX hat viele nützliche Optionen

Das an und für sich kostenpflichtige Tool Screenshot UX verspricht, dass es auf vielen Geräten auch ohne root läuft und hat immerhin eine kostenlose trial Version, mit der man 15 Screenshots machen kann. Mein LG-P990 ist unter den Geräten, die ohne root supportet werden, daher probiere ich das gleich mal aus. Und in der Tat: Die App tut, was sie verspricht, und bringt auch all die Funktionen mit, die man erwartet, und sogar noch einige mehr:

  • screenshot über einen Button auslösen, den man auf dem Bildschirm verschieben und sogar in der Größe verändern kann
  • screenshot durch Schütteln auslösen
  • screenshot mit einstellbarer Verzögerung auslösen
  • countdown anzeigen oder verbergen
  • wählbare Aktion nach dem screenshot
  • Bildschirm ausschnitte auswählen
  • Größe des Screenshot-Bildes auswählen
  • Pfad wählen, unter dem das Bild abgespeicher wird, (z.B. auf der externen SD-Karte)
  • usw.

Soweit ich das versucht habe, funktioniert alles anstandslos. Diese App ist also eine sinnvolle Ergänzung zu der Systemfunktion über die Tastenkombination. Für jemand wie mich, der öfter den Bildschirminhalt festhalten muss, sind die 3,13 €, die die Vollversion kostet, sicher gut investiertes Geld.

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endlich Gingerbread fürs Gio

1. Oktober 2011

Das hat gedauert! Nachdem bereits im Juni erste Meldungen über ein Upgrade auf Android 2.3 („Gingerbread„) für das Samsung Gio die Runde machten, steht es nun endlich über Kies auch in Deutschland zur Verfügung. Ich habe die Kies-Software längere Zeit gar nicht benutzt, habe dann aber den Hinweis im smartdroid Blog gelesen. Dankeschön für den Hinweis!

Ich schließe nun also mein Gio über das USB Kabel an (und lasse es dabei im Debugging Modus). Anschließend starte ich Kies. Das Programm holt sich erstmal Tonnen an Updates aus dem Internet, aber das bin ich ja schon gewohnt. Anschließend meldet es dann doch tatsächlich, dass eine „neue Firmware-Version“ für mein Handy verfügbar ist – ohne genau zu sagen, um welche Version es sich handelt. Das will ich natürlich haben und drücke auf Aktualisieren. Kies lädt nun noch die eigentliche Firmware Datei nach und startet anschließend den Upgrade Prozess. Zuvor werde ich noch ermahnt, alle wichtigen Daten zu sichern, weil sie verloren gehen könnten. Außerdem bittet Samsung darum „Telefon und IP Daten“ bis zu 2 Jahren auf einem Server speichern zu dürfen – angeblich für Support-Zwecke. Das wollen wir dann doch lieber nicht, aber immerhin nett dass sie gefragt haben. Was ich hingegen gerne annehme, ist das Angebot Kontaktdaten und Browser-Favoriten mit Kies zu sichern.

Der Upgrade-Vorgang geht dann problemlos und zügig weiter. Mehrfach werde ich gewarnt, auf keinen Fall das Kabel zu trennen. Das sehe ich ein, denn als Briefbeschwerer ist selbst das Gio zu teuer. Auf dem Handy selber leuchtet in einem unheimlichen Gelb auf dem inzwischen dunklen Bildschirm der Hinweis „downloading“. Schon bald ist diese Phase aber überstanden und Kies meldet vollen Erfolg auf ganzer Linie. Ich soll nun das Handy vom Computer trennen, neu starten und anschließend wieder anschließen. Das Smartphone hat zwar inzwischen bereits selber neu gestartet, aber ganz fertig scheint es noch nicht zu sein, denn es ist bei dem bekannten leuchtenden Samsung-Schriftzug hängen geblieben. Ich schalte es also aus, entferne zur Sicherheit auch nochmal kurz den Akku und starte es neu. Nach einem kurzen Moment der Ungewissheit erhalte ich dann doch tatsächlich die PIN Abfrage meiner SIM Karte. Nun wird wohl alles gut.

Bald ist mein Handy wieder mit dem gewohnten Hintergrundbild hochgekommen. Es sieht eigentlich alles aus wie gewohnt, nur die Darstellung der Symbole wirkt etwas kleiner, schärfer und prägnanter. Insbesondere in der Statusleiste am oberen Rand ist das deutlich hübscher, der Akkustand hat sogar ein ganz neues Symbol spendiert bekommen. Die Apps, Kontodaten und weiteren Einstellungen scheinen alle den Sprung auf die neue Version gut überstanden haben – mit einer Ausnahme: Ausgerechnet das Google-Konto meldet Synchronisierungsprobleme.Ich vermute, dass das Handy schlicht das Passwort vergessen hat und genau so scheint es zu sein. Nach Neueingabe klappt auch der Zugang und das Synchronisieren wieder. Sicherheitshalber spiele ich noch mit Kies die Kontakte und Favoriten wieder zurück, obwohl das wahrscheinlich gar nicht nötig wäre. Anschließend gehe ich auf Erkundungstour.

In den Systemeinstellungen finde ich die endgültige Bestätigung, dass Samsung mir nun wirklich Android 2.3 rübergeladen hat. Ich mache davon gleichmal einen Screencapture-Foto. Die restlichen Menueinstellungen scheinen weitgehend identisch, nur unter Akkuverbrauch gibt es einiges neues. Das werde ich mir später nochmal genauer ansehen – angeblich soll ja Gingerbread die Akkulaufzeit deutlich erhöhen.

Beim Versuch das Screen-Foto auf den PC rüberzuladen, stoße ich dann doch noch auf eine wesentliche Änderung. Über Kies geht das Kopieren per USB-Kabel natürlich so oder so, aber ich will ja lieber die SD-Karte des Handys einfach als USB-Laufwerk einbinden. Der Trick dabei bestand bisher darin, in den Einstellungen unter Anwendung – Entwicklung den standardmäßig eingeschalteten Debugging Mode auszuschalten. Dann kam automatisch die Abfrage, ob ich den USB-Speicher verbinden will. Das mache ich jetzt wieder – und nichts passiert. Nach einer Weile finde ich heraus wie es doch geht: In der Statusleiste wird eine Meldung angezeigt, dass das USB-Kabel verbunden ist. Wenn ich auf diese Meldung draufdrücke, bekomme ich das gewohnte  Angebot, den USB Speicher zu verbinden und zwar auch ohne, dass ich den Debugging Mode ausschalte.

Na prima, dann läuft ja erstmal alles und ich habe einen Schritt vorwärts gemacht. In den nächsten Tagen werde ich sicher praktisch erfahren, ob wirklich alles funktioniert und ob  – wie ich hoffe – Performance und  Akkuverbrauch tatsächlich unter Android 2.3 besser gemanagt werden. Ich bin gespannt und werde darüber berichten.

Stromfresser

18. Juli 2011

Das Thema Akkulaufzeiten hat mich bei meinem Gio von Anfang an verfolgt. Schon bei meinen ersten Versuchen mußte ich schmerzhaft feststellen, dass das Rumspielen mit den Apps das Handy in null-Komma-nichts leersaugt. Teilweise mußte ich sogar mehrfach am Tag aufladen.

Was ich kaum zu hoffen gewagt hätte: Es ist wirklich besser geworden. Zum einen scheint mein Handy nun, nachdem ich es viele Male fast vollständig entladen und wieder aufgeladen haben, tatsächlich den Strom länger zu halten. Zum anderen  hat sich mein Verhalten geändert:

  • Ich spiele jetzt nicht mehr stundenlang mit dem Handy herum, um Neues auszuprobieren, sondern eher gelegentlich und gezielt.
  • Ich nutze nur noch wenige Apps öfter und auch die dann meist nur wenige Minuten am Tag. Ein Beispiel ist z.B. Öffi, das ich auf dem Weg durch die Stadt gern verwende, aber eben immer nur für relativ kurze Anfragen.
  • Ich schalte GPS immer aus, wenn ich es nicht brauche. Und brauchen tue ich es eigentlich nur bei allem was mit Navigation zu tun hat. Vielleicht einmal am Tag. Bloß, weil irgendwie eine App gerne wissen will, wo ich gerade bin, heißt das ja noch lange nicht, dass ich dem Verlangen nach GPS nachgeben muss.
  •  WLAN schalte ich meistens aus, wenn ich außer Haus bin. Beim WLAN Empfänger habe ich auch oft den Eindruck, dass der gerade dann, wenn das Handy sich in der Nähe von vielen Netzen befindet aber in keines davon sich einloggen kann, besonders viel Strom verbraucht. Vielleicht versucht das Gerät es dann ja immer wieder. Das Auschalten setzt dem jedenfalls eine Riegel vor.
  • Bluetooth nutze ich bisher gar nicht. Ich will es zwar noch testen, speziell mit einem Handset. Aber es wird wohl kaum für mich zur Dauereinrichtung werden, meistens kann ich getrost abgeschaltet lassen.
  • Ich schalte konsequent das Display aus (durch kurzen Druck auf die Ausschalttaste), wenn ich das Handy nicht mehr brauche oder bevor ich es einstecke. Wenn ich das vergesse, habe ich immer noch eine 3 min Abschaltautomatik eingestellt
  • Generell habe ich die Helligkeit weit heruntergesetzt. Das ist in geschlossenen Räumen und der U-Bahn noch allemal hell genug. Hoch stelle ich das Licht nur, wenn ich bei Tag im Freien etwas ablesen will. Wobei draußen bei Sonnenschein das Ding derart spiegelt, dass auch die größte Helligkeit wenig nützt. Aber das ist nicht nur bei Handys sondern auch bei Notebooks ein bekanntes, generelles Problem.

All diese Dinge zusammen führen dazu, dass mein Handy nun trotz häufiger Benutzung rund 2 Tage Saft hat, bevor es wieder ans Kabel muss. Das Aufladen selber geht relativ flott (ca. 3h), wobei ich über die Batteriestandsanzeige kontrolliere, ob ich auch 100% erreicht habe.

Aber ich kann anscheinend noch mehr tun. Im c’t Sonderheft zu Android finde ich einen ausführlichen Artikel zu den Akkulaufzeiten. Dort wird besonders auf die regelmäßigen Netzanfragen von Hintergrunddiensten hingewiesen. Der Google-Ingenieur Jeffrey Sharkey wird zitiert. Demnach soll bereits eine Anwendung, die alle 10 Minuten für 8 Sekunden eine Verbindung zum Netz aufnimmt, den Standby Verbrauch verdoppeln. Dort werden auch mehrere Tools beschrieben, die bestimmte Funktionen je nach Situation, Ort oder Zeit automatisch an und ausschalten. Nur scheinen die meisten dieser Tools auch nichts anderes zu machen, als das, was ich ohnehin schon (siehe oben) tue. Wäre also höchstens ein wenig bequemer, wenn das An- und Abschalten automatisch funktioniert. Vorausgesetzt, dass die Regeln zuverlässig greifen.

Die einzige beschriebene App, die mich vom Konzept her wirklich überzeugt ist Juice-Defender. Damit kann man den Anwendungen das nach Hause Telefonieren etwas abgewöhnen, indem man nur alle 15 min ein Fenster für eine Minute öffnet. Davon lade ich mir jetzt mal die kostenlose Version herunter und probiere es aus. Man kann dort entweder verschiedene Profile wählen oder die Parameter selbst anpassen. Ich wähle natürlich letzteres. Schnell stelle ich fest, dass viele der möglichen Einstellungen ausgegraut sind – diese sind offenbar den beiden kostenpflichtigen Versionen vorbehalten: Juice-Defender Plus und Juice-Defender Ultimate. Aber die für mich wichtigsten Funktionen sind auch in der kostenslosen Version dabei:

  • Mobilfunk-Daten Transfer aus- und einschalten
  • Zeitplan für das Synchronisieren von Daten und Konten. Wählbar ist hier eine Frequenz von 15 oder 30 min (die kostenpflichtigen Versionen bringen hier noch mehr Flexibilität).

Die Bedienung des Menus ist überhaupt nicht schwierig (wie es in dem c’t Artikel heißt – aber vielleicht kannten die nur eine frühere Version). Allerdings habe ich festgestellt, dass bestimmte Anwendungen mit dem aktivierten Saftverteidiger hin und wieder ein Problem haben, speziell das von mir genutzte Websharing. Aber gut, dann schalte ich den Juice-Defender halt kurzfristig aus. Oder ich kaufe mir doch die Plus oder Ultimate-Version, die es erlaubt bestimmten Anwendungen grundsätzlich freien Durchlass zu gewähren.

Aber nun zur Kernfrage: Bewirkt die App überhaupt etwas in Bezug auf Akku-Laufzeitverlängerung? Schwer, dies objektiv zu messen, denn ich kann nicht tagelang immer wieder das selbe Nutzungsprofil reproduzieren. Es scheint aber eine gewisse Verbesserung zu geben. Nachdem ich zuletzt mit meinen manuellen Methoden 30 – 40 Stunden Laufzeit erreicht hatte (bis zum Akkustand 15%) sind es nun bei etwa gleichem Benutzungsprofil 40 – 50 Stunden. Offenbar leistet die App in Zeiten der relativen Inaktivität gute Dienste – dann geht der Stromverlust auf fast Null zurück. Für die Zeiten, wo ich mit meinem Handy arbeite, bringt sie allerdings so gut wie nichts – leider kommt aber ja genau während dieser Perioden der Großteil des Stromverbrauchs zustande. Letztlich ist der entscheidende Faktor also doch wieder mein eigenes Verhalten. Das Aufladekabel mit dabei zu haben, bleibt Pflicht.

Systemvergleich

14. Juli 2011

Durch Zufall bin ich auf einen Artikel in einem Apple-orientierten Magazin gestoßen. Der Autor – bekennender iPhone-Anhänger testet dort im Selbstversuch für ein paar Tage ein Android-Handy: das Samsung Galaxy S2. Dieses Gerät kenne ich selber nicht aus eigener Erfahrung, weiß nur, dass es um einiges stärker (und teurer) ist als mein eigenes Samsung Galaxy Gio. Aber dennoch kommt mir so einiges bekannt vor.

Der Autor erkennt an, dass das Samsung-Gerät in einigen Punkten von der Hardware und den Funktionen her besser ist. Und er findet auch zu seiner eigenen Überraschung einige Konzeptideen von Android im Vergleich zu Apples iPhone gar nicht schlecht. Aber dann kommt es faustdick. Und seine Kritik ist sehr konkret und nachvollziehbar. Besonders interessant finde ich folgende Erfahrungen, die ich auch für mein Gio bestätigen kann:

  • Android-Market „weder ansehnlich noch übersichtlich“
  • verschachtelte Systemeinstellungen
  • Micro-USB-Kabel anschließen „Lösung tief in den Systemeinstellungen verborgen und alles andere als intuitiv“
  • Display-Drehung „holprig“
  • Bildschirm-Entsperrung „funktioniert selten auf Anhieb“
  • Scroll-Verhalten „unorganisch und in der Geschwindigkeit oft nicht analog zur Bewegung des Fingers“

All diese Punkte sind richtig und gegenwärtig Schwachstellen, die wohl keineswegs nur die Samsung Handys sondern alle Android Handys betreffen. Wenn das beim iPhone wirklich besser ist, sind das wichtige Argumente.

Der Schlußfolgerung des Autors aber, dass das iPhone nach wie vor sein Favorit bleibt, kann ich dennoch nicht folgen. Denn es geht hier nicht um einen Schönheitswettbewerb, sondern um eine Philosophie. Ich will mir nicht von Steve Jobs vorschreiben lassen, was ich mit meinem Handy machen darf und was nicht. Mir ist eine etwas komplizierte USB-Synchronisation mit dem PC tausendmal lieber als eine über iTunes kastrierte. Technische Holprigkeiten von Android wird man sicher in den nächsten Versionen noch ausbügeln können. Die Tendenzen bei Apple aber, den Kunden zu entmündigen und Medieninhalte zu zensieren, sitzen weit tiefer und disqualifizieren in meinen Augen die Produkte dieser Firma. Jedenfalls bis auf weiteres – man soll die Hoffnung auf ein Umdenken auch bei Firmen und Managern nie aufgeben.

Kies

7. Juli 2011

Fast jeder Hersteller von Handys bietet auch ein zugehöriges PC-Programm an. Damit kann man dann Daten synchronisieren, manchmal auch subtile Einstellungen am Handy vornehmen und die Firmware updaten. Samsung bietet für seine Smartphone Reihe hier die Software Kies zum kostenlosen Download an. Der Name „kies“ ist wohl koreanisch und hat eher nichts mit dem deutschen „Kies“ zu tun. Es wird aber offenbar so wie im Deutschen ausgesprochen: mit langem i. Was der Name aber genau bedeutet habe ich nicht rausgekriegt. Es gibt wohl in Korea eine Rappergruppe „sechs kies“, aber das hilft mir auch nicht viel weiter.  Vielleicht weiß ja jemand, der hier mitliest, mehr? Ich bin neugierig.

Die Software scheint es für mein Handy derzeit nur für Windows zu geben. Für andere Handys gibt es wohl auch Mac Versionen, insofern dürfen die Mac User noch Hoffnung haben. Linux Nutzer schauen aber wohl bis auf weiteres in die Röhre. Ich habe immerhin auf einem meiner PCs noch Windows und installiere mir daher das Ding mal. Ich bin allerdings auf das schlimmste gefaßt. Bei einem anderen großen ostasiatischen Hersteller habe ich da schon die Erfahrung gemacht, dass teilweise Spyware installiert wird und in den Lizenzbedingungen haarsträubende Dinge zum Datenschutz drinstehen. Hoffen wir mal, dass Samsung diesbezüglich vertrauenswürdiger ist.

Bereits beim Installieren wird mir per eingeblendeten Bildern vermittelt, was die Software alles kann. Es scheint auf zwei grundlegende Funktionen hinauszulaufen:

  • die Synchronisierung von Daten auf meinem PC mit meinem Handy und umgekehrt. Hierzu gehören Kontaktdaten aus Emailprogrammen, Termine, Musik, Videos und Podcasts
  • die Verwaltung, Reparatur und das Upgraden der Firmware bzw des Betriebssystems des Handys

Für ersteres brauche ich nicht unbedingt die Samsung Software – ich kann durch direkten Zugriff auf die SD-Karte über USB erledigen. Die Synchronisierung von Kontakten und Terminen kann ich auch über mein Google Mail Konto, das ich unter Android sowieso benötige, vornehmen (hierzu folgt noch ein Extra Bericht).

Die Software installiert sich und startet jedenfalls mal ohne Probleme. Andere waren da nicht so glücklich und hatten plötzlich den Bildschirm voll mit koreanischen Zeichen. Auch auch da fand sich aber offenbar eine Lösung.

Meine Firewall zeigt an, dass sie während der Installation und immer wieder beim Start aufs Internet zugreifen will, was wegen updates und ähnlichem grundsätzlich nachvollziehbar ist. Ich stelle meine Firewall aber so ein, dass das jedesmal neu abgefragt werden muss. So stelle ich sicher, dass Kies nur dann nach Hause telefoniert, wenn es dafür auch gerade einen handfesten Grund gibt und ich es mitbekomme.

Für die Synchroniserungsfunktionen bietet mir das Programm an, eine Bibliothek von vorhandenen Multimediadateien (Musik, Videos, Podcasts) anzulegen. Das ist grundsätzlich praktisch, weil man so direkt Zugriff auf alle Mediendateien hat, auswählen kann, welche man aufs Handy übertragen will, und sogar Abspiellisten erstellen kann. Die bei den Videos voreingestellte Vorschau-Funktion ist aber ziemlich unbrauchbar. Ich stelle auf Listenansicht um und nun geht es übersichtlicher zu.

Kies erkennt das Gio ohne Probleme

Nun kommt die Stunde der Wahrheit: Während Kies auf dem PC läuft, schließe ich das Handy per USB Kabel an. Den Debugging Mode deaktiviere ich diesmal nicht. Anders als vor der Installation von Kies erkennt nun mein Computer offenbar das Gerät und beginnt diverse Treiber zu laden (passiert nun beim ersten Mal). Nach einer Weile erscheint das Gerät als GT-S5660 unter Verbundene Geräte. Ich kann nun

  • Daten von meinem Gerät sichern (aber leider nur Kontakte und Lesezeichen – das Sichern von installierten Apps und der Konfiguration des Homescreens ist offenbar nicht vorgesehen)
  • die Firmware des Geräts updaten,
  • Dateien hin und her kopieren,
  • Videos beim Übertragen automatisch an die Auflösung und lesbare Formate meines Geräts anpassen
  • spezielle Samsung Apps in deren Shop downloaden, teilweise kostenlos, teilweise muss sie auch erst bezahlen (was aber offenbar auch mittels dieser Software geht)
  • eine Explorer öffnen mit dem ich den Inhalt der SD Karte wie auf einem USB Drive angezeigt bekomme.

Mich interessiert natürlich vor allem die Frage der Firmware-Updates. Denn das ist ja die einzige Funktion, für die ich tatsächlich Kies benötige. Im Internet wurde ja Android 2.3 für die Galaxy Serie bereits angekündigt. Aber Kies behauptet dennoch steif und fest, dass meine gegenwärtige Firmware Version mit Android 2.2 up-to-date ist. Muss ich wohl noch ein wenig warten. Immerhin bietet Kies auch eine spezielle Notfallwiederherstellungsfunktion bei mißglückten Firmware Upgrades an. Gut zu haben aber hoffentlich brauche ich es nie.

Auch die Video-Konvertier-Funktion könnte durchaus gelegentlich nützlich sein. Denn standardmäßig spielt mein Gerät nur einige wenige Videoformate ab. Dies läßt sich zwar durch andere Videoplayer, die mehr Formate (Codecs) kennen, erweitern, aber die Qualität ist nicht so berauschend. Es gibt allerdings auch andere frei erhältliche Software, die die Umwandlung für Android kann. Da werde ich mal mit experimentieren, was besser funzt.

Weniger interessant scheinen die Samsung Apps zu sein. Das Installieren ist zwar mit Kies sogar noch einfacher sein als aus dem Android Market, aber die Auswahl ist sehr begrenzt. Es gibt zudem keine Option nur die Apps anzuzeigen, die auch mit Android kompatibel sind – die allermeisten Apps scheinen für das Samsung Betriebssystem Bada programmiert zu sein. Jedenfalls ist da erstmal nichts dabei, was ich haben will.

Insgesamt werde ich diese Software wohl eher selten benutzen. Der Hauptnutzen ist die Möglichkeit von Firmware-Upgrades und das dauert offenbar in meinem Fall noch. Immerhin hat die Software nichts auf meinem PC kaputtgemacht und wohl auch nichts Böses im Hintergrund installiert. Und ich kann auch weiterhin auf das Handy als USB drive oder Webshare zugreifen. Die Software ist aber insgesamt nicht schlecht gemacht und für Leute, die weniger erfahren im Umgang mit Computern sind, aber ihr Handy mit Inhalten befüllen wollen, sicher sinnvoll.

Screencapture

18. Juni 2011

Ein freundlicher Mitleser hat mir in einem Diskussionsforum empfohlen, doch besser Screen-Prints für mein Blog zu verwenden statt den Handy-Bildschirm abzufotografieren. In der Tat sind ja einige Bilder, die ich hier eingestellt habe, von ziemlich erbärmlicher Qualität. Das liegt z.T. an Spiegelungen bei Kunstlicht, oder auch daran, dass ich mal schnell die schwache Kamera eines anderen Handys verwendet habe. Habe die Bilder aber trotzdem hochgeladen, weil ja auch ein unscharfes Bild einen Eindruck vermittelt, der durch Worte allein nicht rüberzubringen ist. Aber es wäre natürlich viel besser das Android-Smartphone selbst den Job machen zu lassen, seinen eigenen Bildschirm abzufotografieren. Der Fachbegriff dafür heißt Screen Capture, zu deutsch also etwa Bildschirm-Erfassung.

Nur: wie mache ich das eigentlich? Die neuesten Samsung Smartphones bringen die Funktion anscheinend schon mit, aber mein Galaxy Gio kann es offenbar noch nicht. Ich brauche also eine App. Dann stellt sich natürlich auch noch die Frage, wie die Sache eigentlich grundsätzlich gelöst werden soll. Immerhin muss ich ja das Screen-Foto irgendwie auslösen. Wenn ich dazu die App jedes Mal selber starten muss, würde sie ja nur sich selbst fotografieren und das ist wohl nicht der Sinn der Sache.

Eine kurze Suche im Android-Market mit dem Stichwort capture bringt mich nicht wirklich weiter. Ich finde auf Anhieb keine App, die mich überzeugt. Entweder die Programme erfordern es, dass man das Handy zuvor „rooted“, und das will ich momentan noch nicht machen. Oder aber sie haben schlechte Bewertungen mit Aussagen wie „stürzt dauernd ab„, „läßt sich nicht mehr deinstallieren„. Ich breche ab und bemühe noch mal das Internet. Hier stoße ich auf einen guten englischsprachigen Artikel „A survey of Screen Capture Apps“, der die Sache auf den Punkt bringt und einige gute Empfehlungen abgibt. Demnach gibt es zwei grundlegende Möglichkeiten, die Funktion zu realisieren:

  • entweder man installiert ein Programm auf dem PC und verbindet das Handy während der Aufnahme per USB Kabel. Somit kann man die Aufnahme bequem vom PC auslösen, während der aufgenommene Handy-Screen eben das zeigt, was das Handy gerade so tut.
  • oder aber man startet eine App, die auf dem Handy im Hintergrund läuft und zeitverzögert oder durch eine (Schüttel)bewegung die Aufnahme auslöst.

In den Optionen stellt man die Auslösezeit ein

Der Autor bespricht für beide Ansätze jeweils mehrere Programme und gibt Empfehlungen ab. Die erste Möglichkeit mit Programm und Capture-Auslösung vom PC aus, sagt mir nicht so zu. Wenn ich schon sowas installiere, will ich auch in der Lage sein, mobil mal einen Bildschirm einzufangen. Also suche ich das vom Autor (unter den auf dem Handy laufenden Programme) favorisierte „Drocap2„. Doch anders als im Artikel beschrieben, benötigt dieses Programm offenbar doch ein gerootetes Gerät.

Beim nächsten Programm in der Liste ist es genau umgekehrt. Laut dem Bild, das im „Survey“ gezeigt wird, benötigt „Screen Capture“ root Zugang. Es stellt sich aber heraus, dass der Programmierer die Sache wohl inzwischen anders gelöst hat: Das Programm, das inzwischen „Screen Capture Shortcut Free“ heißt, läßt sich ganz normal installieren und hat lauter positive Bewertungen. Es ist zwar keiner dabei, der es schon auf einem Galaxy Gio ausprobiert hat, aber dann bin ich halt der erste.

zum Starten des Countdowns zieht man kurz die Statusleiste herunter

Die Bedienung ist ziemlich selbsterklärend. Zunächst starte ich das Programm einmal und stelle die Optionen ein. Die unaufdringliche Werbefläche unten stört mich dabei weniger. Ich mache ein Häkchen bei capture from notification und stelle unter delay 3 Sekunden ein. Nun habe ich ein neues Symbol in meiner Schnellzugriffsleiste am oberen Bildschirmrand. Ich wechsle auf den Bildschirm, den ich ablichten will und ziehe kurz die Schublade herunter. Nun starte ich den Countdown und die Schublade fährt wieder ein. 3 Sekunden später erhalte ich die Meldung, dass der Screen gecaptured wurde. Die fertigen Bilder finde ich auf der SD Karte in einem eigenen Verzeichnis /ScreenCapture als .png Grafik Dateien.

Habe ich am Ende also doch noch eine geeignete und einfache Lösung gefunden. Die Auslösung durch Schüttteln bleibt zwar der kostenpflichtigen Version vorbehalten aber die wichtigen Funktionen funktionieren auch in der kostenlosen. Und wenn das auf Dauer gut funktioniert spende ich vielleicht wirklich für die gelungene App. Denn was will ich mehr?

P.S.: Nachdem ich diesen Text geschrieben und veröffentlicht habe finde ich doch noch eine Möglichkeit mit meinem Gio direkt, also ohne App, ein screen capture zu erstellen: Wenn ich die Zurück Taste gedrückt halte und dann die Home Taste drücke wird ebenfalls ein Foto des Bildschirms erzeugt und im entsprechenden Ordner auf der SD-Karte abgelegt. Warum dies im Gio Handbuch nicht erwähnt wird, ist mir ein Rätsel. Ich habe die Information aus einem Hilfeforum und sie bezog sich nicht auf das Gio. Allerdings funktioniert diese Lösung nicht unter allen Umständen. Bestimmte Apps scheinen die Funktion zu deaktivieren. Zumindest in diesen Fällen leistet die um 3s verzögerte Aufnahme per App immer noch unersetzliche Dienste.

Musik-zwo-drei ..

15. Juni 2011

Nicht wenige Leute sagen ja, dass sie ohne Musik nicht leben können. Ich weiß nicht, ob sie das jemals ausprobiert haben. Alle anderen Großstadtbewohner jedenfalls müssen mit Musik leben – vorausgesetzt man bezeichnet die Dauerberieselung im Kaufhaus und den demonstrativen Krach aus Nachbarwohnungen, Ghettoblastern oder zu laut gestellten MP3 Playern in der U-Bahn als Musik. Aber ich interpretiere das mal positiv in dem Sinn, dass meine Mitmenschen mich halt an ihren Musikextasen teilhaben lassen wollen. Und es gibt eben auch kaum etwas, das so sehr Geschmackssache ist. Deswegen ist es sicher nicht schlecht, wenn man auf dem eigenen Handy auch seine eigene Musik dabei hat – notfalls um die der anderen zu übertönen.

So, das waren jetzt aber erstmal genug philosophische Höhenflüge. Ich wende mich jetzt dem Praktischen zu und fange wieder ganz von vorne an. Wo kriege ich die Musik her? Für mich ist das ziemlich einfach, denn ich lebe Musik-mäßig eher in vergangenen Jahrzehnten. ELO und Kate Bush, Ramones und Velvet Underground, Queen und Pink Floyd – Flohmärkte und Second-Hand-Plattenläden halten eine unendliche Fülle von Musik, die mir gefällt, zu Spottpreisen bereit. Und wenn ich wirklich mal was aktuelles unbedingt haben will, dann kauf ich es mir auch. Wenn etwas wirklich Freude bereitet, sollte das einem auch ein bißchen was wert sein.

Aber wie bekomme ich die Musik nun auf mein Handy? Dazu wandle ich sie am besten ins MP3 Format um. Den Vorgang nennt man encodieren oder auch volkstümlich „rippen“ und er wird von der Musikindustrie nicht gern gesehen. Denn ist die Musik einmal in diesem Platz sparenden Format auf dem Rechner, könnte man sie auch leicht weitergeben. Das will ich aber gar nicht, mir geht es nur darum, die von mir erworbenen Titel auch auf meinem mobilen Gerät abhören zu können. Und das darf ich, solange ich beim Erzeugen keine Kopierschutzmechanismen technisch überwinde.


Für die Umwandlung ins MP3 Format hole ich mir am besten die kostenlose Software Audiograbber in der deutschsprachigen Version samt MP3 Plugin. Die Software liest nun z.B. eine CD ein und erzeugt daraus mp3 Dateien. Mit Hilfe einer Datenbankabfrage kann die richtigen Titel und Interpreten als MP3 Tags mitgeben. Das ist wichtig, damit ich nachher die Titel auch richtig auf dem Handy angezeigt bekomme. Die so erzeugten Dateien schiebe ich dann wie im vorigen Beitrag beschrieben auf die SD Karte meines Handys, z.B. in den neu erzeugten Ordner Musik.

Nun starte ich die App „Musik„, die durch eine rosa CD mit roter Note symbolisiert wird. Ich bin angenehm überrascht, dass diese meine Dateien nicht nur eingelesen sondern auch gleich nach Interpret und Album sortiert hat. Bei anderen Handys war ich gewohnt, dass ich zuerst noch ein paar Einstellungen vornehmen muss und die Songs in eine Bibliothek einlesen muss. Hier scheint das nicht nötig zu sein.

Nun will ich den Klang testen. Dafür nehme ich Queens Bohemian Rhapsody – wer das kennt weiß, warum das gut zum ausprobieren ist. Aus den Lautsprechern klingt das schon ganz gut, wenn auch etwas blechern. Aber ich habe mir ja bei einem Internetversand auch noch einen passenden in-ear Kopfhörer besorgt (Leider lag dem Samsung Galaxy Gio Handy keiner bei).

Mit so einem Kopfhörer sollte das Klangerlebnis perfekt sein. Doch leider – irgendwas ist grundlegend verkehrt. Es scheint so, als ob nur bestimmte Stimmen zu hören sind und andere ausgeblendet werden. Echt eine Katastrophe! 😦 Ich forsche nach der Ursache aber komme nicht weiter:

  • mit den Einstellungen in der App Musik läßt sich das nicht verbessern.
  • Ist beim MP3 Codieren etwas schiefgegangen? Nein auf dem Computer hören sich die Stücke ganz normal an.
  • Ist etwa der Handy-Prozessor zu schwach für das Decodieren des MP3 Files? Kann auch nicht sein, viel kleinere billigere Geräte können das perfekt.

Dieser orginal (?) Samsung Kopfhörer zerstört den Klang

Schließlich finde ich die Lösung: Mein Kopfhörerkabel besteht aus zwei Teilen, wobei der eine auch als Freisprechanlage dient. Dazu hat es einen Knopf am Mikrofon Teilstück, in das der eigentliche Kopfhörer hineingesteckt wird. Und wenn ich diesen Knopf gedrückt halte, kommt der Klang ganz passabel rüber. Sobald ich ihn loslasse wieder der gleiche Mist. 😦 Irgendetwas ist also mit dem Freisprechmodul des Kopfhörers nicht in Ordnung, obwohl da doch „Samsung“ draufsteht. Immerhin kann ich das Kopfhörer-Teil ausstöpseln und direkt in das Handy einstecken. Dann klingt alles normal. Ist zwar jetzt etwas kurz, aber damit kann ich erstmal weiter testen. Ich lese nochmal die Spezifikation auf der Samsung Webseite nach und stelle fest, dass dieses Kopfhörermodell wohl trotz gegenteiliger Werbung des Verkäufers doch nicht offiziell zum Galaxy Gio kompatibel ist. Vielleicht liegt`s ja daran oder das Ding ist schlicht kaputt (oder schlecht gefälscht). Jedenfalls gebe ich das Ding zurück und hole mir eines, dass auch sicher kompatibel ist. Immerhin kann ich mit meiner kurzen Übergangslösung diesen Beitrag zu Ende schreiben.

Der Musikplayer, der auf dem Samsung Handy vorinstalliert ist, ist eigentlich ganz passabel. Er hat sogar einen Equalizer dabei, mit dem ich den Klang anhand verschiedener Kategorien: Normal, Rock, Jazz, Klassik, Dance, Pop verstellen kann. Außerdem bietet er noch eine Option 5.1 Kanal, die – nur mit dem Kopfhörer –  eine Art Surround-Sound wie aus einer mehrteiligen Profi-Stereoanlage erzeugt. Das muss ich nochmal mit verschiedenen Songs testen, was es bei mp3 bringt.

Aber etwas langweilig und leicht konfus ist der Standard-Musikplayer schon. Die Darstellung der Songlisten ist bei größerer Anzahl ziemlich verwirrend, die Optionen zum Teil nur in bestimmten Modi erreichbar. Und die Darstellung beim Abspielen läßt sich sicher auch schöner gestalten.

Ich kucke mich also nach anderen Playern um, die es ja eigentlich massenhaft geben sollte. Auf dem Computer ist foobar mein absoluter Favorit. Das Programm startet rasend schnell, hat eine gute Bedienung und ist schön und flexibel. Doch leider scheint es dieses noch nicht auf Android zu geben – ich finde nur Apps mit denen man das Handy als Fernsteuerung für ein auf dem Computer installiertes foobar benutzen kann (Die Existenz von solchen Apps sagt auch einiges darüber aus, wie beliebt das PC-Programm unter Insidern ist).

auch nicht schlecht: Songbird

Im Internet werden eine ganze Reihe von MP3 Player Apps für Android empfohlen. Merkwürdigerweise finde ich die Hälfte davon nicht im Android Market. Andere kosten offenbar Geld oder kommen mit aufdringlicher Werbung. Schließlich stoße ich doch auf ein Programm, dass mir spontan gefällt: Songbird. Übersichtlich und schlicht und ohne Werbung. Es läßt sich in mehrere andere Programme und soziale Netze integrieren und ist über den Lock-Screen schnell bedienbar. Das ist praktisch, wenn man unterwegs Musik hört und schnell den Song ein-, ausschalten oder vorspulen will. Nur der Sorround-Sound fehlt, der doch bei manchen Songs ganz gut über den Kopfhörer rüberkommt. Mal sehen, vielleicht bekomme ich ja als Kommentar zu diesem Beitrag noch den absoluten Wahnsinnstipp?