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screenshot auf LG smartphone

18. April 2012

Da ich jetzt ein neues Androidgerät habe, muss ich mir natürlich – speziell als Blogger – nochmal Gedanken machen, wie ich den Bildschirminhalt für die Dokumentation abgespeichert kriege. Bei meinem vorigen Samsung Handy gab es ja dafür eine Geräte-eigene Funktion durch gleichzeitiges Drücken der Zurück und Home Taste. Praktischer allerdings war die kostenlose App Screen Capture Shortcut Free, mit der man verzögert einen screenshot machen konnte und die auch ohne root funktionierte. Ich hole mir also gleich mal diese bewährte App und installiere sie auf meinem LG. Doch leider: Gegenwärtig scheint dieses Programm nur die Samsung Galaxy Serie zu unterstützen.

Also kucke ich erstmal im Handbuch nach, ob das LG-P990 eine ähnliche Funktion intern eingebaut hat. Auf Seite 38 werde ich fündig:

Screenshot erstellen

Wenn Sie gleichzeitig auf die Home- und die Ein-/Austaste/ Sperrtaste drücken wird von dem aktuellen Bild ein Screenshot erstellt. Sie hören das Auslösegeräusch einer Kamera. Dieses Bild wird dann auf dem Speicher abgelegt. Sie finden es in der Galerie. (Beachten Sie, dass Sie keine Screenshots von Videos erstellen können.)

Das probiere ich gleichmal. Ist genauso fummelig und umständlich wie es klingt, aber es funktioniert immerhin. Das Bild finde ich schnell über die Systemapp Galerie, den eigentlichen Pfad sehe ich aber dort nicht. Den kriege ich raus mit Hilfe des bereits früher bewährten ES Datei Explorer. Den Pfad zu wissen ist immer dann wichtig, wenn ich das Screenshot-Bild woanders hin kopieren oder weiterverarbeiten will, also eigentlich immer. Ich kriege dann raus, dass der Screenshot auf der internen SD Karte im Verzeichnis /sdcard/CapturedImages/ abgelegt wird.  Wenn ich das Handy per USB an den Computer anschließe, wird mir auch die interne Karte als Laufwerk geöffnet; ich kann das Bildschirmfoto also bequem rüberkopieren.

Allerdings ist mir der Auslösevorgang zu umständlich und zu wenig flexibel. Durch mein vorher genutztes Capture-Tool bin ich verwöhnt und hätte gerne etwas ähnliches, speziell mit der Funktion, mit einer einstellbaren Verzögerung einen Screenshot zu machen. Ich forsche also mal bei Google Play nach, ob es auch etwas gibt, was mein LG Handy unterstützt. Dabei kommen für mich nur Tools ohne root Zugriff in Frage, weil ich wirklich nicht einsehe, irgendeinem mir unbekannten Programmierer wegen so einer banalen Funktion vollständigen und unkontrollierbaren Zugriff auf mein System zu geben.

Screenhot UX hat viele nützliche Optionen

Das an und für sich kostenpflichtige Tool Screenshot UX verspricht, dass es auf vielen Geräten auch ohne root läuft und hat immerhin eine kostenlose trial Version, mit der man 15 Screenshots machen kann. Mein LG-P990 ist unter den Geräten, die ohne root supportet werden, daher probiere ich das gleich mal aus. Und in der Tat: Die App tut, was sie verspricht, und bringt auch all die Funktionen mit, die man erwartet, und sogar noch einige mehr:

  • screenshot über einen Button auslösen, den man auf dem Bildschirm verschieben und sogar in der Größe verändern kann
  • screenshot durch Schütteln auslösen
  • screenshot mit einstellbarer Verzögerung auslösen
  • countdown anzeigen oder verbergen
  • wählbare Aktion nach dem screenshot
  • Bildschirm ausschnitte auswählen
  • Größe des Screenshot-Bildes auswählen
  • Pfad wählen, unter dem das Bild abgespeicher wird, (z.B. auf der externen SD-Karte)
  • usw.

Soweit ich das versucht habe, funktioniert alles anstandslos. Diese App ist also eine sinnvolle Ergänzung zu der Systemfunktion über die Tastenkombination. Für jemand wie mich, der öfter den Bildschirminhalt festhalten muss, sind die 3,13 €, die die Vollversion kostet, sicher gut investiertes Geld.

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interner und externer Speicher

15. April 2012

Ein besonders herausragendes Merkmal meines neuen Handy, LG-P990, ist der große interne Speicher. So schreibt etwa der Focus in einem Artikel, der das Gerät in den höchsten Tönen lobt: „Das interne Gedächtnis fasst acht Gigabyte, von denen im Auslieferungszustand noch 6,8 Gigabyte frei sind.“ In den Herstellerspezifikationen des Geräts heißt es hingegen: „Speicher intern/extern Ca. 5.5GB interner Speicher, microSD Speicher-Slot für bis zu 32GB“.

Das will ich jetzt doch etwas genauer wissen. Unter Einstellungen – Speicherverwaltung finde ich folgende Auflistung:

  • Speicherkarte: Hiermit ist offensichtlich die externe SD Karte gemeint, die ich zusätzlich hineingesteckt habe. Von dem Nennwert 16 GB werden hier immerhin 14,90 GB als verfügbarer „Gesamtspeicher“ angeben.
  • Interne Speicherkarte: Hierbei handelt es sich offenbar um eine festeingebaute Flash-Karte, die bei dem offiziell angegeben internen Speicher mitgerechnet wird. Der verfügbare Gesamtspeicher wird hier mit 5,51 GB angegeben.
  • Telefonspeicher: Der „verfügbare Speicher“ wird hier im Auslieferungszustand mit 1,20 GB angeben.

Die Angabe verfügbarer Speicher ist zumindest unvollständig, denn es wird nicht mitgeteilt, wieviel Telefonspeicher das Gerät ingesamt hat, inklusive des Teils der bereits durch vorinstallierte Apps oder anderes belegt ist. Um dem auf den Grund zu gehen nutze ich wieder mal mein bewährtes Tool Android System Info. Dieses zeigt mir folgendes an:

  • Internal Memory: 1487 ,62 MB, davon 1229,11 MB frei
  • SDCard: 5638,59 MB, davon 5409,03 MB frei
  • External SDCard: 15261,25 MB, davon 15261,06 MB frei
  • RAM: 372 MB, davon 76 MB frei

Das kann schon alles ganz schön verwirren. Die Speicherverwaltung unterscheidet zwischen TelefonspeicherSpeicherkarte (=extern) und interner Speicherkarte, mein Tool hingegen zwischen Internal Memory, SDCard (=intern) und External SDCard. Aber nachdem jetzt die Begriffe klar sind, kann ich die Werte vergleichen und sie stimmen einigermaßen überein.

Ich finde dann auch im weiteren heraus, dass sich Apps erstmal nur in dem Internal Memory installieren lassen. Nutzt man das (nicht bei allen Programmen mögliche) Verschieben der App auf die SD Karte (kurz: App2SD), dann wird das Programm ganz oder teilweise auf die interne SDCard verschoben. Die External SDCard ist nur für Daten nutzbar und das auch nur, wenn man in den Einstellungen der App einen Pfad angeben kann.

Somit müßte die korrekte Beschreibung der Speicherfähigkeiten des LG-P990 also eigentlich lauten:

  • 1,5 GB interner Speicher (direkt für Apps nutzbar)
  • dazu eine interne SD Karte mit 5,5 GB (für App2SD nutzbar)
  • Erweiterungsmöglichkeiten mit externer SD bis zu 32 GB (nur für Daten nutzbar)

Mein Gerät hat also in Wahrheit viel weniger direkt nutzbaren Speicher als die offiziell angebenen 5,5 GB (wobei freilich auch 1,5 GB für meine App Sammlung reichen sollte). Auch andere Hersteller flunkern beim Speicher offenbar ganz gern, also sollte ich beim Kauf eines Smartphones schon aufpassen, wieviel davon ich wirklich für welchen Zweck nutzen kann.

Dateien managen

26. Juni 2011

Ein Android-Handy ist – zumindest dem Betriebssystem nach – ein kleiner Computer, der mit Linux läuft. Und wie auf den meisten modernen Computern werden die Daten und Programme in Form von Dateien und Ordnern organisiert. Ich habe also ein ganzes Dateisystem auf meinem kleinen Gerät und will das heute mal ein bißchen durchforschen.

Einen ersten Eindruck davon bekomme ich, wenn ich die vorinstallierte App Galerie aufrufe. Allerdings sehe ich hier nur ganz bestimmte Ordner, z.B.

  • Kamera: Ein Ordner mit meinen selbst aufgenommen Fotos
  • video: einen Ordner mit meinen selbst aufgenommen Videos
  • ScreenCapture: der Ordner, in dem meine App die Bildschirmfotos speichert
  • wallpapers: hier sind bisher nur die Hintergrundbilder drin, die ich über die App von Zedge geladen habe.

Dazu noch einige wenige mehr, die Daten von bestimmten Apps enthalten. Offenbar sehe ich so nur Dateien, die von bestimmten Anwendungen zur Weiterverwendung und -verarbeitung angelegt worden ist.

Zumindest die Mikro-SD Karte kann ich mir etwas ausführlicher anschauen, indem ich das Handy als USB Laufwerk an meinen C0mputer anschließe. Dabei ergibt sich folgende Ordnerstruktur:

  • .android_secure
  • .downloadTemp
  • Android
  • data
  • DCIM
  • download
  • Lazylist
  • LOST.DIR
  • Sounds
  • svox
  • tmp

Aufgrund meiner UNIX Kenntnisse weiß ich, dass Ordner, die mit einem Punkt beginnen, versteckte bzw. Systemordner sind. Das soll ich also eigentlich gar nicht sehen. Ein Grund mehr es sich anzusehen 😉

Der Ordner Android enthält einen Unterordner data. In diesem wiederum sind zahlreiche Unterordner, die alle mit com. beginnen, z.B. com.google.android.apps.maps. Aha, das sind also wohl Daten, die etwas mit den installierten Apps zu tun haben, in diesem Fall mit der Google-App maps.

Der Ordner DCIM enthält einen Unterordner Camera und dort meine Fotos.

Im Ordner download werden offenbar Apps, die ich aus anderen Quellen als dem Android Market heruntergeladen habe, gespeichert. Die haben dann offenbar immer die Dateiendung .apk

Der Ordner LazyList enthält einige Dateien, die nur 4-stellige Zahlen als Namen haben: 5476, 5523, 5556, … Vielleicht sind das Apps oder Prozesse, die gerade schlafen? Eine kleine Recherche im Internet ergibt, dass es sich wohl um einen cache Ordner für Grafikdateien, die von Apps genutzt werden handelt. Jedenfalls nichts schlimmes und man kann ihn bei Platzbedarf ohne Schaden leer machen.

Der Order Sounds ist leer – hier würde ich mal spontan Klingeltöne hineinschieben. svox enthält mehrere Dateien, die offenbar etwas mit Sprachen zu tun haben. Darauf deuten Dateinnamen wie de-DE-gl0_sg.bin,  en-GB_kh0_sg.bin hin. Könnte für Spracheingabe sein?

Der Ordner tmp enthält nur Unterverzeichnisse, die dem Namen nach von installierten Apps angelegt wurden. tmp steht dabei sicher für temporär.

Außerdem haben offenbar einige von mir installierte Apps weitere Ordner im Stammverzeichnis bzw Unterordner in einem der bereits vorher vorhandenen Ordner angelegt:

  • .meinestadt
  • .thinkfree
  • data – topdeals
  • zedge

Soweit geht es also zumindest auf der SD-Karte ganz übersichtlich zu. Hauptsächlich Ordner, die zur Speicherung von Daten irgendwelcher Programme da sind.

Kann ich mir dies (und anderes) nicht nur über den Computer, sondern auch direkt auf dem Gerät selbst ansehen? Ja, dafür brauche ich allerdings eine App, einen Dateimanager. Damit sollte ich dann auch in der Lage sein, Dateien unmittelbar (durch die geeignete Anwendung) zu öffnen, zu kopieren, zu verschieben und zu löschen. Und auch für schreibgeschützte Systemdateien will ich mindestens den Inhalt und sonstige Dateieigenschaften sehen können.

Ich entscheide mich erstmal für den AndExplorer, weil der in vielen Artikeln und Blogs gelobt wird. Und optisch macht der auch wirklich einiges her: sehr übersichtlich und schön gemacht. Für die meisten Dateitypen auf meiner SD Karte, Texte, Musik, Videos findet er auch automatisch die richtige Applikation. Kopieren, verschieben und löschen kann ich, indem ich die Datei(en) zuerst markiere und dann das Optionen-Menu aufrufe. Ich kopiere dann z.B. eine Datei in die Zwischenablage, wechsele dann in ein anderes Verzeichnis und lasse sie wieder raus. Soweit funktioniert alles, was die meisten User wohl machen wollen.

Der AndExplorer kann Deutsch aber kennt nicht alle Dateitypen

Nun will ich mir aber auch noch die Innereien meines Geräts ansehen. Ich wechsele vom Reiter SD-Karte auf Gerät. Dort sehe ich nun, dass meine SD-Karte aus Gerätesicht nur einer von mehreren Ordnern ist. Außerdem gibt es auch noch

/cache

/data

/system

Wenn ich auf sdcard drücke sehe ich dass der eigentliche Pfad /mnt/sdcard lautet. Auch das kenne ich von UNIX: externe Datenträger werden im Verzeichnis /mnt „gemounted“(=eingebunden) und werden so zu einem Teil der Verzeichnisstruktur.

Mit dem Ordner System erhalte ich offenbar Zugriff auf das Betriebssystem. Dort finde ich UNIX-typische Verzeichnisse wie bin, etc, lib, usr. Außerdem ein Verzeichnis app, in dem offenbar meine installierten Apps liegen, sowie ein Verzeichnis media, in dem ich Unterverzeichisse audio, video, TTS finde. In audio sind Klingeltöne und Systemklänge; in video offenbar ein shutdown Filmchen (wird mir wohl beim Ausschalten angezeigt); unter TTS steht etwas mit ..langpak.. – hat wohl mit Sprachausgabe zu tun.

Im Stammverzeichnis sehe ich noch Order bzw Weiterleitungen, die Namen haben wie:

  • Audio (extern)
  • Audio (intern)
  • Bilder (extern)
  • Bilder (intern)
  • Video (extern)
  • Video (intern)

Klicke ich die mit extern bezeichneten Links an, z.B. Audio (extern), sehe ich, dass ich unter content://media/external/audio/media lande. Die Dateien, die angezeigt werden sind aber auf der SD Karte im Ordner Musik. Audio (intern) bringt mich nach content://media/internal/audio/media. Dies ist also ganz offensichtlich nicht die wirkliche Ordnerstruktur im externen oder internen Speicher, sondern nur eine Art Bibliothek, die alle Dateien eines bestimmten Typs im internen oder externen Bereich auflistet.

Mit dieser Liste kann ich aber nun schon ein bißchen etwas anfangen. z.B. kann ich eine Musikdatei (extern oder intern) anklicken und bekomme automatisch die passende App Musik zum Abspielen angeboten. Es ist also wie bei einem Computer: Bestimmte Dateitypen sind registriert und mit geeigneten Programmen, die sie öffnen können, verknüpft. Zumindest .txt kann ich auch im system Pfad anstandslos öffnen – dazu wird mir ein Datei-Editor angeboten. Abspeichern (auch anderswo) und verändern geht aber nicht. Viele Dateien aber wie .xml oder .conf kann ich noch nicht einmal ansehen. Schade.

Sehr viele Optionen habe ich beim AndExplorer auch nicht. Gleich als erstes schalte ich über Optionen – Ansicht die Darstellung Details(Name+Größe+Datum) ein (Es ist immer nützlich zu sehen, wann eine Datei angelegt wurde – dadurch kann ich oft Standard-Betriebssystem-Einstellungen von später hinzugekommenen und möglicherweise falschen Daten unterscheiden). Viel mehr Einstellungen hab ich allerdings mit dieser App nicht.

Ich forsche noch ein bißchen rum mit den begrenzten Möglichkeiten dieser App. Dabei finde ich im Verzeichnis /system/etc eine gezippte Datei NOTICE.html.gz . Nach dem Anklicken erhalte ich die Möglichkeit sie auf der SD Karte zu entpacken. Das tue ich und sehe mir den Inhalt anschließend an. Da es sich um eine html Datei handelt, kann ich sie mit dem HTML Viewer ankucken. Sie enthält aber offenbar nur Copyrights für einige Systembibliotheken. Immerhin: entzippen kann die App.

Der Linda Manager meint es gut

Soweit also der AndExplorer. Kucken wir, ob wir mit einem anderen Dateimanager weiterkommen. Als nächstes lade ich mir den Linda Manager. Auch hier stelle ich wieder die Anzeige des Dateidatums ein (über views nicht über Optionen). Der Linda bietet mir erstmal den gleichen Zugriff auf SD-Karte, Galerie usw. Außerdem hat er auch noch einen Menupunkt Anwendungen, wo ich mir meine Apps anschauen kann und einen Taskmanager. Beides etwas ausführlicher als anderswo, aber nicht das, was mich im Moment interessiert. Die Optik finde ich weniger schön als beim vorherigen Kandidat, es ist alles etwas unübersichtlicher. Vor allem aber finde ich nicht raus, wie das Kopieren von Dateien funktioniert. Die Hilfefunktion und die Webseite sind auch keine große Hilfe. Für dieses Programm bin ich zu blöd.

Kann ich damit wenigstens das interne Dateisystem etwas besser erforschen? Hierfür bietet mir Linda einen Punkt My Phone an. Beim Draufklicken gleich eine Warnung, dass das gefährlich sein könnte, Dateien zu modifizieren. Will ich doch gar nicht, zumindest nicht im Moment. Anschließend zeigt mir Linda wirklich ein wenig mehr als der AndExplorer. Im internen Stammverzeichnis finde ich nun weitere UNIX typische Verzeichnisse wie /config, /d, /dev, /sbin, /sys, /init, … Schon interessanter! Durch langes Drücken auf Ordner oder Dateien öffne ich ein Menü, dass mir viele Möglichkeiten, auch kopieren und verschicken über Email anbietet. Ich schicke mir selber eine .snd Datei und das klappt ganz gut.

Beim Draufklicken auf eine Datei kann ich mir eine Applikation wählen, z.B. den Dateieditor, und kann den Inhalt dann problemlos ansehen. Der Linda Manager zeigt mir offenbar alles an, was mich interessiert. Schreiben kann ich natürlich ohne root Zugriff nicht, aber das ist vielleicht im Moment auch besser. Wenn ich es nicht kann, kann es auch nicht jede x-beliebige Applikation – das ist Teil der UNIX-Sicherheitsphilosophie.

Astro-Manager: machmal ganz schön umständlich

Probieren wir noch einen Dateimanager aus: Der Astro Datei-Manager wird am meisten empfohlen und kommt mit einem Riesensatz an Zusatztools, Optionen und Möglichkeiten. Er ist allerdings in der kostenlosen Version werbefinanziert und das nervt schon etwas. Die Steuerung über eine Leiste, die den oberen Teil des screens verdeckt finde ich eher unpraktisch. Die Bildschirmdarstellung ist in der Standardeinstellung unübersichtlich. Erst wenn man unter Optionen – Aussehen und Verhalten – Schriftgröße  „klein“ einstellt, wird es erträglich. Das Kopieren ist etwas kompliziert. Man klickt lang auf die Datei, öffnet dann Open Cotaining Folder und dann kann ich ein Art cut & paste machen. Wirklich Spaß macht das nicht.

Auch die Anzeige von Systemdateien ist ein wenig komplizierter als beim Linda Manager, dafür kann ich aber viel mehr ansehen. Man muss zuerst lang auf die Datei drücken, dann öffnen als, dann Text auswählen und schließlich einen Editor wählen. Tatsächlich kann ich damit alle möglichen Datein im Editor öffnen, auch die, die nur binären Code enthalten. Dafür hat der Astro aber interessante Zusatzfeatures:

  • man kann sogenannte MIME Typen für die Dateiendungen auswählen und somit steuern, mit welcher Applikation eine Sorte von Dateien standardmäßig geöffnet wird.
  • es gibt eine Funktion für das Sichern von heruntergeladenen Apps auf der SD-Karte.
  • es gibt ein Zusatzmodul für Bluetooth, mit dem man offenbar auf diesem Weg Dateien zwischen Handy und anderen Geräten übertragen kann. Das werde ich mir ein andermal noch anschauen.
  • es gibt ein SMB Modul, mit dem man übers (WLAN) Netzwerk auf Windows oder Samba Freigaben zugreifen kann. Somit könnte man dann auf dem Handy auch Dateien öffnen oder abspielen, die auf dem Computer liegen. Die Funktion werde ich auch nochmal gesondert testen.

übersichtlich und kann alles: ES-Manager

Bis jetzt hat mir kein Dateimanager so richtig gefallen. Also suche ich weiter im Market. Als nächstes ist der ES File Explorer dran. Werbefrei und kostenlos – das ist schon mal sympathisch! Die Optik ist mir in der Standardeinstellung zu grobklotzig, aber das kann man ändern. Ich stelle um auf Listendarstellung und kleine Icons und schon wird es übersichtlich. Ich habe sogar eine kleine Auswahl an Themes und Farben. Das Kopieren geht auch ähnlich elegant wie beim AndExplorer. Entweder mit lange drücken oder mit Mehrfachauswahl über markieren und Optionen – Aktionen. Dort drücke ich dann kopieren und am Zielort wieder einfügen. Auch der nächste Test, der Zugriff auf die Systemdateien klappt einwandfrei und ohne Umwege. Dazu muss ich im Einstellungsmenu nur noch Verstecke Dateien anzeigen (kleiner Deutschfehler) anhaken. Macht also alles was ich will und sieht gut aus! Zusatzfunktionen wie ein App-Manager sind auch noch dabei. Was will ich mehr? Anscheinend habe ich meinen Dateimanager gefunden!

Doch zu gefreut? Nachdem ich die vorherigen Zeilen geschrieben habe, taucht doch noch ein Problem auf. Wenn ich mp3 Dateien direkt aus dem Dateimanager heraus starten will, geht das nur mit der Standard App Musik. Wähle ich hingegen zum Abspielen die App Songbird, bekomme ich nur einen schwarzen Bildschirm. Starte ich Songbird für sich allein, läuft es ohne Probleme. Ich teste das mal eben mit den anderen Dateimanagern:

  • Der Astro-Manager zeigt genau die gleichen Symptome
  • der kleinere AndExplorer kann mp3 samt Songbird ohne Probleme starten

Das bringt mich also auch nicht wirklich weiter. Es könnte ja durchaus gar nicht am Dateimanager sondern an der Programmierung von Songbird liegen. Oder es hat was mit dem Speicherplatz zu tun haben. Aber laut den abgelesenen Werten sollte eigentlich im RAM mit 62 MB noch genug Platz sein. Ich setzte daher erstmal eine Problembeschreibung und Anfrage in mehrere Android-Hilfeforen. Mal sehen, was die Experten sagen. Einstweilen bleibe ich erstmal beim ES-Manager und benutze halt zum Abspielen die App Musik. Und vielleicht probier ich bei Gelegenheit doch nochmal nen anderen Musikplayer aus.  Wenn Du auf Deinem Weg nicht weiterkommst, versuche einen anderen!