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Diebstahlschutz und Backup

22. Juni 2011

Neben der Gefahr durch böswillig programmierte Apps gibt es noch eine weitere denkbare Bedrohung für aktive Smartphonenutzer: Was, wenn ich das Handy verliere oder es gestohlen wird? Dann bekommt womöglich der (unehrliche) Finder oder Dieb Zugriff auf die persönlichen Daten incl. Kontakte, Fotos, Telefonnummern und gespeicherte Passwörter. Dieser nicht so weit hergeholten Gefährdung wollen sich eine ganze Reihe von Apps und Diensten annehmen.

Von vielen empfohlen und auf den ersten Blick überzeugend wirkt das Konzept von Lookout Mobile Security. Neben der Funktion neu installierte Apps und Nachrichten zu scannen, haben die Macher hier noch diverse Funktionen für Backup/Restore und Schutz bei Verlust oder Diebstahl eingebaut:

  • Backup von Telefondaten, Fotos und Kontakten in einer Datenbank im Internet. Jederzeit Möglichkeit diese wieder herzustellen oder auch über die Webseite auszulesen
  • Lokalisieren von verlorenen gegangenen Handys mit Hilfe von Mobilfunkdaten und GPS. Das funktioniert erstaunlich gut bis auf ca. 50 m aber natürlich nur, wenn das Handy eingeschaltet ist.
  • ein lautstarker Alarm  kann über die Webseite ausgelöst werden. Zusammen mit der Lokalisierung sollte das auf jeden Fall genügen ein noch im öffentlichen Raum (Kneipen, Parks, Straßen) rumliegendes Handy wiederzufinden.
  • Sperren des Handys und Möglichkeit alle privaten Daten endgültig ferngesteuert zu löschen.

Soweit ich dies getestet habe, funktioniert es alles ganz gut und wie versprochen. Die zuletzt erwähnten Sperr- und Löschfunktionen allerdings sind nach dem 14 tägigen Testzeitraum der Premium-Version vorbehalten. Und die kostet stolze $29.99  pro Jahr oder $2.99 pro Monat. Das finde dann doch etwas happig und kucke erstmal weiter, was es sonst so noch gibt.

Das Top-Konkurrenzprodukt scheint Theft-Aware zu sein. Es kostet in der Vollversion einmalig 9,99 €. Klingt nicht nur gut, sondern besser. Es hat offenbar ähnliche Funktionen, aber noch einiges zusätzlich:

  • komplett unsichtbar (für Diebe und Finder), bzw. kann unter einem frei wählbaren Namen getarnt werden,
  • kann auch über SMS aktiviert werden,
  • übermittelt bei SIM Karten Wechsel automatisch die neue Nummer.

Die Bewertungen der meisten Nutzer sind positiv und auf einem Internetforum gibt es einen ausführlichen, ebenfalls positiven Test.

Aber jetzt denk ich doch noch mal nach, wie das im Ernstfall abläuft. Und dazu finde ich in der Diskussion zu obigem Test folgende bedenkenswerte Zeilen:

Eine Sperre ist das denkbar Bloedeste, es bringt den Finder erst recht auf die Idee im Netz zu suchen was nach akku raus und wieder rein so moeglich ist. und findet sicherlich Anleitungen fuer zu booten und eben auch zu flashen.
..
Es muss def einiges sehr gut laufen sein Tel.auf die Art wiederzubekommen. Das beste daran wenn ueberhaupt ist die uebermittlung der Nummer bei Simwechsel mehr nicht.

Spielt doch mal den Ernstfall im Kopf durch, Handy weg, schnell Ersatz suchen damit sms schreiben geht, dann zur angegebenen rückrufnummer gehen oder anrufen er solle die sms an deine email schicken weil du grade nicht in der nähe bist und das genutzte Handy leider kein smartphone ist das dir die Kordinaten auf Map anzeigen könnte.

Dann an einen Rechner gehen (einen suchen) email nachschauen ob GPS und all das übertragen wurde , dann dahin fahren auf 70 Meter genau und laut rufen wer hat mein Handy.
Naja also das mit der Nummerübermittlung macht einfach am meisten Sinn, Nummer des diebes anrufen und nett bitten er solle es dir doch wiedergeben.

Sinn macht das Programm nur wenn das Handy in einer dunkelen Ecke liegt, weil verloren und es sonst auch wirklich keiner findet und mitnimmt.

Die letztere Funktion habe ich schon mit der kostenlosen Variante von Lookout. Für ein Löschen des Handys kann ich sorgen, indem ich eine Sperre bei SIM Wechsel einrichte. Dies wird einen Dieb oder unerhrlichen Finder dazu zwingen das Handy komplett inklusive Firmware und Daten zu löschen, damit es für ihn wieder einen (Wiederverkaufs-)Wert bekommt. Gut, man sollte halt keine allzu privaten Fotos auf der SD-Karte haben.

Ob ich ein Programm wie Theft-Aware brauche, hängt also letztlich davon ab, ob ich im Schadensfall daran glaube, dass die Polizei die Sache ernst nimmt. Und genug Sachverstand besitzt, um mit Hilfe der Telefonnummer einen kleinen Dieb zu schnappen und mir mein Handy wiederzubeschaffen. Oder, ob ich das Risiko eingehen will, mich ohne Einschalten der Polizei mit dem Dieb zu treffen, um mein Handy (vielleicht) so schneller wieder zu kriegen. Das kann auch ins Auge gehen und teurer werden als der Verlust des Handys! Ich überleg mir das nochmal, denke aber, dass 9,99 € grundsätzlich ein fairer Preis ist. Ich denke, ich werde es kaufen, aber ohne Illusionen. Absolute Sicherheit gibt es nicht, weder auf dem Handy noch in der Gesellschaft, und schon gar nicht ohne einen Preis und ohne Risiko.

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kleine Tastenkunde

5. Juni 2011

Der wichtigste Teil eines Handbuches ist meist die Erklärung der Tasten. Manchmal macht es auch später noch mal Sinn sich die anzuschauen. Ich habe mich z.B. schon die ganze Zeit gefragt, wie ich das Handy denn sperre. Sperren ist wichtig, denn jeder von uns ja wohl schon mal Anrufe bekommen von Handys, die ohne Wissen des Besitzers bzw der Besitzerin los telefoniert haben. Das verschafft dann gelegentlich interessante Einblicke 😉 Grundsätzlich sperrt sich mein Samsung automatisch nach ein paar Sekunden Untätigkeit. Wenn man es aber schnell einstecken will, ist selbst das zu viel.

Tastenerklärung im Handbuch

Bei Nokia Handys ist für das schnelle Sperren ja die Kombination Menuknopf – * zuständig. Aber wie geht das beim Samsung Galaxy Gio? Hier hilft mir doch nochmal das Handbuch auf die Sprünge. Ein kurzer Druck auf den Ein/Auschaltknopf am oberen Rand rechts tut es. Dieser schaltet den Bildschirm auch gleich ganz aus, so dass Strom gespart wird. Ein erneuter Druck auf Ein/Aus oder ein Druck auf die zentrale Startbildschirmtaste, stellt das Bild wieder her – allerdings immer noch gesperrt. Entsperren geht dann über ein sanftes Verschieben des Reglers auf dem Touchscreen nach rechts. Darüberhinaus dient der Ein/Ausschaltknopf natürlich auch noch wirklich zum Ein- und Ausschalten des Geräts. Dazu muss man sie etwas länger drücken. Das Ausschalten läuft immer über ein vorgeschaltetes Menu – auch noch längeres Drücken allein bewirkt nicht mehr. Das Menu bietet mir außer dem Ausschalten auch noch die Optionen, dass Handy stumm zu schalten, Datennetze auszuschalten und einen Offline Modus für den sicheren Betrieb im Flugzeug.

Das Samsung Galaxy Gio und seine Tasten

Auch bei den anderen Tasten lohnt es sich nochmal genauer hinzuschauen.

Die zentrale Startbildschirmtaste bringt mich eben dahin immer wieder zurück – egal in welcher Anwendung ich gerade festsitze. Das ist praktisch, manchmal aber auch ungewollt. Wie komme ich denn in meine Anwendung wieder zurück, falls ich die Taste irrtümlich betätigt habe? Offenbar nur, indem ich das Programm erneut aufrufe. Zumindest lande ich dann immer wieder an der selben Stelle im Programm.

Die Menütaste links bietet in jeder Lebenslage alle möglichen Optionen. Gerade auch, wenn kein Programm sondern der Homescreen/Startbildschirm aktiv ist. Dann nämlich komme ich damit schnell in die auch durch das Zahnrad symbolisierten Einstellungen. Diese sind ja so eine Art Schaltzentrale für das ganze Gerät. Über Bearbeiten komme ich mit einem Klick in die Übersichtsdarstellung der bis zu 7 Seiten meines Homescreens. So kann ich mir schnell die passende Seite durch Drücken auswählen (wenn ich mich auf den Bildschirmen meines eigenen Gerät auskenne !).

Die Zurück-Taste ist in den Homescreens funktionslos. Nur bei der Übersichtsdarstellung bringt sie einen zum Ausgangsbildschirm zurück. Ihre Stärke spielt diese Taste innerhalb der Programme aus. Dort bringt sie einen aus Untermenus und Tastatureingabefeldern wieder zurück. Sie ist offenbar auch der einzige Weg ein Programm sauber zu beenden. Drückt man nämlich einfach die Startbildschirmtaste läuft das Programm im Hintergrund weiter, was nicht immer erwünscht ist und wohl auch Strom kostet. Die meisten Apps haben offenbar keine Beende-Funktion. Das hat mich zuerst ganz schön verwirrt, aber dann habe ich im Netz nachgelesen, dass das tatsächlich eine Eigenschaft von Android-Programmen ist.

Schließlich gibt es noch die Lautstärke-Taste auf der linken Seite als Kippschalter mit + und – Regler. Mit dieser stelle ich im Homescreen nur die Klingellautstärke ein. Auf weitere Funktionen innerhalb von Programmen und Anwendungen gehe ich dann bei der jeweiligen Gelegenheit nochmal gesondert ein.

Für mich hat sich die kleine Tastenerkundung jedenfalls gelohnt. Die eine oder andere Funktion ist mir jetzt klarer und ich finde mich schneller zurecht.