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endlich Gingerbread fürs Gio

1. Oktober 2011

Das hat gedauert! Nachdem bereits im Juni erste Meldungen über ein Upgrade auf Android 2.3 („Gingerbread„) für das Samsung Gio die Runde machten, steht es nun endlich über Kies auch in Deutschland zur Verfügung. Ich habe die Kies-Software längere Zeit gar nicht benutzt, habe dann aber den Hinweis im smartdroid Blog gelesen. Dankeschön für den Hinweis!

Ich schließe nun also mein Gio über das USB Kabel an (und lasse es dabei im Debugging Modus). Anschließend starte ich Kies. Das Programm holt sich erstmal Tonnen an Updates aus dem Internet, aber das bin ich ja schon gewohnt. Anschließend meldet es dann doch tatsächlich, dass eine „neue Firmware-Version“ für mein Handy verfügbar ist – ohne genau zu sagen, um welche Version es sich handelt. Das will ich natürlich haben und drücke auf Aktualisieren. Kies lädt nun noch die eigentliche Firmware Datei nach und startet anschließend den Upgrade Prozess. Zuvor werde ich noch ermahnt, alle wichtigen Daten zu sichern, weil sie verloren gehen könnten. Außerdem bittet Samsung darum „Telefon und IP Daten“ bis zu 2 Jahren auf einem Server speichern zu dürfen – angeblich für Support-Zwecke. Das wollen wir dann doch lieber nicht, aber immerhin nett dass sie gefragt haben. Was ich hingegen gerne annehme, ist das Angebot Kontaktdaten und Browser-Favoriten mit Kies zu sichern.

Der Upgrade-Vorgang geht dann problemlos und zügig weiter. Mehrfach werde ich gewarnt, auf keinen Fall das Kabel zu trennen. Das sehe ich ein, denn als Briefbeschwerer ist selbst das Gio zu teuer. Auf dem Handy selber leuchtet in einem unheimlichen Gelb auf dem inzwischen dunklen Bildschirm der Hinweis „downloading“. Schon bald ist diese Phase aber überstanden und Kies meldet vollen Erfolg auf ganzer Linie. Ich soll nun das Handy vom Computer trennen, neu starten und anschließend wieder anschließen. Das Smartphone hat zwar inzwischen bereits selber neu gestartet, aber ganz fertig scheint es noch nicht zu sein, denn es ist bei dem bekannten leuchtenden Samsung-Schriftzug hängen geblieben. Ich schalte es also aus, entferne zur Sicherheit auch nochmal kurz den Akku und starte es neu. Nach einem kurzen Moment der Ungewissheit erhalte ich dann doch tatsächlich die PIN Abfrage meiner SIM Karte. Nun wird wohl alles gut.

Bald ist mein Handy wieder mit dem gewohnten Hintergrundbild hochgekommen. Es sieht eigentlich alles aus wie gewohnt, nur die Darstellung der Symbole wirkt etwas kleiner, schärfer und prägnanter. Insbesondere in der Statusleiste am oberen Rand ist das deutlich hübscher, der Akkustand hat sogar ein ganz neues Symbol spendiert bekommen. Die Apps, Kontodaten und weiteren Einstellungen scheinen alle den Sprung auf die neue Version gut überstanden haben – mit einer Ausnahme: Ausgerechnet das Google-Konto meldet Synchronisierungsprobleme.Ich vermute, dass das Handy schlicht das Passwort vergessen hat und genau so scheint es zu sein. Nach Neueingabe klappt auch der Zugang und das Synchronisieren wieder. Sicherheitshalber spiele ich noch mit Kies die Kontakte und Favoriten wieder zurück, obwohl das wahrscheinlich gar nicht nötig wäre. Anschließend gehe ich auf Erkundungstour.

In den Systemeinstellungen finde ich die endgültige Bestätigung, dass Samsung mir nun wirklich Android 2.3 rübergeladen hat. Ich mache davon gleichmal einen Screencapture-Foto. Die restlichen Menueinstellungen scheinen weitgehend identisch, nur unter Akkuverbrauch gibt es einiges neues. Das werde ich mir später nochmal genauer ansehen – angeblich soll ja Gingerbread die Akkulaufzeit deutlich erhöhen.

Beim Versuch das Screen-Foto auf den PC rüberzuladen, stoße ich dann doch noch auf eine wesentliche Änderung. Über Kies geht das Kopieren per USB-Kabel natürlich so oder so, aber ich will ja lieber die SD-Karte des Handys einfach als USB-Laufwerk einbinden. Der Trick dabei bestand bisher darin, in den Einstellungen unter Anwendung – Entwicklung den standardmäßig eingeschalteten Debugging Mode auszuschalten. Dann kam automatisch die Abfrage, ob ich den USB-Speicher verbinden will. Das mache ich jetzt wieder – und nichts passiert. Nach einer Weile finde ich heraus wie es doch geht: In der Statusleiste wird eine Meldung angezeigt, dass das USB-Kabel verbunden ist. Wenn ich auf diese Meldung draufdrücke, bekomme ich das gewohnte  Angebot, den USB Speicher zu verbinden und zwar auch ohne, dass ich den Debugging Mode ausschalte.

Na prima, dann läuft ja erstmal alles und ich habe einen Schritt vorwärts gemacht. In den nächsten Tagen werde ich sicher praktisch erfahren, ob wirklich alles funktioniert und ob  – wie ich hoffe – Performance und  Akkuverbrauch tatsächlich unter Android 2.3 besser gemanagt werden. Ich bin gespannt und werde darüber berichten.

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Ordnung schaffen im App Zoo

4. Juni 2011

Im Handbuch wird der erste Bildschirm, den ich nach dem Anschalten angezeigt bekomme, als „Standby-Bildschirm“ bezeichnet. Überall auf den Hilfeseiten zu Android im Internet wird jedoch diese Bedienoberfläche (bzw. deren Bildschirme) als Homescreen(s) bezeichnet. Dem entspricht es auch, dass das Zurückwechseln vom Menümodus (der anderen Darstellungsart) über ein Haus-Symbol geschieht. Es gibt also hier offenbar etwas Begriffsverwirrung. 😕 Ich werde ab sofort vom „Homescreen“ mit mehreren Seiten sprechen. Standby-Bildschirm nenne ich es nur noch, wenn das Handy auch wirklich im Standby, also gesperrt ist.

Und nun zum Thema, was ich bisher über die Bedienung herausgefunden habe: Der Homescreen hat mehrere Seiten, von denen im Fabrikzustand alle bis auf die erste leer sind. Ich erreiche die weiteren Seiten durch Wischen nach rechts und komme wieder zurück durch Wischen nach links. Durch Zusammenziehen der Finger erhalte ich eine Übersicht in verkleinerter Form. Zunächst sind nur 3 Bildschirmseiten vorhanden, aber über das Plus-Symbol kann ich weitere hinzufügen. Insgesamt werden es aber nicht mehr als 7.

Die Apps kann ich auf den Seiten beliebig plazieren. Dazu drücke ich etwas länger  auf das Programmsymbol bis es „kleben bleibt“ und ziehe es dann langsam nach rechts bis an den Rand des jeweiligen Bildschirms. Der Bildschirm wechselt und ich kann die App nun auf einer freien Stelle plazieren. Entsprechend kann ich die weiteren Seiten erreichen oder Apps zurückverschieben.

Alle Apps rund um Mobilität auf einer Seite

Ich nutze diese Möglichkeit nun, um mir halbwegs logisch thematische Seiten zusammenzustellen. Auf einer Seite platziere ich alles was mit Navigation und GPS zu tun hat, auf der nächsten Soziale Netzwerke, auf einer weiteren alle Einkaufsmöglichkeiten usw.

Leider erweisen sich 7 Bildschirmseiten da schnell als viel zu wenig. Vielleicht habe ich ja zu viele verschiedene Interessen aber etwas mehr Flexibilität hätte ich schon erwartet. Das stört offenbar auch andere, denn im Netz finden sich dazu zahlreiche Kommentare und Beschwerden. Nach einiger Recherche entdecke ich aber zumindest ein paar Workarounds: Um mehr Apps und mehr Struktur auf den Seiten unterzubringen, gibt es u.a. folgende Möglichkeiten:

  • Ordner anlegen. Dies tue ich über langes Drücken auf dem Bildschirm – +Ordner – Neuer Ordner. Anschließend öffne ich den Ordner durch Drücken und drücke dann etwa länger auf die Kopfzeile, woraufhin ich einen Namen eingeben kann. In den so geschaffenen und benannten Ordner kann ich dann Apps hineinschieben. Ich habe z.B. einen Ordner „IM chat“ angelegt und dorthinein alle Chat und Instant-Messaging Applikationen hineingelegt.
  • Multicon. Dies ist eine App, die ich aus dem Market herunterladen kann. Sobald ich die App installiert habe, kann ich auf dem Bildschirm besondere editierbare Ordner anlegen, die die darin enthaltenen App-Symbole in verkleinerter Form zeigen, wobei sie direkt anklickbar sind. Das schafft auf überfüllten Seiten theoretisch 4x soviel Platz. Es erfordert aber auch etwas Fingerspitzengefühl die kleinen App-Symbole noch richtig zu treffen.
  • einen alternativen Launcher. Dies sind Programme, die die Menüoberfläche der Homebildschirme komplett ersetzen und dann gegebenenfalls mehr Platz oder Möglichkeiten, z.B. Windows-artige Programmoptionen bieten. (Diese Möglichkeit werde ich zu einem späteren Zeitpunkt ausprobieren).

Mit ein bißchen Struktur finde ich mich nun schon ganz gut zurecht. Ich habe die am häufigsten benutzten Apps halbwegs logisch auf meine 7 Bildschirme und z.T. auf Ordner und Multicons verteilt. Andere Programme, die ich seltener benötige oder nur kurz ausprobieren will, erreiche ich immer noch über den Menümodus. Die Zeit und Überlegung, um Ordnung zu schaffen, erweisen sich schnell als gut investiert – ich kann jetzt viel schneller das finden, was ich als nächstes machen will. 🙂