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Datenmenge kontrollieren

6. Oktober 2012

Diese Erfahrung machen wohl die meisten Smartphonebesitzer früher oder später: Die angebliche „Datenflatrate“ ist gar keine, denn ab einer bestimmten – knapp bemessenen – Datenverkehrsmenge („traffic“, „volume“) wird die Geschwindigkeit der Mobilfunkübertragung heruntergefahren, auf 64 kbps (kilo-bit-pro-Sekunde) oder noch weniger. Technisch entspricht das einem Wechsel von der Technologie UMTS (gebräuchlich sind auch die Begriffe HS(D)PA oder 3G) auf die ältere Technologie GPRS (wobei meist eigentlich nur UMTS auf „GPRS Niveau“ gedrosselt wird).

Ich empfehle daher, bereits bei der Wahl des Mobilfunkproviders und Vertrages das Kleingedruckte zu lesen und das richtige Produkt auszuwählen.

Gebräuchlich sind folgende Obergrenzen in Bezug auf das monatliche Datenvolumen, bevor es langsam wird:

  • keine Begrenzung und stattdessen Kosten pro übertragenem kByte: sehr riskant bei Smartphones, denn hier können leicht enorme Kosten entstehen. Im Zweifelsfall in den Einstellungen Datenübertragung per Mobilfunk ganz unterbinden und nur bei Bedarf vorübergehend aktivieren.
  • 100 MB: reicht eigentlich für niemanden; höchstens akzeptabel, wenn ich mit dem Smartphone fast nur telefoniere und unterwegs nichts außer Emails-checken mache.
  • 200 MB: reicht aus, wenn ich nur wenige Apps installiert habe und unterwegs nur gelegentlich online gehe.
  • 500 MB: reicht für die typischen Smartphone-Benutzer aus, allerdings sollte ich nur selten oder nie unterwegs Youtube Videos kucken und auch sonst keine heftigen Downloads machen. Bei einem Android-Tablet hingegen, das von der Benutzung her einen Computer ersetzt, ist 500 MB eher die Mindestmenge.
  • 1G, 5G oder mehr: die richtige Datenmenge für Poweruser und Tablet-Benutzer, auch sinnvoll, wenn ich zu Hause kein WLAN habe, also auch dort per Mobilfunk ins Netz gehe. Die Datenmenge ist auch richtig für Navigation, wenn ich Kartenmaterial oder Bilder downloaden muss.
  • echte Flatrate wie bei DSL üblich: gibt es bisher leider nicht, mir ist zumindest kein Anbieter bzw. Produkt bekannt.

Was aber, wenn ich nunmal einen Vertrag mit wenig Datenvolumen habe oder trotz vernünftigem Surfverhalten immer wieder an meine Datenobergrenze stoße? Dann hilft nur noch, die Datenmenge, die mit dem Internet ausgetauscht wird, zu reduzieren. Der erste Schritt dorthin ist erstmal überhaupt zu wissen, welche Anwendungen und Apps den meisten Traffic erzeugen, sprich Kontrolle.

Hierfür gibt es eine Reihe von Apps mit durchaus unterschiedlichen Ansätzen.

3G Watchdog warnt, wenn das Datenvolumen zu Ende geht

3G Watchdog erfasst getrennt das Datenvolumen über Mobilfunk und WLAN (Wifi). Ich kann mein monatliches Datenvolumen eingeben und mir grafisch und in Zahlen darstellen lassen, wieviel ich davon schon verbraucht habe. Sehr schön ist auch die Möglichkeit manuell eigene Werte einzugeben, z.B. wenn ich erst nach Beginn des maßgeblichen Zeitraums zu messen beginne. Traffic-Werte für einzelne Apps bleiben aber hier der kostenpflichtigen Pro-Version vorbehalten.

Radio Opt Traffic Monitor zeigt die Statistiken ebenfalls getrennt für Mobilfunk und WLAN an, sogar in Form einer Verlaufskurve, so dass man Spitzenzeiten erkennen kann. Das Tool kommt schon in der kostenlosen Version mit einer Reihe von nützlichen Zusatzfunktionen und Einstellmöglichkeiten. Die ebenfalls vorhandene Funktion, die Datenmenge manuell einzutragen, funktionierte bei mir freilich nicht. Unter tasks gibt es eine Statistik pro App, wobei nur leider nicht klar wird, was hier eigentlich dargestellt wird. Speicherverbrauch pro App? Datentraffic up and down? mit WLAN oder nur Mobilfunk?

Sehr einfach gehalten ist das Tool Network Traffic Detail. Es zeigt nur die Datenmenge pro App an, liefert aber leider auch keine Erklärung, was nun eigentlich angezeigt wird: Mobilfunk oder WLAN oder beides? Eher unbrauchbar, daher gleich wieder deinstalliert.

Traffic Counter Extended ist ein ganzes Set von Messtools: für Datenverbindungen über Mobilfunk und WLAN, aber auch für die Kosten bei Telefonie und SMS. Das Tool zeigt auch eine Extraaufstellung des Datentraffic pro App nur leider wieder ohne explizite Aussage, was hier dargestellt wird: nur Mobilfunk oder auch Daten über WLAN?

Network TrafficStats Lite zeigt den Traffic pro Applikation, wobei auch noch die Summe aufgeführt wird. Das Interface ist ziemlich spartanisch und auch die Einstellmöglichkeiten sind begrenzt. Immerhin läßt sich explizit „Ignore Wifi traffic“ einstellen, so dass wenigstens klar ist, dass hier nur die Mobilfunkdaten dargestellt werden.

Traffic Info zeigt den Traffic zunächst im Fenster nur den Traffic pro App getrennt nach „User“ und „System“ . Nur über den Einstellungsknopf kommt man auf eine Sammelstatistik, die dann explizit nach Mobile und other(WifFi, USB,..) Traffic trennt. Leider findet sich keine Angabe über den Messzeitraum und auch bei der Messung pro App wird die Trennung nicht ersichtlich.

Ich habe mal ein paar Tage lange mehrere Tools parallel messen lassen und folgende Ergebnisse bekommen:

Anmerkung: B=Byte, kB=kilo-Byte, MB=Mega-Byte

Mobilfunk-gesamt:

  • 3G Watchdog:  9,52 MB gesendet, 33,54 MB empfangen
  • Traffic Monitor: 31 MB insgesamt
  • Traffic Counter Extended: 8 MB gesendet, 30 MB empfangen
  • Network Traffic Stats Lite: 8,3 MB gesendet, 30 MB empfangen

Zumindest ungefähr stimmen die Werte also überein (nur Traffic Monitor scheint deutlich weniger zu messen) und die Datenmenge ist auch in guter Übereinstimmung mit den Rückmeldungen meines Providers über den Trafficverbrauch per Mobilfunk.

Die Frage ist nun: Welche von meinen App erzeugen hier den meisten Traffic? Hier ergab sich im Beobachtungszeitraum folgendes Bild (mit Traffic Stats Lite gemessen):

Mobilfunktraffic pro App:

  • interne Android Dienste: 12 MB gesendet – 3,7 MB empfangen
  • Downloads: 10 kB gesendet – 6,6 MB empfangen
  • Browser: 319 kB gesendet – 6,3 MB empfangen
  • ALDI Süd: 17 kB gesendet – 2,2 MB empfangen
  • Mail: 40 kB gesendet – 660 kB empfangen
  • Zoner Antivirus: 723 B gesendet – 676 kB empfangen
  • Amazon Kindle: 191 kB gesendet – 425 kB empfangen
  • Sicherung: 358 kB gesendet – 234 kB empfangen
  • Google Play Store: 70 kB gesendet – 475 kB empfangen
  • eBay: 44 kB gesendet – 188 kB empfangen
  • Google Synchronsisation: 68 kB gesendet – 157 kB empfangen
  • myTopdeals: 2 kB gesendet – 192 kB empfangen
  • Amazon App Store: 56 kB gesendet – 122 kB empfangen
  • sonstige: < 50 kB pro App

Die Werte klingen alle ganz plausibel. Insgesamt sind das keine großen Überraschungen, da ich ja mein Surfverhalten unterwegs bereits an das knappe Mobilfunkdatenkontigent angepasst habe. Deswegen taucht hier YouTube u.ä. unter den Topverbrauchern erst gar nicht auf. Ärgerlich ist, dass interne Dienste von Android und die beiden installierten App-Stores so heftig dabei sind und meine knappe Mobilfunkdatenmenge aufbrauchen. Übrigens sind auch gerade kostenlose Spiele (die ich wenig benutze) kräftig am kommunzieren, während sie scheinbar nur auf dem Gerät laufen. Was da nebenbei an Datenschutz-relevanten Informationen übertragen wird, will ich gar nicht so genau wissen 😦

Jedenfalls kann ich mit diesen Informationen nun mein Kommunikationsverhalten unterwegs etwas steuern und z.B. bestimmte Anwendungen nur benutzen, wenn ich mit einem WLAN verbunden bin. Grundsätzlich sollte ich sowieso alle Downloads, die ich von Zuhause  über meinen dortigen Internetzugang machen kann, auch dort durchführen, z.B. neue Apps installieren, Videos downloaden, Android-Softwareupdates, .. (bzw. von einem anderen Ort, wo es WLAN gibt)

Was kann ich aber in Bezug auf die Hintergrundkommunikation auf meine Kosten tun? Kann ich die auch ausbremsen?

  • Das wirksamste Mittel ist hier ganz klar der Flugmodus (symbolisiert durch das Flugzeugsymbol). Wenn ich unterwegs ein Kindle-Buch lesen will oder eine kleine App benutze, brauche ich dafür meist nicht unbedingt Internet. Will ich doch aus dem Internet eine Information laden, schalte ich den Flugzeugmodus mal eben kurz aus, hole mir die Daten, und schalte ihn danach wieder ein. Der Preis dafür ist allerdings, dass ich im Flugzeugmodus telefonisch auf dem Smartphone nicht mehr erreichbar bin. Ich brauche also u.U. ein weiteres normales Telefon nur zum Telefonieren.
  • Die weniger rigorose Variante besteht darin, unter Einstellungen – mobile Netzwerke – Daten aktiviert den Datenzugriff über mobile Netzwerke einfach auszuschalten. Ich bleibe so weiter telefonisch erreichbar, Daten fließen aber nur, wenn ich mit einem befreundeten WLAN verbunden bin. Brauche ich das Internet dochmal unterwegs, schalte ich den Datenzugriff kurz ein und anschließend wieder aus.
  • Automatisieren läßt sich dies über die bereits im Zusammenhang mit Stromsparen diskutierte App Juice Defender. Dort kann ich relativ flexibel einstellen, unter welchen Umständen ich Datenkommunikation über Mobilfunk zulassen will und auch z.B. festlegen wie oft sich im Hintergrund laufende Apps mit ihren Mutterdiensten synchronisieren dürfen. Das funktioniert auch sehr gut. Seit ich dieses Tool aktiv nutze, ist mein Datenverbrauch per Mobilfunk um rund 50% zurückgegangen.
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Software update und Branding

11. April 2012

Beim Kauf meines LG Smartphones habe ich natürlich darauf geachtet, dass es simlock-frei ist, d.h. ich es mit jedem beliebigen Netz, Vertrag oder Prepaid nutzen kann. Davon zu unterscheiden ist nochmal ein sogenanntes Branding. Darunter versteht man eine festeingestellte Vorkonfiguration der Geräte-Soft(Firm)ware für ein bestimmtes Netz, bzw. einen bestimmten Provider. Mein LG Gerät stammt offenbar ursprünglich aus einem Vodafone Vertrag und kommt daher mit einem Vodafone-Branding daher. Branding hat meist einige Nachteile, u.a.

  • Software Updates sind oft erst später oder gar nicht verfügbar
  • meist sind einige Applikationen vorinstalliert, die sich nicht entfernen lassen. Diese kosten auch dann Speicher und Systemresourcen, wenn ich sie gar nicht nutze.
  • oft sind bestimmte Links und Funktionen fest mit speziellen Online-Diensten des ausliefernden Providers verbunden. Wenn ich mich aber nun in einem anderen Netz befinde, kann ich diese meist gar nicht sinnvoll nutzen.

Grundsätzlich läßt sich das Branding entfernen. Dazu müsste ich allerdings das Betriebssystem zuerst durch ein spezielles Custom ROM Betriebssystem ersetzen und könnte anschließend die Orginal-Android-Software des Herstellers LG ohne Branding zurückspielen. Sinnvoll ist es, vorher mal im Internet nachzuforschen, ob das schon jemand für genau dieses Gerät versucht hat und das problemlos gelaufen ist. In der Tat finde ich einige Hinweise im Internet für genau meinen Fall.

Ich komme aber dann zu der Schlußfolgerung, dass der ganze Aufwand gar nicht nötig ist. Das Branding macht sich fast nur durch das Vodafone Symbol als Animation beim Einschalten bemerkbar. Das Gerät hat so viel Speicher, dass die paar vorinstallierten (und meist sinnvollen) Apps kaum stören. Alle anderen Voreinstellungen lassen sich löschen oder verändern. Und vor allem: Das unbedingt sinnvolle Update auf Gingerbread (Android 2.3.4) ist auch für die Vodafone Version bereits erhältlich.

Ich mache mich also gleich als erstes daran, die Software auf den neuesten Stand zu bringen. Dazu installiere ich auf meinem Windows PC von der LG Seite den USB Treiber und die „PC Suite“. Anschließend verbinde ich mein Gerät per USB-Kabel. Die Anleitungen und Hinweise in den Software-Menus wirken etwas wirr und widersprüchlich und der ganze Prozess läuft komplizierter als nötig ab. Eine Software startet eine andere, dann kommt wieder die Nachfrage, ob ich die USB Treiber installiert habe. ??? Zwischendurch dann nochmal die Meldung, dass die Kommunikation unterbrochen wurde und ich das Handy trennen und wieder anstecken soll. Das tue ich mal besser nicht, denn genau das soll ich ja während eines Updates tunlichst vermeiden. Ich drücke wiederholen und nun klappt es endlich. Schließlich startet mein LG Gerät von selber neu und eine Überprüfung der Softwareversion (über Telefoninfo in den Einstellungen) zeigt, dass ich nun Android 2.3.4. mit LGE-Version LGP990-V20e habe. „LGE“ heißt hier wohl LG Edition und das „V“ in V20e steht wohl für Vodafone.

Jedenfalls habe ich nun einen halbwegs aktuellen Softwarestand, der wohl auch schon einige Bugfixes (=Fehlerbereinigungen) für Version 2.3.4 enthält. Das wird mir hoffentlich eine Reihe von kleineren und größeren technischen Problemen, über die in diversen Foren berichtet wird, von vornherein ersparen.

Kindle mit Werbung

15. Oktober 2011

Bis vor kurzem hatte die Kindle-App von Amazon eine sympathische Schlichtheit. Man klickte sie an, bekam die Liste der heruntergeladenen Bücher angezeigt und wählte sich eines zum Lesen aus. Alles funktionierte und für das Herunterladen von weiteren (meist kostenpflichtigen) Büchern gab es auch eine Funktion. Doch so konnte es natürlich nicht bleiben. Ein Update mußte her.

Gegen Updates habe ich natürlich erstmal gar nichts. Meist bekomme ich damit ja neue Funktionen, die Beseitigung von lästigen Fehlern und Instabilitäten und manchmal sogar mehr Bedienungskomfort. Doch in diesem Fall war das Update (auf Version 3.1, inzwischen 3.2) eher ärgerlich. Die Startseite (von Amazon „Inhaltsseite“ genannt) wurde bunter, die Bücher werden jetzt nebeneinander und größer angezeigt, was die Übersichtlichkeit nicht gerade erhöht. Soweit ist es aber ja noch Geschmackssache. Aber dass nun der untere Teil des Bildschirm mit den „Empfehlungen des Herausgebers“ besetzt wird, finde ich ziemlich störend. Dazu kommt, dass diese „Empfehlungen“ sich offenbar am Massengeschmack des durchschnittlichen Amazon-Kunden orientierten, was – vorsichtig formuliert – nicht so ganz zu meinen Lesegewohnheiten paßt.

Inzwischen wurde der Herausgeber-Schrott immerhin durch „Empfehlungen für Sie“ ersetzt, was nicht ganz so unangenehm ist. Individualisierte Werbung, die von den bisherigen Kaufgewohnheiten auf zukünftige schließt, ist zwar Datenschutz-rechtlich bedenklich, aber doch immer noch besser als Werbung für völlig bescheuerte Produkte, die ich nie kaufen würde. Komischerweise bekomme ich nun dauernd Hacker-Bücher angeboten, obwohl ich noch nie so eins gekauft habe. Naja – vielleicht weiß Amazon ja mehr über mich als ich selber.

Der wirkliche Hammer beim Update kommt aber, als ich die bereits heruntergeladenen Bücher öffnen will. Bei der Hälfte der Bücher erhalte ich eine Fehlermeldung, dass die Datei leider kaputtgegangen sei. Ich solle sie erst löschen und dann neu herunterladen. Das geht natürlich unterwegs auf Kosten des verfügbaren Mobilfunk-Datenmenge. Wenn ich jetzt im Urlaub gewesen wäre und es nur über Roaming hätte machen können, wäre das richtig doof gewesen.

Immerhin klappte das Herunterladen und die Wiederherstellung des vorigen Zustands und ich lebe halt jetzt mit der Zwangswerbung auf meinem Handy. Amazon schob dann gleich ein weiteres Update (3.2, „Zahlreiche Fehlerbehebungen“) nach, weil sich wohl noch mehr Leute geärgert hatten. Mal sehen, was sich Amazon als nächstes einfallen läßt, um Leser zu vergraulen. Vielleicht sollte ich mir ja doch mal die Konkurrenz anschauen.

Probleme mit der Aktualisierung

28. September 2011

Langsam wird die Begrenztheit des internen Speichers bei meinem Samsung Gio wirklich lästig. Jedes Mal, wenn ich eine neue App ausprobieren will, muss ich erst kucken, was ich von den früher installierten wieder löschen kann. Aber auch schon das regelmäßig erforderliche Aktualisieren der Apps macht Probleme. Automatisches Aktualisieren oder die im Market angebotene Funktion, mehrere Updates parallel herunterzuladen, habe ich mir eh schon abgewöhnt. Wenn überhaupt geht es nur einzeln und manuell. Aber auch dann erscheint regelmäßig eine Meldung, dass ein Update wegen zu wenig internem Speicher gescheitert ist. Was dann hilft, ist das Deinstallieren einer anderen App, wobei oft auch noch ein Neustart des Handys nötig ist, bevor das wirksam wird.

Aktualisieren mehrerer Apps gleichzeitig klappt nur selten

Was in diesem Zusammenhang wirklich nützlich ist, ist das Tool Android System Info. Anders als der Standard Taskmanager oder der Market zeigt es mit einem kleinen Symbol an, welche Apps ich bereits auf die SD Karte verschoben habe. Somit kann ich mich bei meinen Speicherbefreiungsaktionen auf diejenigen Apps konzentrieren, die sich leider nicht (ohne Funktionsverlust) verschieben lassen. Dazu gehören leider auch einige der größten und wichtigsten Apps wie Google Maps und Jorte (bei Jorte funktionieren die Kalender-Widgets nicht, wenn es auf der SD-Karte liegt).

Nun, immerhin habe ich es bisher doch immer noch geschafft, eine App zu finden, die ich tatsächlich nach dem ersten Ausprobieren kaum mehr benutzt habe. Vielleicht sollte ich dieses Prinzip ja in anderen Lebensbereichen auch mehr anwenden, dass ich Dinge, die ich eigentlich nicht brauche, wieder loswerde. Dann sähe womöglich auch meine Wohnung aufgeräumter aus.

 

auf Einkaufstour im Android Market

2. Juni 2011

Zu den verführerischten Anreizen, sich ein Smartphone zu zulegen, gehören wohl die Programme oder auch Apps (kurz für „applications“). Diese kann man theoretisch auch direkt von den Programmierern im Internet beziehen. Besser ist es aber auf jeden Fall am Anfang sich auf die Auswahl des jeweiligen „market“ oder „store“ des Betriebssystem-Herstellers zu beschränken. Dort findet zumindest eine minimale Qualitätskontrolle statt, so dass die Gefahr, sich ein schlechtes oder gar bösartiges Programm herunterzuladen, geringer ist.

Ich begebe mich also in den für mein Handy zuständigen Supermarkt: Googles „Android Market“. Um den zu nutzen muss  ich mir ein Konto bei Google zulegen. Aber keine Angst: weder kostet das Konto Geld noch bedeutet es automatisch, dass ich für die Apps Geld ausgeben müssen. Es ist eigentlich nur eine Anmeldung.

Ich kann auf zwei Arten in den Market einsteigen:

  • über eine bereits auf dem Handy vorinstallierte App „Market“. Einfach anklicken und dann wird erklärt, wie es weitergeht
  • über meinen Computer und Internet auf die Webseite https://market.android.com/ Dies tue ich aber nur um mich – mit größerem Bildschirm – umzusehen. Zum Herunterladen direkt auf das Handy ist die App praktischer.

Der Market startet mit einem Eingangsbildschirm, auf dem mir einige Apps vorgestellt werden. Das ignoriere ich und sehe mir eher die Menupunkte an:

  • Apps: Hier bekomme ich (mehr oder weniger) nützliche Programme
  • Spiele: für Leute, die Zeit totschlagen müssen
  • Meine Apps: Eine Liste der Programme, die ich schon installiert habe, samt Möglichkeit zum Update

zu jedem Interessengebiet gibt es viele Apps

Ich gehe nun auf Apps und bekomme die nächste Auswahl:

  • Alle Anwendungen
  • Bücher & Nachschlagewerke
  • Comics
  • Effizienztools
  • Finanzen
  • Geschäftlich
  • Gesundheit & Fitness
  • Kommunikation
  • Lernen
  • Lifestyle
  • Live Hintergrund
  • Medien & Videos
  • Musik & Audio
  • Nachrichten & Magazine
  • Personalisierung
  • Reisen & Lokales
  • Shopping
  • Soziale Netze
  • Sport
  • Unterhaltung
  • Verkehr
  • Widgets
  • Bibliotheken & Demos

Das sind doch schon mal ein paar Kriterien und Interessengebiete! Wenn ich auf eines der Themen klicke, bekomme ich zunächst eine Liste der kostenpflichtigen Apps angezeigt. Ich klicke gleich weiter auf den zweiten Reiter, der die kostenlosen Apps auflistet. Ich stelle schnell fest, dass es zumindest im Android-Market für so gut wie jeden Fall eine kostenlose App gibt oder zumindest eine etwas eingeschränkte kostenlose Version. Man kann also erstmal, ohne Geld auszugeben, in Ruhe ausprobieren und Erfahrung sammeln.  Das Stöbern dort macht auf jeden Fall einigen Spaß! 🙂 Toll ist auch die Funktion, dass man die Qualität der App bewerten kann und Erfahrungsberichte hinterlassen kann – bzw. die von anderen Benutzern lesen kann. Ist auch sicher kein Fehler bei ganz neuen Apps erstmal andere ausprobieren zu lassen und abzuwarten, bis dort Kommentare erscheinen.

hält die App was sie verspricht?

Wenn ich schon genauer weiß, was ich suche (z.B. aufgrund einer Empfehlung von Freunden oder aus einer Zeitschrift), gibt es auch eine Suchfunktion. Diese finde ich rechts oben mit dem Lupen-Symbol. Generell halte ich mich gerne, gerade am Anfang, an Empfehlungen von Fachleuten und Fachzeitschriften. Programmierer sind wie alle anderen Menschen auch fähiger oder weniger fähig, sorgfältiger oder schlampiger. Ich will nicht wirklich erstmal 20 schlecht programmierte Programme, die mein Handy zum Absturz bringen oder mich nur mit Werbung zumüllen, ausprobieren, nur um die eine Perle zu finden. Listen wie etwa „die zwanzig besten Apps“ finde ich zu Hauf im Internet, z.B. auf den Seiten von renommierten Online-Fachzeiten wie tecchannel, magnus oder cnet.

Nachdem ich meine App ausgewählt habe, klicke ich darauf und erhalte die Möglichkeit sie zu installieren. Nun kommt noch ein Bildschirm, der mir anzeigt, welchen Zugriff die App auf die Funktionen meines Geräts verlangt. Hier achte ich darauf, ob die angeforderte Berechtigung für die Programmfunktion wirklich Sinn macht. Klar, ein Navi-Programm braucht Zugriff auf GPS. Aber muss es auch SMS lesen und schreiben können? Soweit mir das bei einigen Apps merkwürdig vorkommt, lasse ich lieber die Finger davon.

Wenn die App installiert ist, ist sie zunächst mal nur in dem Bildschirm mit der Programmliste. Auch von dort aus kann ich sie starten und ausprobieren. Aber diejenigen, die ich häufiger benutze, installiere ich nun auch auf dem Standby Bildschirm. Dazu mehr im nächsten Beitrag.